Ubisoft-Chef Yves Guillemot entschuldigt sich in neuem Video für die jüngsten Skandale

"Es tut mir wirklich leid für alle, die verletzt wurden."

  • In einem vier Minuten langen Video entschuldigt sich Firmenchef Guillemot für die Skandale
  • Das Unternehmen investiert mehr in die Ausbildung unterrepräsentierter Gruppen
  • Weiterhin erfolgt eine Spende an den NAACP Legal Defense Fund

Im Vorfeld der neuen Ausgabe von Ubisoft Forward, die heute ab 21 Uhr ausgestrahlt wird, hat Ubisoft ein separates Video veröffentlicht, in dem sich Firmenchef Yves Guillemot für die jüngsten Skandale im Unternehmen entschuldigt.

"Es tut mir wirklich leid für alle, die verletzt wurden", sagt er in dem rund vier Minuten langen Video.

Dabei geht es nicht nur um die Vorwürfe wegen jahrelangem sexuellem Fehlverhalten im Unternehmen, zuletzt geriet der Publisher wegen des Spiels Tom Clancy's Elite Squad erneut in die Kritik.

In einer Sequenz des Spiels nutzte das Unternehmen das Symbol einer schwarzen Faust, die weithin mit der Bewegung Black Live Matter assoziiert wird. Im Spiel wurde sie aber von einer fiktiven Terrororganisation genutzt.

Nach scharfer Kritik, intern sowie in sozialen Medien, entschuldigte sich Charlie Guillemot, Yves Guillemots Sohn und Creative Director des Spiels, für die Verwendung des Symbols.

"In diesem Sommer haben wir erfahren, dass bestimmte Ubisoft-Mitarbeiter die Werte unseres Unternehmens nicht gewahrt haben und dass unsere Systeme die Opfer ihres Verhaltens nicht schützen konnten", sagt Guillemot.

"Es tut mir wirklich leid für alle, die verletzt wurden. Wir haben wichtige Schritte unternommen, um diejenigen zu entfernen oder zu sanktionieren, die gegen unsere Werte und unseren Verhaltenskodex verstoßen, und wir arbeiten hart daran, unsere Systeme und Prozesse zu verbessern."

Vielfalt und Inklusion sollen "auf allen Ebenen des Unternehmens" verbessert werden, gleichzeitig investiert das Unternehmen eine weitere Million Euro in den nächsten fünf Jahren in seine Rekrutierungskampagne für Absolventen, um mehr Möglichkeiten für unterrepräsentierte Gruppen zu schaffen.

"Wir stehen am Beginn einer langen Reise", betont er. "Wirkliche Veränderung wird Zeit brauchen. Aber ich bin entschlossen, alles in meiner Macht stehende zu tun, um sicherzustellen, dass sich alle bei Ubisoft willkommen, respektiert und sicher fühlen, und um das Vertrauen wieder aufzubauen, das unsere Teams, Fans und Spieler in uns setzen."

In Bezug auf Elite Squad sagte er: "Auch auf der ganzen Welt ist dieses Jahr weiterhin eine Zeit gesellschaftlicher Unruhen. Ich möchte klarstellen: Ubisoft steht für Gleichheit und Respekt für alle. Leider enthielt eines unserer letzten Handyspiele Inhalte, die unangemessen waren. Diese Art von Versehen kann nicht passieren. Wir setzen Sicherheitsvorkehrungen ein, um dies in Zukunft zu verhindern."

"Wir verurteilen jeden, der unsere Spiele stellvertretend für Hass oder Toxizität verwendet. Wir unterstützen die Black-Lives-Matter-Bewegung voll und ganz", versichert er und kündigt eine weitere Spende an den NAACP Legal Defense Fund an.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

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Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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