Rocksteady veröffentlicht neues Statement zu Belästigungsvorwürfen

"Wir lernen weiter."

  • Seit dem Brief im Jahr 2018 wurden Maßnahmen ergriffen
  • Neues Statement von Mitarbeiterinnen
  • Externe Parteien helfen dabei

Nach den Vorwürfen über sexuelle Belästigung und unangemessenes Verhalten hat das Entwicklerstudio Rocksteady ein neues Statement dazu veröffentlicht.

Wie das Studio mitteilt, habe man eine dritte Partei für vertrauliche Gespräche mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die das tun möchten, mit einbezogen. Darüber hinaus möchte man mit früheren Mitarbeiterinnen über dieses Thema sprechen.

The Guardian hatte zuletzt über einen Brief berichtet, den im November 2018 zehn von damals 16 Mitarbeiterinnen (derzeit hat Rocksteady nach eigenen Angaben 239 Beschäftigte) unterzeichnet hatten.

Darin ging es um "Beleidigungen der Transgender-Community", "abfällige oder sexuelle Gespräche über eine Frau mit anderen Kollegen" und sexuelle Belästigung "in Form von unerwünschten Annäherungsversuchen, anzüglichen Blicken auf Körperteile einer Frau und unangemessenen Kommentaren im Büro".

Die Kontaktaufnahme mit dem Guardian erfolgte, weil einer der Unterzeichnerinnen zufolge seitdem wenig passiert sei. Kim Kim MacAskill, eine der Autorinnen von Rocksteadys Suicide-Squad-Spiel, die das Unternehmen im Jahr 2019 verließ, sprach nach Veröffentlichung des Artikels in einem YouTube-Video eingehender über die Probleme und kritisierte ebenso die unangemessene Reaktion des Studios.

Einen Tag nach Veröffentlichung des Artikels folgte ein Statement auf Rocksteadys Twitter-Account von sieben der zehn Frauen, die den Brief damals unterzeichneten - von diesen zehn arbeiten heute noch acht bei Rocksteady.

"Diese Aussage wurde in keiner Weise vom Management oder anderen Personen angefordert oder beeinflusst", heißt es darin zum einen. Ebenso wird angegeben, dass nach dem Brief im Jahr 2018 "umgehende Reaktionen erfolgten", was zu einer Reihe von Meetings mit den Frauen im Studio geführt habe.

Das betont auch Rocksteady in einem weiteren Statement, das am Wochenende folgte. Zu den Maßnahmen des Studios haben demnach auch "disziplinarische Maßnahmen und Kündigungen" gezählt.

Weiterhin befrage man seitdem die Mitarbeiterinnen des Studios zu ihrer Meinung über die Darstellung von Frauen in den Spielen des Studios. "Wir hören zu und möchten uns verbessern. Und wir haben Spezialisten eingestellt, um Gleichheit und Repräsentation bei Rocksteady weiter zu verbessern."

"Wir lernen weiter und arbeiten fleißig daran, die Art und Weise zu verbessern, wie wir alle unterstützen", schreibt Rocksteady.

Am Wochenende wurde mit Suicide Squad: Kill the Justice League das neue Projekt von Rocksteady offiziell vorgestellt.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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