Sega gibt NFT-Pläne auf, wenn Spieler diese nur als "Geldmacherei" wahrnehmen

Jetzt also doch keine NFTs? Sega rudert zurück und erwägt seine Pläne für die neue Technologie sogar ganz fallen zu lassen.

Sega will seine NFT-Pläne verwerfen, wenn die Spieler das System als "reine Geldmacherei" ansehen und nicht etwa als ein Feature, dass die Nutzer begeistern und fesseln kann.

Sega rudert zurück

Der Publisher forscht schon seit April 2021 an den stark in der Kritik stehenden NFTs, die sich aktuell zu einem Trend in der Videospielbranche zu entwickeln scheinen. Ubisoft, Konami und auch Square Enix zeigen sich von dieser Entwicklung begeistert, andere Studios wie etwa Bungie sprechen sich klar dagegen aus.

Besonders die CO2-Bilanz der Technologie wird häufig kritisiert, wie Benjamin in einem Meinungsbeitrag noch einmal deutlich herausstellt.

Die vielen negativen Reaktionen der Spieler sind an Sega nicht vorbeigegangen. In einem mit Tweak Town sagte Sega-CEO Haruki Satomi: "In Bezug auf NFT würden wir gerne verschiedene Experimente ausprobieren, und wir haben bereits viele verschiedene Studien und Überlegungen angestellt, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist noch nichts bezüglich P2E entschieden."

"Es gab bereits viele Ankündigungen dazu, auch in Übersee, aber es gibt Nutzer, die derzeit negativ reagieren. Wir müssen viele Dinge sorgfältig abwägen, z.B. wie wir die negativen Elemente abmildern können, inwieweit wir dies im Rahmen der japanischen Vorschriften einführen können und was von den Nutzern akzeptiert wird und was nicht", so Satomi weiter.

Kein klares "Ja" oder "Nein"

NFTs möchte Sega erst dann weiter in Betracht ziehen, wenn diese zur Unternehmensmission "Constantly Creating, Forever Captivating" passen und nicht von den Spielern als "einfache Geldmacherei" wahrgenommen wird. Sollte dies nicht der Fall sein, wolle der CEO die Pläne fallen lassen. Das geht auch aus einem Management-Meeting vom 14. Dezember 2021 hervor.

Unter den Entwicklern ist dieser neue Trend ein polarisierendes Thema. Auch GSC World kündigte NFTs für Stalker 2 an, ruderte nach einem Shitstorm aber einen Tag später wieder zurück. Ubisoft hat derweil 15 erste NFTs verkauft, während Konami eine erste NFT-Kollektion zum 35-jährigen Jubiläum von Castlevania angekündigt hat.

Links zu Angeboten und Anbietern auf dieser Seite können sogenannte Affiliate-Links sein. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr Eurogamer.de. Wir erhalten vom Anbieter eine kleine Provision.

Zu den Kommentaren springen (3)

Über den Autor:

Melanie Weißmann

Melanie Weißmann

News-Redakteurin  |  Melancholia_Mel

Melanie ist meist online am PC zu finden. Neben Multiplayern und Meer mag sie Alliterationen und dumme Wortspiele. Gelegentliches Lego-Bauen hilft ihr beim Abschalten.

Weitere Inhalte

Weitere Themen

Kommentare (3)

Verstecke Kommentare mit niedrigen Bewertungen
Sortierung
Threading