Star Wars Jedi: Fallen Order - Noch nicht perfekt trotz Next-Gen-Patch

Eine Überraschung, zweifelsohne, aber eine angenehme.

Wow, das kam aus heiterem Himmel! Vor ein paar Tagen überraschte uns Respawn Entertainment mit der Veröffentlichung eines Next-Gen-Patches für sein beeindruckendes Star Wars Jedi: Fallen Order, der spezielle Upgrades mit sich bringt, die mehr von den Leistungsreserven der drei neuen Konsolen anzapfen. Es handelt sich dabei nicht um einen vollständigen Next-Gen-Patch - ähnlich wie bei Cyberpunk 2077 wird lediglich der Last-Gen-Code optimiert, um höhere Bildraten aus den neuen Konsolen herauszuholen, wobei vor allem die CPU genutzt wird, um 60 Bilder pro Sekunde zu erreichen.

Der Patch ist auch deshalb interessant, weil Respawn Entertainment Patch Notes veröffentlicht hat, die uns fast alles verraten, was wir über die technischen Verbesserungen wissen müssen. So wird die Framerate auf breiter Front erhöht, die Post-Processing-Qualität verbessert und die Auflösung erhöht. Der tatsächliche Umfang der Upgrades variiert aus nicht ganz klaren Gründen von Gerät zu Gerät, aber wir vermuten, dass dies eher mit den Möglichkeiten der generationsübergreifenden SDKs von Sony und Microsoft zu tun hat als mit den Konsolen selbst.

Die Xbox Series X scheint dabei das umfangreichere Angebot an Upgrades zu bekommen. Von den drei Konsolen ist sie die einzige, die sowohl den Qualitäts- als auch den Performance-Modus der Last-Gen-Versionen beibehält - und beide wurden verbessert. Der Qualitätsmodus zielt auf 30fps mit einem dynamischen Auflösungsfenster von 1512p bis 2160p ab und liefert die sauberste Bildqualität und höchste Konsistenz aller Konsolenversionen - wenn auch mit einer niedrigeren Framerate-Begrenzung. Der Performance-Modus zielt auf 60fps ab und erreicht diese größtenteils mit einem dynamischen Auflösungsbereich von 1080p bis 1440p.

John und Rich von DF zeigen, was es mit dem Next-Gen-Patch für Fallen Order auf sich hat.

Im Gegensatz dazu erhält die PlayStation 5 nur einen einzigen Modus, der auf 60fps abzielt - und das bei festen 1200p mit 1440p-Post-Process-Buffern. Es ist ein kleineres Upgrade, wenn man bedenkt, dass der vorhandene Last-Gen-Code 1080p lieferte, aber die zusätzliche Pixelzahl und die gesteigerte Präzision beim Post-Processing sind sicherlich willkommen. Schließlich gibt es noch die Xbox Series S - sie bekommt ist ein riesiges Upgrade gegenüber der One-S-Version und zielt wieder auf 60fps ab. In den Patch Notes werden keine Angaben zur Auflösung gemacht, aber wir sehen ein dynamisches Auflösungsfenster im Bereich von 720p bis 900p, das sich auf das temporale Upscaling der Unreal Engine 4 stützt, um den Eindruck einer höheren Pixelzahl zu erwecken, was in statischen Szenen am effektivsten ist.

Das sind die grundlegenden Spezifikationen des Patches, aber wie spielen sich die Versionen? Nun, Fallen Order hatte immer einige Probleme in Bezug auf das Asset-Streaming, was zu Hängern und Stottern führte. Das ist etwas, dass bei allen Versionen des Spiels auftrat, sogar bei der PC-Version, und es ist interessant zu sehen, dass es in den 60fps-Modi immer noch einige Probleme auf allen Systemen gibt. Um es klar zu sagen, die Gesamtleistung im Spiel ist relativ konsistent bei 60fps, aber die Hänger sind am auffälligsten beim Durchqueren der Level und gelegentlich in Cutscenes. Auf der PlayStation 5 scheint es insgesamt vielleicht einen Hauch flüssiger zu laufen, aber alle Versionen zeigen das Problem. Die Series X wiederum ist in der Lage, die höchste Auflösung zu liefern, und wenn das Ruckeln für euch ein Problem ist, kann der 30fps-Qualitätsmodus das meiste davon bereinigen. Was die Xbox Series S angeht: hier habt ihr die am wenigsten stabile Wiedergabe des Spiels - zusätzlich zu den Streaming-Herausforderungen gibt es hier auch Bereiche, in denen die GPU ein einschränkender Faktor zu sein scheint. Es ist immer noch eine deutliche Verbesserung gegenüber der unbegrenzten Framerate der Performance-Modi auf PS4 Pro und Xbox One X, aber es ist das am wenigsten beeindruckende Upgrade dieses Patches.

Insgesamt ist dies jedoch ein interessantes Upgrade, das es wert ist, ausprobiert zu werden, vor allem, da das Spiel in EA Play enthalten ist und somit auch im Xbox Game Pass Ultimate spielbar sein sollte. Obwohl wir geteilter Meinung sind, mögen wir das Spiel, das einige großartige Produktionswerte mit hochwertigem Gameplay und Anklängen an Metroid kombiniert, indem es die Zugänge zu und in den verschiedenen Levels nach und nach öffnet. Der neue Patch löst nicht ganz alle technischen Probleme so, wie wir es gerne gesehen hätten, aber es ist definitiv der beste Weg, um Fallen Order auf Konsolen zu erleben. Daher empfehlen wir, ihn auszuprobieren.

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Über den Autor:

Richard Leadbetter

Richard Leadbetter

Technology Editor, Digital Foundry  |  digitalfoundry

Rich has been a games journalist since the days of 16-bit and specialises in technical analysis. He's commonly known around Eurogamer as the Blacksmith of the Future.

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