Cyberpunk 2077: Current-Gen sorgte für Verschiebung, Arbeitsbedingungen angeblich "nicht so schlimm"

CEO äußert sich zur Verzögerung des RPGs.

  • Die aktuellen Konsolen sind der Grund für die Cyberpunk-2077-Verschiebung
  • Auf der PS4 und Xbox One müssten noch Verbesserungen durchgeführt werden
  • Die Arbeitsbedingungen in der Crunch-Time sind laut dem CEO nicht so schlimm

Vor zwei Tagen kam die Nachricht, dass Cyberpunk 2077 erneut verschoben wird: Das RPG soll nun am 10. Dezember 2020 auf den Markt kommen.

Nun gab CD Projekt Red Details dazu bekannt, wie die erneute Verschiebung zustande kam. Bereits zu vermuten war, dass es damit zu tun haben könnte, dass Cyberpunk 2077 für so viele Plattformen gleichzeitig erscheinen soll: Das Spiel kommt auf PC, PS4, Xbox One, PS5 und Xbox Series X/S.

CD Projekt Red spezifiziert nun, dass Probleme mit den aktuellen Konsolen-Builds des Spiels für die Verzögerung gesorgt haben sollen. Eine zusätzliche Optimierung sei an den Versionen für die aktuellen Konsolen nötig.

Für den PC und die Next-Gen-Konsolen sei das Spiel fertig, sagt CEO Adam Kiciński. Das Spiel hätte also eigentlich bereits für diese Plattformen geliefert werden können, das Release-Datum wollte man allerdings nicht splitten - ob das gerade für die enttäuschten PC-User so eine gute Nachricht ist, sei dahingestellt. Cyberpunk 2077 wurde auch bereits von Sony und Microsoft für die aktuellen Generationen zertifiziert, ein derart komplexes Spiel benötigt laut CDPR allerdings noch abschließende Optimierungsprozesse.

Die offizielle Nachricht zu Verschiebung des Spiels thematisierten allerdings nicht, ob es dadurch erhöhte Arbeitszeiten der Angestellten des Projekts gibt, die nun bis zum Release ziemlich unter Druck stehen. Bereits im September 2020 wurde dazu verkündet, dass das Studio im Augenblick extra hart arbeite und eine 6-Tage-Woche eingeführt hätte.

Kiciński selbst beschrieb die aktuelle Situation allerdings als "nicht so schlimm" und sieht kein zu großes Problem in der Crunsh-Time, die ohnehin nicht alle Beteiligten betreffe. Die meisten seien eher froh um die drei Wochen an zusätzlicher Zeit und die Crunch-Time gäbe daher keinen Anlass zur Besorgnis. So eine Erklärung vonseiten der Führungsebene ist aber allenfalls ein leichter Trost. Auf Twitter hieß es nämlich vonseiten des Bloomberg-Journalisten Jason Schreier, ein Mitarbeiter von CD Projekt habe von mehr als 100 Arbeitsstunden in den vergangenen sieben Tagen gesprochen.

Zukünftige Arbeiten von CD Projekt Red seien laut Kiciński allerdings nicht in der Form von Crunch-Times und Verschiebungen betroffen. Vom Cyberpunk-2077-Mulitplayer, der für die Zukunft geplant ist, gibt es bereits "erste Prototypen". Es ist zudem anzunehmen, dass Spiele in den kommenden Jahren in erster Linie für die Next-Gen erscheinen werden, wodurch das Problem so vieler Launch-Plattformen gleichzeitig nicht mehr auftreten wird, heißt es.

Außerdem bittet das Studio darum, wegen der Verschiebung keine Morddrohungen mehr an sie zu schicken - traurig, sehr traurig, dass so eine Bitte überhaupt nötig ist. Gerade gegenüber einem ohnehin überarbeiteten Team - und überhaupt immer - sollte man von solchen Hassnachrichten wirklich Abstand nehmen. Auf Twitter kursierte zudem die Nachricht, viele Mitarbeiter von CDPR hätten von der Verschiebung selbst erst über Twitter erfahren.

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Judith Carl

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Die Neue bei Eurogamer. Adventure-Freak und Fan von guten Geschichten. Begeisterte Sängerin. Mag Rollenspiel, Podcasts und Trashfilme.

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