Rainbow Six Siege: neuer Operator, Roadmap und alle Änderungen für Year 6

Vorab-Infos frisch vom Herausgeber.

Auf der Pressekonferenz zum sechsten Jahr von Rainbow Six Siege wurde ich mit Informationen regelrecht bombardiert. Was mir eine hohe Konzentration und eine schnelle Schreibhand während abverlangte, bedeutet für euch, dass sich Ubisoft viele kleine und große Veränderungen überlegt hat. Hoffentlich habt ihr zumindest ein Seepferdchen, denn die volle Informationsflut kommt mit einem veränderten Jahresplan, technischen Optimierungen, Gameplay-Verbesserungen und den ersten großen Ankündigungen für die nächste Season.

Die magische Zahl 6 - Der Fahrplan für das neue Jahr

Rainbow Six Siege ist nun direkt auf der Spitze des Berges angekommen. 2018 sagte das Entwicklerteam gegenüber vg247, dass der Titel für ca. zehn Jahre geplant sei. Damit steht der Shooter in der Blüte seines Lebens und feiert seinen sechsten Geburtstag, der gleichzeitig ein wichtiger Bestandteil seines Namens ist.

Ganz allgemein werden die Inhaltsveröffentlichungen der einzelnen Seasons neu strukturiert. Der Jahresplan sieht nur noch einen neuen Operator pro Saison vor. Dadurch kann das Entwicklerteam sich mehr Zeit für den einzelnen Schützling nehmen und hat einen größeren zeitlichen Spielraum für weitere Verbesserungen am Shooter.

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Fahrplanänderungen sind bei Rainbow Six Siege angesagt.

Die Operatoren werden ab der ersten Season vom sechsten Jahr (Y6S1) in den ersten zwei Wochen exklusiv im Battle-Pass verfügbar sein. Nach dieser Zeit sind die Operatoren wie gewohnt im Shop erhältlich. Der erste neue Rekrut für Rainbow Six Siege wird ein Argentinier sein, gefolgt von einem indigenen Operator aus Nakoda, einem Kroaten und in Season vier dürfen wir einen Iren begrüßen.

In jeder Season wird es zudem ein Map-Rework geben. Den Start macht Border, eine der ältesten Siege-Karten. So geht es in Saison 2 mit Favela weiter und in der vierten Season ist Outback an der Reihe. Und was ist mit Season 3? Gut, dass ihr fragt. Für die dritte Saison haben die Entwickler kleinere Anpassungen an mehreren Maps geplant. Ein großes Karten-Rework entfällt daher.

Technische Änderungen - Kleine Verbesserungen, großer Einfluss

Weitere generelle Pläne für das magische Jahr 6 sind Verbesserungen im Matchmaking und dem Ranking-System, das Optimieren von Verbindungsproblemen, DDoS-Attacken (hier soll die Entwicklung einer Lösung schon sehr weit fortgeschritten sein) und der Spielgröße. Ja, 60 Gigabyte sind schon nicht ganz ohne. Durch die Möglichkeit, weniger relevante Spielinhalte wie Skinpakete nicht zu laden, soll Platz gespart werden.

Auch das Reputationssystem kommt in Jahr sechs offiziell auf die Live-Server. Mit diesem könnt ihr andere Spieler reporten und damit ihren Reputations-Score beeinflussen. Für besonders toxische Spieler soll negative Sanktionen geben. Auch gegen Smurfs möchte das Entwicklerteam im Laufe des Jahres besser angehen.

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Ein niedriges Ruf-Level zieht Sanktionen nach sich. Also immer schön fair bleiben!

Allgemein soll das Spiel etwas zugänglicher werden, auch um es einsteigerfreundlicher zu machen. So soll im Menü ein gründlicher Frühjahrsputz inklusive neuem Anstrich und Logo durchgeführt werden. Eine neue Playlist für Einsteiger soll zudem Maps einschließen, mit denen sich Anfänger schnell in das kompetitive Gameplay hineinfuchsen können.

Und für alle Streamer - von Hobby bis professionell - gibt es eine besonders gute Nachricht, denn der Streamer-Mode wird im Jahr 6 in das Game implementiert werden. Mit diesem könnt ihr euren Namen, Level, Region und weitere Infos vor euren Zuschauern verbergen und bekommt weitere sinnvolle Features wie ein Hidden-Matchmaking-Delay um euch vor Stream-Sniping-Attacken zu schützen.

Zudem soll bereits in der ersten Season ein Match-Replay-System eingeführt werden, mit dem ihr eure Spiele im Nachhinein ansehen und analysieren könnt. Aus Fehlern lernt man bekanntermaßen am besten. Im Replay-Modus könnt ihr nach Belieben vor- und zurückspulen und die Geschwindigkeit anpassen, damit ihr in Slow-Motion auch den winzigsten Positionsfehler erkennt.

Gameplay und Kosmetik - Mehr Transparenz und Individualität

Ihr seid tot und könnt nur noch den Mates dabei zuschauen, wie sie die Runde beenden. Was bedeutet das für euch? Ab ans Handy? In der Nase bohren? [beides gleichzeitig! Anm. Alex] Im neuen Rainbow-Six-Jahr wird euch nicht mehr ganz so langweilig sein, wenn ihr durch das Fressen zu vieler Kugeln am Boden liegt. Sobald das neue Jahr beginnt, können tote Operatoren ihre Drohnen noch weiter benutzen und ihr Team aus dem Jenseits unterstützen.

Um Angreifern ein wenig mehr Flexibilität zu ermöglichen, dürfen diese in der Vorbereitungsphase ihren Operator noch einmal wechseln. Ebenfalls praktisch: Deaktivierte Gadgets werden nun deutlich auffälliger markiert und die verwirrende Armor fällt weg und wird stattdessen als zusätzliches Leben angezeigt. Und wo wir schon bei Gadgets sind - als erste Reworks werden die Geräte von Goyo und Melusi angepasst. Weiteren Gadgets geht es später an den Kragen.

Bereits in der ersten Season können eure Feinde (und ihr) Bekanntschaft mit einer neuen Secondary machen. Die kleine explosive Handfeuerwaffe "Gonne 6" reiht sich in das sekundäre Waffenarsenal ein.

Ein bisschen optischer Schnickschnack hat noch keinem Multiplayer geschadet. Damit ihr euer Aussehen noch besser nach euren Vorlieben zusammenbasteln könnt, ist es ab dem sechsten Jahr möglich, Elite-Skins individuell anzupassen. Beispielsweise könnt ihr die Victory-Dances nun frei an jedem Skin nutzen.

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Ein Beispiel: Dokkaebis Victory-Dance in ihrer Elektro-Beat-Uniform könnt ihr nun für jedem beliebigen Skin verwenden.

Auf der Pressekonferenz wurden außerdem Kooperationen für neue Skins angekündigt. So werden die beiden Videospiel-Hotties Lara Croft und Jill Valentine dem Taktik-Shooter einen Besuch abstatten und Ikumi Nagamura, Creative Director von Tokyo Ghostwire, wird an einigen Skins für Ekko und Dokkaebi mitarbeiten. Der nächste Elite-Skin geht übrigens an die gute Kali.

Einen kleinen Leckerbissen hatte das Presseteam von Ubisoft noch für uns. Ausgesprochen hat es niemand, dennoch wurde in der Präsentation rund um die neuen Kosmetika ein grün-schleimiges Kreis-Portal gezeigt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass hier ein Skin zum Rick-and-Morty-Franchise angekündigt wurde. Wie cool ist das denn?!

Details zu Season 1 - Das Map-Rework und der neue Operator

Die rote runde Sonnenbrille ist nicht nur das Erkennungsmerkmal der ersten Season, die mit dem Namen "Crimson Heist" ein paar kriminell gute Operationen verspricht, sondern auch des ersten Operators. Ein argentinischer Ex-Mafiosi mit stylischer Brille tritt dem Team von Rainbow Six Siege im purpurnen Überfall (Crimson Heist) als Erstes bei.

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Flores ist das Gesicht der neuen Season.

Flores lautet der Spitzname Angreifers mit mittlerer Geschwindigkeit. Sein Gadget, die RCE-Ratero, ist eine explosive Drohne mit Rädern. Der charmante Argentinier kann diese ferngesteuert für eine begrenzte Zeit über die Map fahren lassen (dabei kann sie sich nur vorwärts und nicht rückwärts bewegen) und sie per Fernsteuerung detonieren lassen.

In frühen Tagen war verdiente Flores Geld für die Krankenhausrechnungen seiner Mutter durch kleine organisierte Verbrechen. Später nutzte er seine erworbenen Fähigkeiten, um als eine Art argentinischer Robin Hood die Reichen zu bestehlen und die Armen zu beschenken. Diese Verbrechen blieben jedoch nicht lange unentdeckt und Flores musste untertauchen.

Im Austausch gegen Informationen über die Mafia nahm Ashe den raffinierten und gerissenen Charmeur bei Rainbow Six auf. Eine echte Win-Win-Situation auch für die Spieler, denn diese haben bald einen neuen Operator zur Auswahl.

Für das erste Map-Rework kramt das Entwickler-Team eine verstaubte Karte aus dem ersten Jahr heraus und verpasst ihr mehr als nur einen neuen Anstrich. Das Ziel: Die "Border"-Map soll geräumiger werden und neue Rotationen bieten. Die Balance-Änderungen umfassen dabei kleine Raumänderungen mit großem Einfluss.

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Hier könnt ihr die neue Karte schon mal unter die Lupe nehmen.

Zunächst einmal wird die Karte heller, was euren Augen sicherlich einen Gefallen tun wird. Einige Türen sind verschoben, es gibt eine Außentreppe und einen neuen Balkon. Der Bombenspot wird vergrößert, was neue taktische Möglichkeiten und eine Verkleinerung des Büros nebenan zur Folge hat. Für viele vermutlich erstmal ein ungewohntes Gefühl, aber mit der Zeit lernt ihr sicher die Vorteile der neuen Border-Map zu schätzen - und ihre Nachteile zu verachten.

Mit diesen Informationen startet ihr gut gerüstet ins neue Siege-Jahr. Außerdem habe ich mich mit Jean-Baptiste Hallé, Game Director von Rainbow Six Siege, unterhalten wie die Änderungen Einfluss auf das Meta nehmen sollen, wieso die Entwickler sich genau für diese Änderungen entschieden haben und wie es in Zukunft mit Rainbow Six Siege weitergehen soll.

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Über den Autor:

Melanie Weißmann

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