PUBG New State erklärt: Release, Elektroautos und wie PUBG Mobile das überleben soll

Kraftons neuer Mobile-Titel erscheint bereits nächsten Monat und bringt frischen Wind in das PUBG-Universum. Auf einem Event hat der Entwickler neue Details zum Spiel bekannt gegeben.

In einem kürzlichen Showcase-Event hat Krafton seinen zweiten Mobile-Titel PUBG: New State im Detail vorgestellt und das neue Release-Datum für das Battle-Royale enthüllt. Bereits im Februar dieses Jahres wurde das zweite PUBG-Mobile-Game angekündigt.

Das "A und O" in New State sind Aussehen und Optik

Es ist schon ein großes Vorhaben, 100 Spieler auf einer großen Multiplayer-Map mit guter Grafik, PC-ähnlicher Steuerung und guten Bildraten gegeneinander antreten zu lassen - vor allem, wenn das alles auf einem Smartphone passieren soll. Genau das soll PUBG: New State sein und das haben die Entwickler mehr als einmal betont.

Viel interessanter als das Marketing-Vorgeplänkel sind die harten Fakten über den kommenden Neuzugang im PUBG-Universum, denn sehr bald schon muss sich das Spiel, das bereits einige Alpha- und Beta-Tests durchlaufen hat, vor dem ganz großen Publikum behaupten. Am 11. November erscheint New State im Apple-, Google- und dem Galaxy Store. Das Spiel wird dann auch auf Deutsch verfügbar sein und sogar noch mobile Geräte mit 2 GB RAM wie das Samsung Galaxy S7 oder das iPhone 6 unterstützen. Diese Smartphones sind aber auch die Schmerzensgrenze für New State.

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Optisch macht das Mobile-Spiel schon was her, keine Frage.

Damit der Titel, der einen Großteil seiner Elemente von seinem großen Bruder PUBG: Battlegrounds geerbt hat, auch ebenso flüssig läuft, wurde der Titel optimiert. Es unterstützt APIs wie Vulkan, Metal und Open GL, reduziert die Gefahr vor dem Überhitzen des Gerätes und minimiert die Eingabeverzögerung. Wie genau diese und viele weitere Verbesserungen vorgenommen wurden, erklärt Krafton in seinem Showcase-Video nicht.

New State ist in vielerlei Hinsicht eng mit PUBG: Battlegrounds verknüpft

Die Waffenhandhabung und Physik-Engine entspringen PUBG: Battlegrounds und wurden in New State nachgebaut und angepasst. Wie auch im PC-Game sei die Waffenhandhabung "einfach zu lernen und schwer zu meistern". Im gezeigten Gameplay-Material sahen Rückstoß und Schussmuster schon mal ganz sauber aus. Auch Wände und Türen können im Mobile-Shooter zerballert werden. Stoffanimationen und einige andere Details haben ebenfalls ihren Weg in den Titel gefunden, der sich optisch "locker mit PC-Spielen messen" könne.

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Das Schießen soll sich für PUBG-Veteranen bekannt anfühlen und für Neulinge leicht zu lernen sein.

PUBG: New State spielt im Jahr 2051, also einer nicht allzu weit entfernten Zukunft, die mit der Geschichte von PUBG: Battlegrounds verwoben ist. Es tauchen zum Beispiel Charaktere wie die Tochter von Sergei auf, die ihr auch schon aus dem ursprünglichen Battle-Royale kennen könntet. Sie und einige andere nutzen die anarchistischen Verhältnisse aus und fallen in Troi ein, um die Stadt zu einem großen Schlachtfeld zu machen. Die Story verfolgt ihr durch die monatlichen kostenlosen Missionen.

Troi ist die erste große Karte in New State und besitzt zehn größere Sehenswürdigkeiten. Eine weitere Karte wurde ebenfalls enthüllt: Erangel. Um ein wenig in die postapokalyptische Welt aus dem Jahr 2015 zu passen, sieht die PUBG-Karte hier und dort etwas heruntergekommen und löchrig aus, aber sonst dürften Veteranen sie sicher gut wiedererkennen.

Was PUBG: New State einzigartig macht

Zudem wird es einen 4-gegen-4-Deathmatch-Modus und ein Trainingsgelände geben. Zu den Maps und Modi selbst wurde nicht so viel erzählt, dafür aber zu den Features, die euch im Gameplay erwarten.

Insgesamt gibt es drei Autos und zwei Motorräder. Einige Fahrzeuge laufen mit Elektromotor und sind schneller als gewohnt, entladen sich jedoch in der blauen Zone. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren haben hingegen Kofferräume, in denen Items gelagert werden können.

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Die blaue Zone ist Feind aller Elektro-Autos.

In einem Drohnen-Shop könnt ihr euch Gegenstände liefern lassen - das sehen und hören aber auch nahe Gegner -, es gibt Waffenanpassungen, die regelmäßig für das Balancing aktualisiert werden und dann gibt es da ja auch noch die vielen Optionen, auch nach dem Tod noch mitzumischen.

Stirbt ein Teammitglied, könnt ihr die grüne Signalpistole abfeuern und diesen als Verstärkung herbeirufen. Als toter Verbündeter muss man auf diesen Ruf im Jenseits warten. Ein Einsatzschild macht es euch außerdem leichter, einen ausgeknockten Spieler wiederzubeleben.

Ziemlich verrückt klingt die neue Rekrutierungsoption. Habt ihr einen Platz im Team frei und ein Gegner liegt am Boden, sieht es so aus, als könntet ihr ihm ein letztes Angebot machen: Entweder er stirbt, oder er schließt sich eurem Squad an.

Wie genau der Markt mit zwei mobilen PUBG-Ablegern funktionieren soll, habe ich mich schon länger gefragt - diese Features sind wohl die beste Antwort. In einer Q&A-Session ging das Team bei dieser Frage auf diese vielen Möglichkeiten ein, wieder ins Spiel zurückzukehren. Zudem habe New State neue Regeln, eine andere Dynamik und erweitere das PUBG-Universum um "ernstere Inhalte", ganz zu schweigen von der besseren Optik im Mobile-Bereich. Jedes Spiel habe seine eigenen Stärken, deshalb können "beide Titel auf dem Markt koexistieren".

Von Anfang an mit Anti-Cheat

Auch zum Thema Ranglisten und Anti-Cheat hat sich Krafton geäußert. So wird es alle zwei Monate eine neue Saison geben, in denen ihr innerhalb der acht verfügbaren Ränge auf- und absteigen könnt. Am Ende jedes Zyklus gibt es ein kleines Online-Turnier. E-Sport wird es allerdings noch nicht geben, der Fokus liege erst einmal darauf, den Laden zum Laufen zu kriegen - danach sieht das Studio weiter. Zu Beginn einer neuen Saison wird euer Rang "teilweise zurückgesetzt".

Und ja, es wird ein "breit gefächertes" Anti-Cheat-System geben. Der Spielcode sei beispielsweise verschlüsselt und es gebe bereits Lösungen für Hack-Analyse und Banns sowie 2-Faktor-Authentifizierung. Emulatoren, also externe Mäuse, Tastaturen oder Controller möchte Krafton aus Fairnessgründen nicht erlauben und wird gegen Verstöße vorgehen.

Nicht nur Fair Play, sondern auch "Fair Pay" sei Teil der New-State-Politik. So soll PUBG: New State nicht auf Pay-to-win setzen und nur kosmetische Artikel für Echtgeld anbieten. Einige Items können auch kostenlos durch den monatlichen Pass erspielt werden.

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Über den Autor:

Melanie Weißmann

Melanie Weißmann

News-Redakteurin  |  Melancholia_Mel

Melanie ist meist online am PC zu finden. Neben Multiplayern und Meer mag sie Alliterationen und dumme Wortspiele. Gelegentliches Lego-Bauen hilft ihr beim Abschalten.

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