Die 50 besten Spiele für Nintendo Switch: Alles von Axiom Verge bis Zelda

Alle Hochkaräter, auf die ihr nicht verzichten könnt.

Die Switch OLED mag nicht das leistungsstärkere "Pro-Modell" sein, das sich der eine oder andere gewünscht hat. Dennoch steckt noch wahnsinnig viel Leben in Nintendos Handheld-Konsolen-Hybriden. Vor allem sieht man das natürlich an den Spielen - und unsere stetig in Bewegung befindliche Top 50 der besten Spiele für Nintendo Switch ist der beste Beweis dafür. Gerade in den fröstelnderen Monaten der Pandemie, wo man weniger rausgehen kann und sich zu Hause öfter auf die Füße tritt, ist eine Konsole, die man zur Not auch mit auf die Toilette nehmen kann, ein echter Lebensretter.

Doch genug geredet, hier nun die 50 besten Spiele, die ihr gerade für die Switch kaufen könnt. Natürlich ist diese Liste weder objektiv noch wird jeder mit allen Positionen einverstanden sein. Ich habe mich aber bemüht, einen schönen, repräsentativen Querschnitt durch das Portfolio der Konsole zu geben. Spiele, die es nur hier gibt, werden ein wenig bevorzugt behandelt, Multiplattform-Hits, die man woanders etwas besser spielen kann, schon mal ausgeblendet. Und manches Mal packe ich von zwei prinzipiell gleich guten Genrevertretern nur eines gewissermaßen stellvertretend rein. Alles klar? Dann kann es ja losgehen. Viel Spaß!

Die 50 besten Switch-Spiele - Inhalt

Auf dieser Seite: Platz 50 bis 41

Nintendo Switch: Die 50 besten Spiele - Platz 40 bis 31

Nintendo Switch: Die 50 besten Spiele - Platz 30 bis 21

Nintendo Switch: Die 50 besten Spiele - Platz 20 bis 11

Nintendo Switch: Die 50 besten Spiele - Platz 10 bis 1

50. Ori and the Will of the Wisps

Ein Metroidvania der schönsten Sorte, noch dazu in malerischer 2D-Optik, wie man sie sich hübscher nicht vorstellen kann. Doch lasst euch nicht täuschen: Hinter der herzerweichenden Geschichte im modernen Märchen-Look versteckt sich ein knallharter Plattformer, der selbst erfahrenen Spielern alles abverlangt. Ein sehr elegantes, technisches und vor Möglichkeiten nur so sprühendes Jump-and-Run, dessen Welt einen förmlich in den Bildschirm saugt. Ein audiovisueller Traum mit spielerischem und erzählerischem Anspruch. Pflichtprogramm!

Findet ihr interessant? Dann findet ihr hier mehr schöne Artikel zu Ori and the Will of the Wisps hinter dem Link.

49. Axiom Verge

Auch wenn wir endlich ein echtes neues Metroid bekommen haben, ist dieses Spiel noch was Besonderes. Axiom Verge entführt euch in eine fremde, futuristische Welt! Das von nur einem Mann entwickelte, gestaltete und vertonte Spiel ist vielleicht das beste aktuell erhältliche Metroidvania, wenn man den Begriff ganz genau nimmt. Irgendwo zwischen 8- und 16-Bit schießt sich der verlorene Wissenschaftler Trace durch eine Welt jenseits des menschlichen Verstands und verwendet dabei teilweise extrem interessante Werkzeuge, etwa eine Waffe, die den Programmcode von Gegnern zerstört, die dann nur noch fehlerhaft im Spiel dargestellt werden. Der Soundtrack ist grandios, der Aufbau der Welt wohlstrukturiert (und mit einigen höllisch gut versteckten Geheimräumen versehen). Und überhaupt hat man immer den Eindruck, dieses Universum behielte seine größten Geheimnisse lieber für sich. Faszinierend fremdartig und eine moderner Klassiker. Der Nachfolger ist mittlerweile auch zu haben und nicht ganz so gut - gefällt euch Teil eins, solltet ihr ihn euch aber nicht entgehen lassen.

Findet ihr interessant? Dann findet ihr hier mehr schöne Artikel zu Axiom Verge hinter dem Link.

48. Children of Morta

Children of Morta ist ein wunderbar malerisches Pixel-Action-RPG mit maßvollen prozedural generierten Elementen und sehr atmosphärischer Erzählung zwischen euren einzelnen Ausflügen in die netten Dungeons. Seit seinem Erscheinen hat das Spiel sogar einige substanzielle Updates bekommen, die es noch besser machen. Unter anderem einen Herausforderungsmodus und einen neuen Charakter. Was der eigentliche Clou des Titels ist? Jeder spielbare Charakter ist Mitlied der Großfamilie der Bergsons, gehört mehr oder weniger einer anderen Charakterklasse an und spielt sich grundlegend anders. Vor allem zu zweit macht es deshalb Spaß, mit diesen Figuren und ihren interessanten und unterhaltsamen Kampffertigkeiten der Verderbnis heimzuleuchten, die den Berg Morta befallen hat. Das hier ist eines von den Guten! Schaut es euch dringend mal an.

Findet ihr interessant? Dann findet ihr hier mehr schöne Artikel zu Children of Morta hinter dem Link.

47. Ashen

Auf der Nintendo Switch gab es vor Ashen kein einziges "echtes" Soulslike - sofern man für die Einordnung in dieser Kategorie voraussetzt, dass das Spiel in 3D sein und aus der Third-Person-Perspektive gespielt werden sollte. Insgesamt ist Ashen sicher nicht ganz vom selben Kaliber wie From Softwares Output. Aber spielerisch ist es in jedem Fall sehr kompetent und hat vor allem trotz der spielerischen Ähnlichkeiten eine wundervoll eigenartige Identität. Die stilisierte Grafik mit den fabelhaften Lichteffekten, die melancholische Landschaft und ein Score zum Niederknien erschaffen eine Welt, in die man sich gerne fürchtenden Fußes vorantastet. Gleichzeitig ist das Kampfsystem eingängig und niemals kompliziert, aber immer tiefgründig genug. Sein eigenes Lager aufzubauen, indem man seinen Freunden hilft, ist ein wunderbarer Twist. Und dorthin nach einer schwierigen Quest zurückzukehren, ist immer Balsam für die Seele, vor allem, weil hier eines der schönsten Musikstücke der jüngeren Spielevergangenheit erklingt (überhaupt ist es einer meiner Lieblings-Soundtracks). Wie alles, was in den vergangenen Jahren von Annapurna gepublisht wurde, heißt das Urteil also auch hier: Gebt diesem Spiel eine Chance!

Findet ihr interessant? Dann findet ihr hier mehr schöne Artikel zu Ashen hinter dem Link.

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Schöner Stil!

46. Astral Chain

Auch wenn ihnen hier kein zweites Bayonetta gelungen ist (und diese Reihe ihren echten dritten Teil ja erst noch bekommt) läuft Platinum Games in diesem exklusiv auf Nintendo Switch erhältlichen Action-Schlitzer zur Topform auf. In einer dystopischen Zukunftswelt ermittelt ihr als Cop von morgen mit Schwert und einem dämonischen Kettenhund an eurer Seite. Was jetzt erstmal ziemlich martialisch klingt, gibt sich phasenweise überraschend ruhig, denn neben spektakulären Fights seid ihr auch oft mit Erkundung und Adventure-Einlagen befasst. Hier wird sogar ein wenig ermittelt, während ihr euch etwas abseits der Hauptquest bewegt. Manches Mal dürft ihr sogar ein Puzzle knacken. Wer wegen der Kämpfe hier ist, wird zugleich ebenso wenig enttäuscht. Astral Chain mag in seinen Anlagen nicht ganz so technisch sein wie Platinums Hexenfeuerwerk sein, entfesselt aber auf dem Rücken eines eingängigen Kampfsystems ein schön vor sich hinfließendes Neonspektakel, das man gesehen haben sollte.

Findet ihr interessant? Dann findet ihr hier mehr schöne Artikel zu Astral Chain hinter dem Link.

45. Lonely Mountains Downhill

Um mal vielleicht einen möglicherweise falschen Eindruck auszuräumen: Lonely Mountains Downhill ist kein Rennspiel. Tatsächlich erinnert es eher an Trials - nur, dass ihr hier in erster Linie damit beschäftigt seid, eben nicht die vom Spiel vorgegebene Strecke den Berg hinunter zu radeln, sondern euch selbst die schnellste Route aussucht. Und das fand ich wahnsinnig motivierend: Wie man hier die Sekunden nicht zehntel- sondern zehnerweise von der persönlichen Bestzeit abschleift, das ist spannend und unfassbar anregend. Ich liebe auch die Stimmung, die sich auf diesen Pisten und Hängen breitmacht. Nur Vogelzwitschern, das Rauschen des Windes in den Ästen der Pinien und das Spritzen von Schotter. Dazu die wahnsinnig gelungene Low-Poly-Optik, die an einen Modellbau-Schaukasten erinnert. Ebenfalls zu loben ist die simple Steuerung, die, sobald man "seine" aus den beiden Möglichen auserkoren hat, direkt in Fleisch und Blut übergeht. Lonely Mountains Downhill zur Seite zu legen, ist alles andere als einfach. Bevor man nicht auf jeder Route alle Herausforderungen geschafft hat, macht man sich ungern zum nächsten Berg auf. Auf der Switch leider ruckliger als auf den anderen Plattformen, aber immer noch grandios.

Interesse geweckt? Dann lest unseren Test zu Lonely Mountains Downhill hinter dem Link.

44. Bayonetta 2

Was auf der Wii U schon zum Besten vom Besten gehörte, kann auf der Switch nicht schlecht sein. Als wären Dante in Devil May Cry endgültig alle Sicherungen durchgebrannt, jongliert ihr als Hexe Bayonetta Feinde in der Luft, während ihr ihnen mit Schwertern, Pistolen und den magischen Haaren der titelspendenden Heldin zusetzt. Ein unfehlbares Gespür für Spektakel und eine makellose technische Umsetzung unterstreichen, warum Platinum Games Nintendos vollstes Vertrauen genießt. Teil drei ist schon für die Switch in der Mache, wenngleich sich aktuell die Anzeichen mehren, dass wir uns noch eine ganze Weile darauf warten müssen. Aber hey, wenn wieder so ein Spiel dabei herauskommt, ist die Verzögerung direkt verziehen!

Findet ihr interessant? Dann findet ihr hier mehr schöne Artikel zu Bayonetta 2 hinter dem Link.

43. Rocket League

Eines der besten Spiele aller Zeiten, jetzt zum Überallmithinnehmen. Klar, die Optik ist nicht so schmuck und vor allem scharf wie auf anderen Systemen. Immerhin läuft das Spiel flüssig und bietet sogar Crossplay, Splitscreen und die Wahl zwischen Performance- und Quality-Modi. Es ist schwer zu beschreiben, wie mächtig der Gedanke eines Rocket League ist. Selbst weniger verspielter Besuch, dem man dieses Spiel zeigt, ist direkt hin und weg, so anziehend ist der Gedanke dieses raketengetriebenen Autoballs. Dank der Switch allüberall an seinen Flugkünsten arbeiten zu können, ist ein gewaltiger Bonus, den man gerne wahrnimmt. Was das Spiel selbst angeht: Reine, unverdünnte Freude über ein eingängiges Bewegungsmodell und simple Regeln bei gleichzeitig kaum für möglich gehaltener Spieltiefe. Fast, als wäre es von Nintendo selbst. Unfassbar gut.

Findet ihr interessant? Dann findet ihr hier mehr schöne Artikel zu Rocket League hinter dem Link.

42. Alien Isolation

Zu seinem Erscheinen ging Alien: Isolation leider völlig unter und begrub zunächst einmal den Gedanken, dass dieses Filmlizenz eine Triple-A-Spielerpduktion zu tragen in der Lage ist. Schade, denn wir haben es nicht nur mit einem beeindruckenden Tribut an einen der einflussreichsten Filme der Geek-Kultur zu tun, sondern auch mit einem originellen und extrem gut gemachten Survival-Spiel, das fast komplett ohne Kampfelemente auskommt. Klar, so mancher, ich eingeschlossen, fand, dass sich das Spiel zu sehr streckte und seine Mechanismen ein wenig überstrapazierte. Trotzdem ist es ein wahnsinnig gut gelungenes Katz- und Maus-Spiel, wie man es nicht häufig sieht. In Sachen Spannungsaufbau und -entladung ist Creative Assembly hier etwas ganz Großes gelungen. Was an der Switch-Version gewissermaßen Premiere ist: Es ist die visuell und technisch beste Konsolenfassung, die man kaufen kann. Woran das liegt, dazu erzählt euch Digital Foundry mehr). Aber ja, sollte man gesehen haben, was die Switch hier abliefert. Aber Achtung: Starke Nerven sind gewissermaßen Grundvoraussetzung!

Findet ihr interessant? Dann findet ihr hier mehr schöne Artikel zu Alien Isolation hinter dem Link.

41. Chicory

Erinnert ihr euch noch an Spiele wie Okami oder de Blob? Anfang der 2000er waren Action-Adventures, in denen man farblose Welten wieder bunt machte, hoch in Mode. Chicory bringt dieses Spielprinzip nun wieder zurück - und verbindet es mit einer herzigen Geschichte über Selbstakzeptanz und der Notwendigkeit, auch mal Hilfe anzunehmen. Ausmalbuch-Ästhetik, lustige Dialoge (steckt man fest, kann man seine Eltern anrufen: Mama gibt immer nur weise Andeutungen von sich, Papa erklärt einem die Lösung haarklein) und ein zunehmendes Repertoire an Pinselaktionen, die an klassische Zelda-Kost erinnern. All das macht das leichtherzige und charmante Chicory zu einem Ausnahmespiel, das deutlich origineller ist, als es meine Vergleiche vielleicht erscheinen lassen. Unbedingt ausprobieren.

Findet ihr interessant? Ich habe auch in einer Ausgabe Alt+F40 von Chicory gesprochen.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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