Teufel Concept C 200 USB - Test

Der Teufel ist da!

Wenn es klingelt und ein Mann dich freundlich angrinst, mit einem lockeren „Der Teufel ist da!" auf den Lippen, dann weißt du, dass der Tag ungewöhnlich wird.

In meinem Falle war der Teufel ein humoristisch wertvoller Paketbote und wuchtete ein stolzes Paket die Treppe nach oben. Ich gebe zu, als ich die Berliner Boxenbauer um ein Testmuster ihres Teufel Concept C200 USB bat, hätte ich nicht gedacht, dass so eine Kiste ins Haus schneit. Etwa 15 Kilo Boxeninhalt sprechen eine deutliche Sprache: Das hier wird nicht der übliche Test eines 2.1 reiß-auf-werf-weg-Systems, das Ding muss was können.

Teufel Concept C200 USB

Preis: etwa 200 Euro

Hersteller: Teufel

Erhältlich über: Teufel

Schließlich sind ja 200 Euro auch kein Schnäppchen. Zumindest für PC-Lautsprecher. Und ein Umstand, den ich nie ganz verstanden habe, sind die Prioritäten mancher PC-Nutzer. Da steckt ein monströses Quad-SLI-System in der Kiste, Raptor-Festplatten drehen mit 10K im RAID, aber der Sound kommt von dem, was der Mainboard-Hersteller beim billigsten Anbieter als Auflöt-Soundkarte kriegen konnte. Um das Bild abzurunden, hängen dann mitunter sogar noch gute Boxen dran, die sich verzweifelt bemühen, das Minderwertige in etwas Hörbares zu verwandlen.

Das Concept 200C USB umgeht diesen Teufelskreis komplett und wird per USB-Kabel direkt angeschlossen. Windows erkennt das System als Soundkarte (sowohl bei XP als auch 7 ohne Probleme getestet) und die Verwandlung der Daten in Töne übernimmt der Teufel selbst. Das hat Vor- und Nachteile. Bei beschriebenen Szenario mit einem Onboardchip bringt das Ganze Wunder. So viel sei schon mal verraten: Es klingt einfach ... ok, welches Wort darf ich nehmen... schweinegeil? Zu polemisch. Wunderbar? Fast schon ein Understatement. Triceratopisch kolossal? Zu seltsam. Gewaltig? Ja, warum nicht. Der Klang ist gewaltig.

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Ein wenig Platz braucht ihr schon: Der Sub bringt es auf 20*45*38

Habt ihr jedoch eine gute Soundkarte verbaut, dann wird die plötzlich aus der Rechnung genommen, sobald ihr den USB-Anschluss des Teufel nutzt. Ihr könnt in diesem Falle über den AUX-Eingang per Chinch-Klinken-Kabel gehen, was erwiesen wunderbar funktioniert, aber eines der wichtigsten Features dieses Sets brachliegen lässt.

In jedem Falle lässt sich die erstaunlich massiv gebaute Kabelfernbedienung nutzen, die mit einem etwa 2 Meter ausreichend bemessenem Kabel an den Sub angesteckt wird. Neben dem Powerschalter, Reglern für Lautstärke und Bass bietet sie auch den obligatorischen Kopfhörereingang und einen Mikrofoneingang für Headsets. Dieser funktioniert natürlich nur, solange das Set über USB angeschlossen wird.

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Hübsch blau beleuchtet werden Bass und Lautstärke auf der Fernbedienung und dem Woofer gut sichtbar markiert und auch ausschalten lässt sich das System damit. Nicht ganz, denn der Stand-by konnte sich mal wieder nicht das rote Licht verkneifen. Warum?! Aus heißt aus. Es heißt nicht rotes Licht. Das sind 2 Watt, die man sich gut sparen könnte.

Mein vielleicht größter Kritikpunkt an dem Paket sind die restlichen Kabel. Das USB-Kabel, ein Standard-A-B wird zwar mitgeliefert, ist aber viel zu kurz mit einem knappen Meter. Noch dramatischer fällt aber das Urteil bei den Boxenkabeln aus. Erst einmal ein großes Lob, dass Standard-Lautsprecherkabel statt proprietärer Stecker genutzt werden. Ein weiteres Lob für die vergoldeten, schön großen Schraubklemmen am Sub.

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Martin Woger

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