Ein weiteres interessante Detail des Interviews, das USA Today mit Hans Zimmer führte, hat ebenfalls eine Schlagzeile verdient: Für den unermesslich erfolgreichen Komponisten sind Spiele durchaus eine Form von Kunst.

„Absolut“, so Deutschlands wichtigstes musikalisches Aushängeschild nach den Fischerchören. „Das kann man nicht mehr infrage stellen.“

„Als damals die Filme herauskamen, waren sie in Schwarz-Weiss und ohne Ton und die Leute sagten, am Theater würde kein Weg vorbeiführen. Aber nun haben Filme und Theater jeweils ihren eigenen Platz in der Welt gefunden. Sie sind beide legitime Kunstformen“, so Zimmer, der bereits zu über 100 Filmen die passende Musik kreiierte, mit dem Soundtrack zu Modern Warfare 2 nun aber das erste Mal eine Arbeit zu einem Spiel beisteuerte.

„Und jetzt diese neue Sache, das ist interessant. Wir nennen es immer noch ein Spiel. Das Wort an sich hat eine Massenmarkt-Qualität, dieses Wort. Es ist ein triviales Wort.“

„Es gibt eine Community da draußen, die sich für dieses Spiel interessiert: Leute, die darüber reden und sich darauf freuen, dass es herauskommt. Genau das gleiche, was ich sehe, wenn ich an einem großen Film arbeite“, erzählt Zimmer. „Man kann es in der Luft spüren. Etwas Neues passiert. Man fühlt es als Unterströmung in der Gesellschaft. Wie diese Woge der Begeisterung. Ich fühle dasselbe bei einigen dieser Spiele.“

Anzeige

Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Deputy Editor - Eurogamer.de

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

Mehr Artikel von Alexander Bohn-Elias