Sony verkleinert seine Japan Studios - viele Mitarbeiter werden entlassen

Nur das Asobi-Team bleibt.

  • Sony kürzt viele Stellen im Japan Studio
  • Nur das Asobi-Team soll bestehen bleiben
  • Abteilungen, die nicht an der Spieleentwicklung beteiligt sind, bleiben bestehen

Sony stellt die Entwicklung vieler Originalspiele bei seinem ältesten First-Party-Entwickler Japan Studio ein und entlässt viele Mitarbeiter. Den kultigen Titeln Ape Escape, Gravity Rush oder Knack dürfen wir also wohl Lebewohl sagen.

Einige Funktionen des Studios bleiben aber erhalten und manche Entwickler werden von Team Asobiübernommen, das fortan im Mittelpunkt stehen soll.

"In dem Bestreben, den Geschäftsbetrieb weiter zu stärken, kann SIE bestätigen, dass PlayStation Studios Japan Studio am 1. April in eine neue Organisation überführt wird. Japan Studio wird zum Team Asobi, dem kreativen Team hinter Astro's Playroom, umstrukturiert, sodass sich das Team auf eine einzige Vision konzentrieren und auf der Popularität von Astro's Playroom aufbauen kann", sagte eine Sprecherin.

"Darüber hinaus werden die Aufgaben der externen Produktion, der Software-Lokalisierung und des IP-Managements der Japan-Studio-Titel innerhalb der globalen Funktionen der PlayStation Studios konzentriert."

Das Japan Studio wird also verkleinert und umstrukturiert. Abteilungen, die nicht an der Entwicklung der Spiele beteiligt waren, werden weitergeführt. Als Grund für die Kürzung nennt Sony die schlechten Umsätze der der Titel des Studios.

Für viele Entwickler endet nun jedoch eine Ära und sie dürfen sich während der laufenden Corona-Pandemie um neue Jobs bemühen. Ihre Verträge laufen am Ende des Geschäftsjahres von Sony aus, welches am 31. März endet, berichtet VGC.

Bereits in den letzten Monaten haben einige große Namen die Japan Studios verlassen. So zum Beispiel Bloodbourne-Produzent Masaaki Yamagiwa und Silent Hills Keiichiro Toyama, der nun in seinem eigenen Studio an einem neuen Horror-Spiel arbeitet.

Für Nintendo bedeutet die Schließung der Japan Studios freies Feld. Sony will seine Spiele nicht mehr für spezifische Märkte entwickeln, sondern eine globale Strategie verfolgen, erklärte Playstation-Chef Jim Ryan gegenüber gamesindustry.biz.

Haltet ihr die Entscheidung von Sony für einen sinnvollen Schachzug oder nimmt Sony den japanischen Markt nicht ernst genug?

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Melanie Weißmann

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