Tom Holland äußert Selbstzweifel bezüglich Uncharted-Film - "Es war ein Fehler!"

'Cool Aussehen' geht wohl vor Schauspiel

  • Holland äußert Kritik an seiner eigenen Performance als Nathan Drake
  • Mit dem stark auf Optik ausgelegten Schauspiel habe er sich nicht wohlgefühlt
  • Einen solchen Action-Helden wolle er vermutlich nicht noch einmal spielen

Tom Holland spielt den jungen Nathan Drake in einer kommenden Film-Adaption der Action-Game-Reihe Uncharted. Im Interview mit GQ spricht er darüber und scheint nicht so zufrieden über seine Performance und seine Erfahrung mit der Rolle.

Während Tom zuvor noch über das gute Drehbuch des Films schwärmte, klingen seine Aussagen nun deutlich negativer, aber warum? Im Interview mit GQ sprach er darüber, wie er selbst seine eigene Performance am Uncharted-Set und seine Darstellung von Nathan Drake einschätze und offenbarte dabei einige Selbstzweifel.

"Es war ein Fehler und ist etwas, das ich wahrscheinlich nie wieder tun werde", sagt Tom über seine Rolle und meint damit wohl seine unangenehmen Gefühle und Komplexe bei Darstellung der Rolle. "Es war ein Experiment der Eitelkeit, das einen seltsamen Geschmack in seinem Mund hinterließ", schreibt GQ über Holland und seine Erfahrungen mit Uncharted.

Besonders lag das für Holland wohl daran, dass er diesmal einen typischen Action-Helden darstellen muss, weshalb es bei seiner Performance viel um Coolness, Muskeln und andere Äußerlichkeiten geht: "Sobald man anfängt, sich Gedanken darüber zu machen 'Sehe ich in dieser Aufnahme gut aus?', wird die Schauspielerei zu etwas anderem als der Darstellung einer Figur", erklärt Holland.

"Ich glaube, es gibt Elemente meiner Performance in Uncharted, wo ich irgendwie in den Bann geraten bin dieses 'Ich will jetzt gut aussehen. Ich will, dass das mein cooler Moment ist. Ich musste diesen sehr harten, sehr stoischen Typen spielen - im Grunde Mark Wahlberg sein. Meine Figur sollte in diesem Moment ein verdammter Action-Held sein!" Damit fühle Tom sich aber offenbar nicht ganz wohl, vor allem, da Mark Wahlberg im Film auch mit ihm zusammenspielt.

Nachdem es aus der Community durchaus Kritik am Casting des jungen Engländers gab (zum Beispiel auf Twitter), scheint Tom Holland allerdings selbst sein größter Kritiker zu sein. Ob die geäußerten Selbstzweifel zu seiner Performance bei einem noch nicht veröffentlichten Film und bei vielen unkonstruktiv-negativen Kommentaren zu seiner Person so taktisch klug war, sei einmal dahingestellt.

Nachfühlen kann man es ihm jedenfalls, dass man auch einmal von Selbstkritik geplagt ist und dass ihm die Oberflächlichkeit des Schauspiels eher unangenehm war.

Wichtig ist noch einmal zu betonen, damit es nicht falsch rüberkommt: Tom Holland kritisiert weder den Film selbst noch das Drehbuch, sondern nur das Gefühl, das er mit seiner Action-Rolle hatte. Es geht ihm einzig und allein um seine Schauspiel-Erfahrung am Set und das Unwohlsein gegenüber der Performance. Ob der Regisseur mit Hollands Aussage im Interview so glücklich sein wird, ist dennoch fraglich, weil man sie trotzdem als Kritik an seiner Auslegung der Nathan-Drake-Rolle lesen kann.

Es bleibt zu hoffen, dass Tom Holland im Nachhinein trotzdem positiv auf seine Uncharted-Zeit zurückblicken kann und der fertige Film trotzdem Spaß machen wird.

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Über den Autor:

Judith Carl

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News Redakteurin

Die Neue bei Eurogamer. Adventure-Freak und Fan von guten Geschichten. Begeisterte Sängerin. Mag Rollenspiel, Podcasts und Trashfilme.

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