Star Wars The Old Republic: Legacy of the Sith erscheint am 14. Dezember - Der Auftakt einer ganzjährigen Feier

Mit Legacy of the Sith startet am 14. Dezember 2021 das nächste Kapitel von Star Wars: The Old Republic.

Bald wird das MMO Star Wars: The Old Republic zehn Jahre alt und fast auf den Tag genau zehn Jahre später erscheint mit Legacy of the Sith nun die neueste Erweiterung für das Spiel. Am 14. Dezember 2021 geht's los und BioWare gab uns kürzlich bereits einen kleinen Vorgeschmack auf das, was euch nicht nur darin, sondern auch darüber hinaus erwartet.

Zuletzt sprach ich bereits im Interview mit Creative Director Charles Boyd über Vergangenheit und Zukunft des Spiels, während einer Präsentation in dieser Woche gab es noch weitere Informationen zu einigen der Neuerungen und dazu, was euch in Zukunft erwartet.

Klar ist, dass BioWare mit The Old Republic noch sehr langfristige Pläne hat. Kurzfristig steht jetzt wie gesagt das Jubiläumsjahr an und nach Angaben von Project Director Keith Kanneg sind Legacy of the Sith und Update 7.0 nur der Auftakt zu einer einjährigen Feier. Für das ganze Geburtstagsjahr sind verschiedene Aktivitäten und neue Veröffentlichungen geplant. Dazu zählen nicht nur inhaltliche Ergänzungen, sondern eben auch technologische Updates für das zehn Jahre alte Spiel und Dinge, die eher hinter den Kulissen ablaufen und den Entwicklern zum Beispiel die Arbeit erleichtern.

The Old Republic nimmt Kurs auf die nächsten zehn Jahre

"Wir haben mit EA und BioWare festgelegt, was wir in den nächsten beiden Jahren sehen wollen, aber wir haben auch immer Fünfjahrespläne entwickelt",sagt Kanneg. "Was haben wir, was wollen wir, wo wollen wir hin, welche Art von technologischen Upgrades wollen wir machen. Dieses Jahr ist für uns wirklich ein Jahr, in dem wir ein Fundament legen, auch wenn unser Spiel schon zehn Jahre alt ist. Aber wir haben uns überlegt, dass wir, um weitere zehn Jahre zu überstehen, eine Menge Verbesserungen und Veränderungen vornehmen müssen. Wir müssen uns überlegen, in welche Richtung wir gehen wollen, wie die Geschichte aussehen soll und all das. Es ist sozusagen der Startschuss für die nächsten zehn Jahre, so sehe ich das."

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Der neue Flashpoint in Star Wars: The Old Republic führt euch nach Elom.

"Wir wollen auf diesem fantastischen Storytelling aufbauen, auf all den Entscheidungen, die die Spieler getroffen haben, um ihren Charakter bis zu diesem Punkt einzigartig zu gestalten, und das weiterführen", ergänzt Creative Director Charles Boyd. "Ich meine, wie viele Spiele haben die Möglichkeit, eine solch kontinuierliche und verzweigte, interaktive Geschichte zu erzählen? Gleichzeitig realisieren wir, dass es sich um ein zehn Jahre altes Spiel handelt, also sollten wir es aktualisieren, einige Dinge auffrischen und die Möglichkeiten für die Spieler erweitern."

Wie schwierig sich die Entwicklung neuer Inhalte nach zehn Jahren gestaltet? Boyd sieht hier zugleich Vor- und Nachteile: "Es gibt so viele Möglichkeiten und Optionen, nicht wahr? Wir haben den Vorteil von zehn Jahren Geschichte, Verzweigungen, verschiedenen Charakteren, Handlungssträngen und Klassen mit unterschiedlichen Erfahrungen. Das ist alles großartig. Wenn wir darüber nachdenken, was wir als Nächstes machen wollen, haben wir all diese Dinge, die wir uns ansehen und sagen können: 'Oh, es wäre cool, das aufzugreifen oder das fortzusetzen.' Oder: Wir machen etwas völlig Neues, was können wir tun, um es in etwas einzugliedern, das die Spieler kennen?"

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Elom ist eine kalte, verschneite Welt.

"Aber gleichzeitig ist das eine Menge Inhalt, die du im Auge behalten musst... [lacht]. Unser Ziel besteht vorwiegend darin, - so weit wie möglich - die Erfahrung eines D&D-Tabletop-Spiels zu bieten. Du und ein Dungeon Master... es ist auf dich zugeschnitten, auf deine Entscheidungen, auf deine vergangenen Erfahrungen, auf deine zukünftigen Entscheidungen und all das. Das ist wirklich schwer zu erreichen, wenn du nicht selbst im Raum anwesend bist. [lacht] Es ist definitiv eine Herausforderung, die Reaktionen der Spieler in bestimmten Situationen vorauszusehen und dann eine Geschichte darum herum aufzubauen, ohne den Rahmen zu sprengen. Diese sorgfältige Balance zwischen der Handlungsfreiheit der Spieler, dem Respektieren ihrer Entscheidungen und den Auswirkungen dieser Entscheidungen zu finden und gleichzeitig eine zusammenhängende, fortlaufende Geschichte zu erzählen, ist meine Lieblingsbeschäftigung bei der Entwicklung dieses Spiels. Aber es ist wahrscheinlich auch die größte Herausforderung."

Was Legacy of the Sith an neuen Inhalten bietet

Blicken wir also ein wenig auf das, was Legacy of the Sith an neuem Content zu bieten hat. Im Mittelpunkt steht hier die Rückkehr auf die Wasserwelt Manaan. Sie ist die Heimat der Selkath und nur dort gibt es ein Heilmittel namens Kolto, das dort abgebaut und von den Einheimischen gut geschützt wird.

Bisher war es so, dass die Selkath ihr Kolto an beide Kriegsparteien verkauft haben, aber das Sith-Imperium will mehr und alles für sich, startet daher eine Invasion von Manaan. Und es versteht sich, dass die Republik exakt das unterbinden möchte. Natürlich mit dem kleinen Nebeneffekt, dann selbst Zugriff auf das Heilmittel zu haben.

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Manaan war mal sauber, jetzt sieht's hier anders aus.

Laut Boyd ist Manaan einer der Planeten, für den sich die Fans am meisten eine Rückkehr gewünscht haben. In der Vergangenheit eher als saubere Welt bekannt, zeigen sich in Legacy of the Sith die Auswirkungen der Invasion. Der Planet ist vom Krieg gezeichnet, es ist stürmisch und chaotisch. Kein schöner Anblick für alle, die später dort putzen müssen.

Ein neuer Flashpoint führt euch indes nach Elom (nicht zu verwechseln mit Ilum), wo ihr weiter der Spur von Darth Malgus folgt. Die Flashpoints sind die Vier-Spieler-Dungeons, die ihr aber auch solo mit KI-Begleitern und -Begleiterinnen absolvieren könnt. Es geht hier darum, dass Darth Malgus einige uralte Ruinen eines anderen Sith Lord entdeckt hat und untersucht. Und wenn Darth Malgus an etwas Interesse zeigt, dann kann es nie gut sein. Die Republik schickt ein Team hin, um die dortigen Vorgänge zu untersuchen, während das Imperium sie davon abhalten möchte.

Boyd zufolge ist der Planet nicht unbekannt im Star-Wars-Universum, bisher war er aber wenig bekannt und nicht sehr gut erforscht. Es ist "vermutlich das erste Mal", dass er visuell dargestellt wird. Zudem herrscht hier ein kaltes Klima und entsprechend düster und verschneit sieht die Oberfläche der Welt aus.

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Fans von The Old Republic wünschten sich eine Rückkehr nach Manaan.

Als neuer 8-Spieler-Raid aka Operation kommt The R-4 Anomaly hinzu. Hier setzt das dafür zuständige Team diesmal mehr auf einen "Space-Horror-Vibe". Soll heißen: Alles ist "sehr gruselig, sehr mysteriös", was für dauerhafte Anspannung sorgen soll. Der Ort wirkt düster, unheimlich, so, als könnte euch jederzeit irgendwas aus einer Ecke anspringen.

Schauplatz ist eine geheime Forschungseinrichtung des Imperiums, die sich inmitten eines Asteroiden befindet. Sie wurde von einer Splittergruppe des Imperiums, den Unmasked, besetzt. Die Unmasked sind besessen von den Möglichkeiten, die eine Kombination von Macht und Technologie bieten kann, um ihre Kräfte noch weiter zu stärken. Also mit Sicherheit ganz freundliche Typen. The R-4 Anomaly ist nicht direkt zum Launch verfügbar, kommt aber kurze Zeit nach Update 7.0.

Bekannte und neue Charaktere in The Old Republic

Was die Charaktere anbelangt, kehrt wie schon erwähnt Darth Malgus zurück, der wie üblich seine finsteren Pläne verfolgt. Ansonsten sind eine Reihe weiterer bekannter Figuren mit dabei, zum Beispiel die aus Onslaught bekannte Major Anri, ein Imperial Commando. Sie stehe laut Boyd stellvertretend für den "Fortschritt" des Imperiums. Heißt in dem Fall: Man ist nicht mehr komplett rassistisch, sondern begrüßt auch Aliens, wenn sie die finsteren Machenschaften unterstützen.

Ebenso sind Arn Peralun, mittlerweile ein Jedi-Ritter und die "Helle-Seite-der-Macht-Version von Anakin/Darth Vader", und Lana Beniko, "vielleicht unsere derzeit beliebteste Begleiterin", mit am Start. Letztere begleitet Spieler und Spielerinnen zum neuen Flashpoint, wenn sie lieber solo spielen. Das gilt auch für Darth Rivix, während Tau Idair auf Seiten der Republik mit nach Elom kommt.

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In der neuen Operation The R4-Anomaly wird es düster.

Außerdem lernt ihr den neuen Charakter Colonel Gallo kennen, der die Spezialkräfte auf Manaan anführt und weder Republik noch Imperium mag. Colonel Korrd ist indes der "imperiale Poster boy". Er versucht seinen Job effizient zu machen und leitet die Operation auf Manaan aus militärischer Sicht. Und dann wäre da Darth Norok, eine große Nummer in der Sith-Logistik. Aber nur weil er sich um Logistik kümmert, solltet ihr ihn nicht unterschätzen. Freundlich sieht er jedenfalls nicht aus.

Was darüber hinaus noch kommt? Nun, alle Karten hat BioWare vermutlich noch nicht auf den Tisch gelegt und bis zum Release von Legacy of the Sith ist ja noch ein wenig Zeit, um weitere Dinge zu zeigen.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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