Call of Duty Cold War: Warum Spieler absichtlich schlecht in der Alpha spielten

Alte Matchmaking-Debatte flammt neu auf.

  • Die Alpha von Black Ops Cold War lässt die Matchmaking-Debatte neu aufflammen
  • Spieler kritisieren das Skill-basierte Matchmaking im Spiel

Die Alpha von Call of Duty: Black Ops Cold War lässt die Matchmaking-Debatte in der Community neu aufflammen.

Dabei geht es um Skill-basiertes Matchmaking, kurz SBMM. Diese Methode wurde auch in der Alpha von Black Ops Cold War genutzt, die am vergangenen Wochenende stattfand und auf Kritik stieß.

Manche sprachen davon, dass sich ihre Lobbys "wie die COD League Finals anfühlen" und Spieler nach einiger Zeit Probleme haben. "Das SBMM in diesem Spiel ist deutlich zu hart", schreibt FrostyTheSunbro auf Reddit. "Ich habe ein KD von 1,4 in Modern Warfare und in der Alpha lag ich bei rund 2,0. Ich hatte ein echt gutes Match mit 22 Kills und 6 Deaths und die nächsten fünf Matches liefen negativ für mich. Ich hatte meist sechs bis acht Kills und 15 bis 20 Tode. Das war echt niederschmetternd und nahm den Spaß aus dem Spiel."

Whole lobby reverse boosting from r/blackopscoldwar

Im Kern soll das Matchmaking in Cold War dafür sorgen, dass Spieler auf ähnlicher Skillstufe in Casual-Playlists in den gleichen Matches landen, damit sie nicht Neulinge wegfegen. So ganz optimal funktionierte dieses System aber anscheinend noch nicht.

Leute, die mit Freunden auf niedrigeren Stufen in der Gruppe spielten, landeten in schwierigeren Matches, was es für die Neulinge natürlich nicht angenehm machte. Manche geben indes an, dadurch kein Gefühl der Entwicklung zu haben, weil sie mit immer neuen Gegnern auf dem gleichen Niveau konfrontiert werden.

Was also dagegen tun? Nun, die Lösung der Community bestand dann im sogenannten "reverse boosting" während der Alpha. Sie töteten sich so lange selbst, bis sie in einer Lobby mit niedrigerer Skillstufe landeten.

"SBMM gehört nicht in Call of Duty", sagt auch der CoD-Profispieler Seth Huntsman.

I've run into a few games where people are just killing themselves. I believe it's to reverse boost and decided to join in on the skill based boycott! from r/blackopscoldwar

Andere sehen das wiederum anders und geben an, dass keiner das Recht dazu habe, ausschließlich gegen schlechtere Gegner zu spielen, zumal viele Beschwerden von E-Sport-Profis oder anderen Content Creators kamen.

"SBMM ist einer der vielen anpassbaren Parameter in einem Matchmaking-System", gibt Treyarchs Martin Donlon an und verweist darauf, dass auch frühere Spiele der Reihe SBMM nutzten. "Es witzig, wenn die Leute davon ausgehen, dass es nur ein großer Schalter ist, den du an- oder ausschaltest."

Skill-basiertes Matchmaking kommt auch in vielen anderen Spielen zum Einsatz, im Detail wird darüber aber selten gesprochen, damit die Spieler nicht in Versuchung kommen, das System auszutricksen. Was sie in der Alpha von Cold War aber dennoch taten.

Aber dann wiederum ist es auch nur eine Alpha, bis zum Release wird sich vermutlich noch das ein oder andere ändern. Und wenn es dann immer noch Anlass zur Kritik gibt, sehen wir uns dann wieder.

Black Ops Cold War erscheint am 13. November 2020 für PS4, Xbox One sowie PC und wird ebenso zum Start auf den Next-Gen-Konsolen PS5 und Xbox Series X verfügbar sein.

Im PlayStation Store könnt ihr Call of Duty: Black Ops Cold War in drei verschiedenen Editionen für PS4 vorbestellen.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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