Quake, Stardew Valley und Hunt - Das haben wir am Wochenende gespielt

Mal wieder was Älteres auspacken.

Na, wie war euer Wochenende so? Bei mir stand tatsächlich relativ wenig Gaming auf dem Programm, zu sehr lockte die Sonne nach draußen und zur weiteren Erkundung der Umgebung (ich spüre die Steigung des Rückweges vom Samstag noch heute in den Beinen...). Bei dem Wetter kann ich es aber auch keinem verübeln, wenn er (oder sie) weniger zockt als üblich.

Daher beließ ich es bei ein paar Ausflügen in Assassin's Creed Valhalla und stieg außerdem ins Farming-Geschäft ein. Mehr dazu aber erst zu einem späteren Zeitpunkt. Da waren meine Kolleginnen und Kollegen mit Sicherheit ein wenig aktiver als ich...

Melanie: Ja, dieses Wochenende habe ich auch League of Legends gespielt. Um euch zu beweisen, dass hinter mir mehr steckt als ein kleines Lulu und Brand One-Trick-Pony, berichte ich euch diesmal von meiner Wiederkehr nach Azeroth. Und das obwohl ich nach meiner letzten WoW-Phase geschworen habe, nie wieder dorthin zurückzukehren. Durch den vielen Grind und die sich dauernd wiederholenden World-Quests hat mir das Spiel einfach keinen Spaß gemacht. Mit einer lilahäutigen Hexenmeisterin stürzte ich mich also in einen nostalgischen Abendtrip nach Orgrimmar, wo ich den Troll-Adel aus den Verliesen der Allianz gerettet habe.

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Bye, Bye Zandalar... Forever!

Prinzessin Talanji und Zul haben mich daraufhin mit nach Zandalar genommen, ihrem Königreich, das optisch stark an die Maya-Kultur denken lässt. Dieses war mir nur zu gut im Kopf geblieben, da ich neben einer kurzen Phase während der Legion-Erweiterung die meiste Zeit im Add-On Battle for Azeroth verspielt habe. Die Welt mit ihren Dino-Reittieren und dem bunten Federschmuck der Trolle haben mir wirklich gut gefallen. Zum hundertsten Mal kleine Schildkrötenbabys auf ihrem Weg in den Ozean vor Möwen schützen oder Meeres-Memory mit einer uralten Schildkröte spielen, hat mir dann doch irgendwann zum Hals rausgehangen. Diesmal hat mich das Questen gar nicht gestört - vielleicht werde ich ja auch älter und geduldiger... Oder ich habe einfach nicht lange genug den Laufburschen der Zandalari gespielt. Wir werden es nie erfahren. Ein weiteres Mal breche ich meinen Schwur an mich selbst sicher nicht.

Ana: Mein persönliches Highlight begann am Freitag. Erinnert ihr euch noch an das Steam Gaming Festival in der ersten Februarwoche? Da habe ich einen kleinen, vergessenen Titel in meiner Wunschliste entdeckt: Watch Me Stream My Mental Breakdown. Und schon wurde die Demo angeschmissen. Nach dem herzzerbrechenden Ende der Demo fiel mir auf, dass das Spiel zum Glück gar nicht in Entwicklungsschuhen steckte oder zum Gaming Festival gehörte, sondern einfach schon seit letztem Sommer erhältlich ist. Und so machte ich mich schnell dran, den kleinen Panda Pochi zu einer Twitch-Legende zu machen! Gute Laune mit interessanten Gameplay: Watch Me Stream My Mental Breakdown ist eine Visual Novel mit Management-Elementen und gleichzeitig ein Card-Building-Game. Die Geschichte setzt sich kritisch mit "dem schnellen Geld über Twitch" auseinander, aber macht dabei gewaltig viel Spaß, denn während Pochi streamt, müsst ihr gut koordinieren, welches Genre ihr spielt, ob das Spiel überfüllt oder unterversorgt ist, was die Zielgruppe sein soll und wie viele Trolle ihr im Chat zulasst.

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Landwirt-Papa liebt Videospiele! Natürlich nicht, denn 'Studieren geht über Probieren!', alte Eltern-Weisheit

Gleichzeitig muss ich beichten, dass ich aktuell mit Destruction AllStars meinen Spaß habe. Gestern bin ich binnen weniger kämpfe die Siegesleiter Stück für Stück hochgeklettert und es fühlt sich schon verdammt gut an, wenn man das Momentum aufgebaut hat, von dem die Entwickler beim Release sprachen. Ansonsten habe ich letztes Mal von Atelier Ryza berichtet und nun stecke ich beim Endboss fest, weil ich nicht genug gegrindet habe. Aber wer hätte denn ahnen können, dass man bei einem Atelier-Spiel mal grinden muss?? Ich offensichtlich nicht. Nächsten Montag seht ihr hoffentlich endlich Ryza 2 in diesem Beitrag.

Markus: Dieses Wochenende hab' ich mal etwas ganz anderes ausprobiert und ich muss sagen, von Grafik über Detailtreue bis hin zum Sound oder den Controllern war alles echt Bombe. Trotzdem war der Spaßfaktor nur mäßig… ja, die Gartenarbeit war fällig, nachdem das Wetter mal mitgespielt hat und ich mich dazu aufraffen konnte. Dafür ging' schon mal der ganze Samstag und der halbe Sonntag drauf. Viel Zeit zum Zocken war vor dem üblichen Sonntagsraid also nicht mehr, weshalb ich ein paar Runden Command " Conquer: Alarmstufe Rot (Remastered Collection) ausgepackt hab'. Die überarbeitete Version im 4K-Grafikkleid kann ich jedem nur empfehlen, der schon vor 20+ Jahren Spaß damit hatte oder dem Genre zugetan ist.

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Alt, aber gut!

Martin: Ein Wochenende fast ohne spielen. Ich habe meine Musiksammlung autobiografisch sortiert, ein, zwei Filme geguckt und ein wenig Gartenarbeit erledigt. Das normale Leben funktioniert auch für zwei Tage fast ohne Games. Fast. Als ich auf den Soundtrack von Quake gestoßen bin, fiel mir auf, dass ich eigentlich nie wirklich das erste Quake gespielt hab. Mein Computer damals war zu schlecht und erreichte kaum zweistellige Frames und später gab es neuere Spiele. Also auf zum MS-DOS-Pentium, Quake installiert, quake.exe gestartet und los geht es.

Wow! Ich hatte zwei Stunden richtig viel Spaß. Das ist gar nicht mal schlecht gealtert. Gutes Level-Design stirbt halt nicht, auch wenn die Grafik schon etwas gelitten hat. Aber irgendwie ist der dunkle Low-Res-Look heute wieder mehr Indie als veraltet. Und der Soundtrack... Da sieht man mal, wie groß id Software zu der Zeit schon war. Nine Inch Nails war 96 schon richtig groß, nach zwei Grammys, dem legendären Woodstock-94-Auftritt und dem Album Downward Spiral. Mit Ausnahme von Metallica vielleicht hätte man zu der Zeit kaum größer und schon gar nicht hipper gehen können. Das macht dann auch noch mal ein gutes Stück der Atmosphäre in dem Retro-Splatter-Fest aus und ich kann nur jedem raten, nochmal eine Runde zu drehen.

Als Horror-Shooter funktioniert es immer noch fantastisch und jetzt muss ich wirklich sagen, dass es schade ist, dass Quake 2 und 4 dann in Richtung Sci-Fi gingen. Das hätten sie Doom tun lassen und diesen erste Quake-Stil weiter treiben sollen. Dazu fühlte es sich gut an, einfach rumzurennen, zu ballern, erkunden und nicht über die hektisch-komplexen Mechaniken eines Doom Eternal nachzudenken. So sehr ich dieses schätze, ich hätte nichts gegen ein Quake-Remake, in dem der Levelaufbau und das Gameplay vollständig erhalten bleiben. Es wäre dann einer der besten Shooter auf dem Markt. Mal wieder.

Judith: Ein wunderschönes Wochenende, tolles Wetter... und ich huste und niese seit einer Weile vor mich hin. Für mich Anlass genug, mal wieder das wunderbare Stardew Valley herauszuholen und ein wenig Idylle zu genießen. Und was soll sich sagen: das Spiel hat eine fast magische Gute-Laune-Wirkung auf mich. Okay, eine halbe Stunde meiner Spielzeit ging nur dafür drauf, dass ich auf den Character-Creator glotzte und mir kein Name für meine Figur und meine Farm einfallen wollte - ja, ich nehme das vielleicht etwas zu ernst. Danach war es aber nach kurzer Zeit wieder so, als würde ich an den altbekannten, geliebten Urlaubsort zurückkehren.

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Glücksgefühle am Strand.

Seit ich das Spiel zuletzt in der Hand hatte, gab es ja auch das neue, große Update und ich versuche mich jetzt diesmal daran, die "neue" Strandfarm aus dem letzten Patch zu bewirtschaften. Haaaaach, Strand... das wäre es jetzt! Stardew war jedenfalls perfekt für die aufkeimenden Frühlingsgefühle.

Alex: Wie mein Artikel an anderer Stelle schon verrät, habe ich am Wochenende in erster Linie Hunt: Showdown gespielt, das mit seinem seinem riesigen neuen Patch 1.5 den Aufstand probt. Ein komplett überarbeitetes Munitionssystem zieht die Möglichkeiten schön in die Breite und macht neue Taktiken möglich - und zerrt viele alte in den Vordergrund, die sonst zu kompliziert zu nutzen waren. So weit, so gut. Gleichzeitig hatten wir im Squad drei, vier Mal das dringende Bedürfnis, andere Spieler an die Moderation zu melden. Denn seien wir mal ehrlich: Wer auf dem Testerver mit im Grunde unendlich Geld und vielen neuen Systemen maximal hasenfüßiges Camper-tum beweist, niedergestreckte Konkurrenten "instant" abfackelt und dabei die einzige Waffe spielt, die die neue Munition nicht nutzt (die Nichtskönner-Hasswaffe Dolch 96), weil er Angst hat, einen fairen Fight zu starten, der sollte sich nicht in diesen Hexenkessel von einem Spiel begeben.

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Peta wird das nicht gefallen.

Na ja. Egal. Lief auf jeden Fall ganz gut für uns. Und sonst? Sonst war da natürlich - sorry, ich wäre gerne überraschender - Valheim, in dem ich meinen real unmöglich erscheinenden Traum vom Eigenheim endlich umsetzen darf - und eine Tour durch die Impy-Award-Gewinner des bezaubernden Dreams. Die Kreativität und der Fleiß der Leutchen dort werden wohl niemals aufhören, mich zu beeindrucken. "Traumsurfen" hat immer noch das Zeug zum Hobby für sich.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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