Team Fortress 2

8 Gründe, warum es ein Hit werden könnte

Über kaum ein Spiel wurde bei seiner Enthüllung in der Fangemeinde so hitzig diskutiert wie bei Team Fortress 2 – vor allem wegen der Grafik. Denn der Wechsel von eher realistischen Optik zum Comicstil stößt keinesfalls nur auf Gegenliebe. „Sieht sehr geil aus und passt irgendwie“, meinen die einen. „Verharmlost das ganze Spiel und macht es zum Fungame statt zum höchst taktischen Teamshooter“, kritisieren die anderen.

Bei dieser ganzen Diskussion hat aber anscheinend kaum einer unter die Haube geschaut. Wie sieht es denn spielerisch aus? Keine Sorge, beim Betrachten dieses Aspekts kann man Team Fortress 2 schon jetzt eine rosige Zukunft voraussagen. Wir haben 8 Gründe zusammengetragen, warum das Spiel das Zeug zum Hit hat und Fans und Neueinsteiger gleichermaßen glücklich macht.

Weg mit den Granaten!

In Team Fortress konnte jede Klasse höchsteffektive Granaten mit sich herumschleppen. Die Entwickler bewiesen dabei jede Menge Einfallsreichtum und überraschten die Fangemeinde mit einigen ungewöhnlichen Ideen. Passend zur eigenen Klassenfunktion fungierten die Wurfgeschosse als klassisches Unterstützungsfeuer, zur Verwirrung der Gegner oder zum Blockieren einer Passage. Zusätzlich besaß jede Klasse einen Satz Standard-Granaten, wodurch selbst der Sanitäter jede Menge Zerstörung anrichten konnte.

Was einerseits für viel Vergnügen auf den Schlachtfeldern sorgte, führte im Umkehrschluss allerdings dazu, dass die Klassen-Grenzen etwas verwischt wurden. Man diskutierte heftig bei Valve und kam schließlich zu einem bedeutenden Entschluss: Im zweiten Teil werden die Granaten abgeschafft. Ab sofort besitzt nur noch der Demo-Man explosive Geschosse, die Flächenschaden verursachen.

Comics sind cool!

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Angriff der Comic-Männchen!

Das wohl am kritischsten beäugte „Feature“ von Team Fortress 2: Die Comicgrafik. Doch beim zweiten Hinsehen fragt man sich: Wieso? Die Optik wirkt keinesfalls verharmlosend oder kindisch. Wer mit dem Scharfschützengewehr Kopfschüsse verteilt, sieht die Gegner in einer Blutlache zusammenbrechen. Wer mit der Minigun im Dauerfeuer durch die gegnerischen Reihen wütet, lässt eine Schneise der Zerstörung hinter sich. Einschusslöcher zieren die Wände an den Stellen, wo keiner der bemitleidenswerten Gegenspieler stand.

Viel eher verleiht die Comicgrafik dem Spiel einen gewissen Coolnessfaktor. Das liegt vor allem an den überzeichneten Erscheinungsbildern der Klassen. Der Heavy Weapon Guy zum Beispiel sorgt mit seinem beachtlichen Bauchumfang, seiner imposanten Erscheinung und seinem kantigen Gesicht in Kombination mit der Minigun schon so für Respekt. Der lange, dürre Spion mit Maske, die nur Platz für Augen, Nase und eine Zigarette im Mund lässt, ist dagegen die Hinterhältigkeit in Person.

Rache ist süß

Tot. Gestorben. Schon wieder. Wie öde! Zumindest in anderen Spielen. In Team Fortress 2 dagegen wird man nach seinem Tod auf fieseste Weise angestachelt. Wer auch immer einen umgelegt hat – die Kamera zoomt an ihn ran, friert für einen kurzen Blick das Geschehen ein und unterlegt das hämische Bild mit dem Namen des Peinigers. Erwischt er Euch mehrere Male hintereinander, wird er sogar zu Eurer Nemesis auserkoren und Ihr erlangt Bonuspunkte, wenn Ihr es schafft, ihn um die Ecke zu bringen.

Die Welt braucht ein richtiges CTF!

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Der Scout macht sich an den Dokumenten zu schaffen.

Unreal Tournament hat eines. Far Cry hat eines. Doom 3 hat eines. Aber so wirklich erfolgreich ist es nirgends: „Capture the Flag“ gehört zu den Modi, die fast immer beim Multiplayerpart dabei sind und trotzdem selten eine große Fangemeinde finden. Team Fortress zeigte, wie man diesen Modus actionreich und interessant macht.

Speziell der Ingenieur mit seinen Verteidigungsanlagen und die schnellen Klassen zum Flaggenklau machen aus Team Fortress im Original die ideale CTF-Modifikation – und der zweite Teil führt die Vorbildfunktion fort. Nur heißt der Modus nicht CTF, sondern CTD – Capture the Documents. Dokumente, die im Tresor des Feindes lagern und nur darauf warten, gestohlen zu werden. Durch die Unterschiede der einzelnen Klassen wird es wieder zu spannenden Stellungskämpfen kommen – denn wer gibt schon freiwillig seine Dokumente preis.

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Über den Autor:

Simon Holthausen

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