Resident Evil Retrospective

Jede Menge Horror

Tun wir einfach mal so, als hättet Ihr die Überschrift des Artikels nicht gelesen und blindlings irgendetwas angeklickt. Eine Frage: Was fällt Euch spontan zu dem Wort Survival-Horror ein? Natürlich, Resident Evil! Und wer noch nie etwas mit den Spielen zu tun hatte, muss die letzten 12 Jahre wohl im Koma gelegen haben. Keine Serie hat das Genre so stark definiert wie Capcoms Klassiker von 1996.

Selbstverständlich dürfen Urväter wie Alone in the Dark nicht vergessen werden, doch machte erst Resident Evil das Genre massentauglich und berühmt. Bis heute ist es eine der einflussreichsten sowie beliebtesten Spieleserien geblieben, was sich mit insgesamt 28 Millionen verkauften Exemplaren aller Titel beweisen lässt.

Und da uns in wenigen Wochen mit Resident Evil 5 ein weiterer Eintrag der blutigen Saga bevorsteht, ist es an der Zeit, Euch ein wenig mehr über die Spiele und ihren Ursprung zu erzählen. Zudem gibt es wenig Nachhilfe zu den Filmen, Büchern und einigen mal mehr, mal weniger interessanten Fakten.

Die Anfänge

Alles begann mit einer simplen Aufgabe für den noch jungen Spiele-Designer Shinji Mikami, der sich zuvor einen Namen mit den Disney Adaptionen Aladin und Goof Troop auf dem Super Nintendo gemacht hatte. Er sollte ein Horror Spiel entwickeln, das in einem Herrenhaus spielt. Als große Inspirationsquelle dienten zum einen George A Romeros Filme „A Night of the Living Dead“, „Dawn of the Dead” und “Day of the Dead”. Zum anderen Capcoms NES Spiel Sweet Home.

Romeros Streifen nutzte er als Vorlage für die Zombies, die sich ebenso langsam, verwest und fleischhungrig gaben. Für das Gameplay zeichnete sich besonders Sweet Home als hilfreich. Nicht nur das Herrenhaus-Thema und die zahlreichen Rätsel wurden dem Spiel entnommen, sogar die berüchtigten Türanimationen wurden von Mikami kopiert.

Resident Evil für die Playstion war ein kommerzieller Erfolg und wurde von Spielern sowie Kritikern hoch gelobt. Kein Wunder also, dass es eine schiere Welle an Survival-Horror Spielen lostrat. Darunter zählten auch weitere Klassiker des Genres wie Silent Hill oder Parasite Eve.

Resident Evil

Die Geschichte des Spiels beginnt am 24 Juli 1998 in dem fiktiven US-Städtchen Raccoon City, das seit einigen Wochen unter den Angriffen vermeintlicher Kannibalen leidet. Zu Untersuchungszwecken wird die Sonderheit S.T.A.R.S. (Special Tactics And Rescue Squad) entsannt. Nachdem am Vorabend des 24 das Bravo Team in den Wäldern von Raccoon verschwand, wird das Alpha Team zur Rettungsaktion geschickt, die jedoch wegen einer merkwürdigen Hundeattacke in die anliegende Spencer Villa flüchten.

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Der Start des Spiels in der Eingangshalle.

Die meisten von Euch werden sich beim Gedanken an das Original von 1996 sicherlich an das ziemlich dämliche Opening erinnern, in dem Capcom echte Schauspieler vor die Kamera schickte und gegen Plastikhunde auf einer offenen Wiese antreten ließ. Aber auch die Dialoge und Synchronisation stießen an die Grenzen des schlechten Geschmacks. Doch lässt man diese, aus heutiger Sicht, belustigenden Mängel außer Acht, bietet Resident Evil Horror auf großem Niveau.

Eine Szene, die jedem Spieler im Kopf verankert bleibt, ist wohl der plötzliche Sprung eines Hundes durch das Flurfenster. Während der Köter einem schon die ersten Fleischfetzen abkaut, sitzt man selbst noch vor Angst gelähmt vor dem Fernseher. Obwohl Resident Evil seit jeher mehr Wert auf große Schockmomente gelegt hat, anstatt den Spieler mit einer beklemmenden Atmosphäre bei jedem Geräusch aufschrecken zu lassen, war man sich der ständigen Bedrohung bewusst und marschierte vorsichtig von einer festen Bildstarre zur nächsten.

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Björn Balg

Björn Balg

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