Unser Gaming-Wochenende: Rust, Mass Effect Andromeda, Murder by Numbers und Apex Legends

Fremde Welten und Schrödingers Gesundheit.

Na, hattet ihr ein schönes Wochenende? Meines war eher von Faulheit geprägt, mal abgesehen vom Wocheneinkauf und dem Putzen der Wohnung. Sonst ging nicht viel ab, zumal das Wetter nicht das Beste war und nicht gerade damit lockte, sich nach draußen zu begeben. Bleibt umso mehr Zeit, sich mit Spielen und anderen Dingen zu befassen. Ist ja nicht so, als gäbe es da nicht genug zu tun. Bei uns sah das am Wochenende wie folgt aus:

Benjamin: Bei mir stand unter anderem mal wieder Assassin's Creed Valhalla auf dem Programm. Ich räumte eine weitere Region des Landes frei und befreite so den nächsten Fleck der Landkarte von Nebenaktivitäten - geht euch das Stapeln dieser Steinfiguren manchmal auch so auf den Keks wie mir? Fehlen noch ein paar andere. Von den Bereichen abseits von Englaland ganz zu schweigen. Puh, da liegt noch ein wenig was vor mir...

Abseits dessen habe ich letzte Woche mit meinem zweiten Durchgang von Mass Effect Andromeda begonnen. Diesmal richtig und in aller Ruhe, nachdem ich bei der ersten Runde mehr damit beschäftigt war, für unsere Lösung durch einzelne Teile durchzurushen. Ich bin gespannt, ob ich es diesmal beim entspannteren Spielen anders empfinde als damals. Und wir haben uns außerdem noch in Overcooked: All You Can Eat gestürzt, die Collection mit allen Inhalten der Reihe und dem überarbeiteten ersten Teil. Wir sind mittlerweile so eingespielt, dass gefühlt 85 Prozent der Küchen ein Kinderspiel sind. Aber manche Level sind heute noch so dermaßen knifflig und erfordern perfekte Küchenarbeit, das fällt selbst beim mittlerweile dritten oder vierten Mal nicht leichter. Aber hey, ganz ohne Herausforderung wär's ja langweilig.

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Wo noch nie ein Kroganer zuvor gewesen ist.

Melanie: Tja, was soll ich euch sagen. Bei mir stand der absolute Melli-Klassiker auf dem Programm: League of Legends. Lief eher ernüchternd, daher auf zu meinem neuen kompetitiven Zeitvertreib. Wie auch am letzten Wochenende habe ich mich wieder dem Looten und Überleben in Apex Legends gewidmet. Inzwischen ist der Aim etwas ruhiger (niedrigere Mausempfindlichkeit for the win!) und auch der ein oder andere Sieg war für mich und meinem Duo-Partner drin. Ich fühle mich wirklich privilegiert, nicht mit zufälligen Spielern in die Arena springen zu müssen. Gemeinsam verlieren ist nur halb so schlimm und zusammen gewinnen einfach noch viel schöner.

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Am liebsten spiele ich diesen komischen Vogel. Bloodhound kann Gegner aufdecken und hilft mir so dabei mich klug zu positionieren.

Ana: Es folgt eine kurze Unterbrechung: Denkt an die letzte Visual Novel, die ihr gespielt habt. War es eine klassische VN, doch irgendwie ein Adventure-Game oder eine Sound Novel? Oder war es gleichzeitig eine Barista-Simulation à la Coffee Talk? Vielleicht waren ja Tauben die Hauptcharaktere? Dieses Wochenende habe ich ein Auge auf Murder By Numbers geworfen: Eine Picross-VN. Picross werden auch Nonogramme genannt und sind Logikrätsel, bei denen ein Zahlenrätsel gelöst werden muss, mit dem am Ende ein Bild dargestellt wird. Namensgebend war Erfinderin Non Ishida. Die Kombination Nonogramme plus Games hatten wir bisher nur in Verbindung mit großen Namen, wie Mario's Picross oder Pokémon Picross - eine Visual Novel mit diesem Spielelement ist ein Debüt. Murder by Numbers erzählt die Geschichte einer kürzlich gekündigten Schauspielerin, deren Boss ermordet wird. Sie muss sich mithilfe eines kleinen Roboters durch Picrosse rätseln, um Beweise gegen ihre Schuld zu sammeln und damit den echten Mörder zu finden. Das Team hinter dem Spiel ist sehr vielversprechend: Die Charaktere wurden von niemand geringerem als Hatoful Boyfriends (die VN mit den Tauben) Designer Hato Moa entworfen, der Soundtrack stammt vom Ace-Attorney-Komponisten Masakazu Sugimori. Und bisher ist es wirklich so, als würde ich ein sehr abgefahrenes Ace Attorney spielen.

Ansonsten saß ich das Wochenende viel vor dem iPad. Wenn man die Möglichkeit hat, ist Apple Arcade echt was Feines. Ganz viel Fantasian konnte ich so genießen. Aber auch andere kleine Indie-Titel, die bestimmt noch in den nächsten Wochen erwähnt werden. Die Spiele sehen einfach toll aus, durch die iCloud sind die Speicherstände gleich auf allen Geräten und man kann so bequem von wo auch immer spielen. Klingt nach Werbung, aber es hat meine Wochenenden die letzten Wochen wirklich revolutioniert und damit meine ich: Auf der Couch liegen, Serien gucken und gleichzeitig arbeiten war noch nie einfacher. Fantasian hingegen ist voll von Katzen, schönen Charakteren, einem - wie könnte es auch anders sein - fantasievollen Reich und sehr einfachem Gameplay. Das machte die letzten Tage noch entspannter als sonst. Und dazu seht ihr diese Woche mit Sicherheit mehr.

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Ich, wenn Pinky Gloves mal wieder im Gespräch ist. Aber das war letztes Jahr noch kein Thema: Das Spiel nimmt ihre Picross mit Humor, denn so deutlich sind die Pixel oft nicht zu deuten.

Judith: Ich schwanke aktuell die ganze Zeit munter zwischen krank und gesund - Schrödingers Gesundheit so zu sagen. Also habe ich mir am Wochenende zumindest versucht, ein wenig auszuspannen und da war Zocken genau das Richtige. Und so habe ich mich als Singleplayerin auch mal in neue Gefilde gewagt, bin mit einer netten Bekannten in Rust auf Erkundungstour gegangen und wow, frisst dieses Spiel schon jetzt Stunden! Ehe man sich versieht, ist es auf einmal Nacht, bis man die ersten Hürden überwunden, die erste krude Kleidung angelegt, sich für das erste Friendly Fire entschuldigt und die erste Basis gebaut hat - das ganze in toller Landschaft und mit stimmungsvollem Soundtrack. Wie immer bin ich late to the party, aber Rust hat mir bisher ultra viel Spaß gemacht!

Und dann gibt es bei mir aktuell noch ein Spiel, das ich eigentlich nie spielen wollte: Dark Souls! Ausgerechnet ich als brave Story-Spielerin prügle mich im Moment durch die düstere Dark-Fantasy-Welt. Alles begann mit einer Challenge zum 1. April und gegen jede Erwartung hat es mich tatsächlich angefixt. Gerade stecke ich allerdings auch tief in der Rage-Quit-Frustration, will allerdings auch nicht aufgeben. Ich meine, der Machtrausch ist echt unwiderstehlich, ich kann einmal in meinem Leben sagen: Ich spiele DARK SOULS (ja, für mich ist das cool!) - habt ihr vielleicht Motivationstipps für eine Action-Game-Looserin wie mich?

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Und wie sieht euer Dark-Souls-Gesicht aus?

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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