Über Bethesda-Spiele auf PS5 und Switch wird "von Fall zu Fall" entschieden

Deathloop und Ghostwire: Tokyo bleiben zeitexklusiv auf der PS5

  • Phil Spencers klares 'Jein' zu PS5- und Switch-Versionen weckt zu gleichen Teilen Hoffnungen und Befürchtungen
  • Bethesda-Spiele hätten schon immer einen besonderen Platz auf der Xbox eingenommen
  • Deathloop und Ghostwire: Tokyo bleiben PS5-zeitexklusiv

Ich bin nicht sicher, wie die Reaktionen der PS5-Fans aussähen, wenn es andersherum wäre und Sony sich den renommierten Entwickler gekrallt hätte, dennoch sorgt der Kauf Bethesdas durch Microsoft für mehr Knieschlottern als man seinen Mitmenschen für gewöhnlich wünschen würden. Jüngste Aussagen von Xbox' Phil Spencer untermauern aber, dass Urteile der Marke "OMG, kein Fa llout/Elder Scrolls/Doom mehr auf der PS5!!" offenbar verfrüht wären.

In einem Gespräch mit Bloomberg betonte Spencer die lange Zusammenarbeit mit den Skyrim-Machern, deren Spiele immer einen "besonderen Platz auf der Xbox und in den Herzen von Millionen von Gamern rund um den Globus" eingenommen hätten.

Ein paar von diesen Herzen bluten gerade und offenbar sind Spencer gerade die Pflaster ausgegangen. Denn er lässt zwar die Türe für Bethesda-Spiele - und damit die Möglichkeit, an Spieleverkäufen auf anderen Plattformen als seiner eigenen Geld zu verdienen - offen, sagt aber auch nicht direkt, dass PS5-User keine Angst haben müssen, für Starfield ins grüne Lager wechseln zu müssen.

"Wir entscheiden über andere Konsolen von Fall zu Fall", so der Funktionär. Immerhin keine klare Absage Richtung Sony und kein zur Schau getragener Markenprotektionismus.

Ist es möglich, dass Microsoft selbst noch nicht weiß, wie es die Sache angehen soll? Sicherlich will man nicht als Buhmann dastehen, der Millionen an PlayStation-Usern ihre verlässlich auch ihnen zugänglichen Lieblingsserien wegnahm.

Deathloop und Ghostwire weiter PS5-zeitexklusiv

Die vor dem Kauf des Software-Hauses vereinbarten Zeitexklusivitäten von Arkanes Deathloop und Tango Gameworks' Ghostwire: Tokyo will Microsoft unterdessen ehren. Zumindest in dieser Hinsicht haben PS5-Spieler noch gut lachen.

Alles in allem ist Microsofts Kauf von Bethesda wohl deutlich unübersichtlicher als zunächst gedacht. Pete Hines sprach bereits davon, dass Bethesda weiter selbst publishen werde, und Todd Howard demonstrierte eine gewisse Plattformagnostik, als er schrieb, es sei "egal, worauf ihr spielt".

Auch wenn klar sein dürfte, dass man in Zukunft eine Xbox oder einen PC haben sollte, um sicher in den Genuss der pünktlichsten Version des jüngsten Bethesda-Rollenspiels zu kommen, ist anscheinend noch nicht aller Tage Abend, wenn es um Bethesda-Spiele auf der nächsten PlayStation geht.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel. test

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