Unser Gaming-Wochenende: Storyteller, Doom, Mothergunship, Reigns und Don't Starve Together

Action, Drama, Überlebenskampf, Speed und Brettspiele.

Und schon wieder ist das Wochenende rum und einmal mehr wächst die Erkenntnis, dass Wochenenden einfach viel zu kurz sind - vor allem, wenn man sie zockend verbringt. Immerhin ist man mit dieser Erleuchtung nicht allein und wir noch den flüchtigen Stunden nachtrauern und an der Petition für längere WEs arbeiten, gibt's hier den Rückblick auf die Spiele, die die freien Tage der Redaktion verschlungen haben.

Ana: Mein Wochenende war deutlich geselliger als normalerweise, was aber nicht heißt, dass ich weniger gespielt habe - denn es gibt da so eine Leidenschaft, die sich klammheimlich durch Kickstarter in unser Leben geschlichen hat und sie nennt sich: Brettspiele. Samstag spielte ich meine bisher größte Runde in Reigns. Der Name könnte euch bereits aus der Apple Arcade oder Steam bekannt sein, denn dort gibt es eine virtuelle Singleplayer-Version. In dem Gesellschaftsspiel geht es darum, einen Monarchen davon zu überzeugen, die persönlichen Anliegen der Berater ernst zu nehmen. Es gibt einen König oder eine Königin, je nachdem, wer die Krone buchstäblich auf dem Kopf hat, und diese Rolle wird reihum weitergegeben. Der Rest bekommt die Rolle "Berater". Berater haben alle ein individuelles Ziel und müssen die regierende Person davon überzeugen, dass die eigene Idee besonders wichtig für das Königreich sei. Am Ende gewinnt natürlich die Person mit den meisten Punkten! Da sich alle ihre eigene Geschichte ausdenken müssen und jede Rolle einer anderen ins Wort fallen kann, darf und soll, war die große Runde mit Reigns besonders aufregend!

4Souls
Wer sagt Videospiele machen einsam, hat keine Ahnung: The Binding of Isaac zum Beispiel gibt's auch als richtig unterhaltsames Gesellschaftsspiel!

Aber das war noch nicht alles, denn auch mein Sonntag war von einem Board Game geprägt. The Binding of Isaac ist bereits ein durch und durch bekanntes Indie-Roguelike, aber wusstet ihr, dass es dazu ein Kartenspiel von Designer Edmund McMillen gibt? Das nennt sich Four Souls und spielt sich ein wenig wie Munchkin - nur im gewohnten Isaac-Setting eben. Die traurigste Person darf anfangen und so würfelt man sich mithilfe von Loot, Münzen und Schätzen durch zufällige Monster, bis jemand in der Runde vier Seelen gesammelt hat. Auch hier darf man die Mitspieler unterstützen oder ihnen in den Rücken fallen. Bisher war und ist Four Souls mein absoluter Favorit, wenn es darum geht, einen Abend bei nettem Besuch aufzupeppen!

Benjamin: People Can Flys Outriders ist bei mir erst einmal abgehakt, nachdem ich die ganzen Nebenmissionen abgegrast und die entsprechenden Erfolge freigeschaltet habe. Weiter um mich geschossen habe ich trotzdem, indem ich mal wieder Doom (das Original!) anfing und ein paar Level der ersten Welt spielte. Klassisch und gut!

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Nicht quadratisch oder praktisch, aber gut!

Ansonsten... wie heißt es so schön? Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Weitere Meisterschaften und Fanrennen in Forza Horizon 3 sind geschafft, zumindest im Hauptspiel nähere ich mich langsam dem Punkt, an dem alle Rennen absolviert sind. In Minecraft Dungeons brachte ich die frostige Insel hinter mich und in Hyrule Warriors: Definitive Edition arbeiten wir uns auf der zweiten Abenteuerkarte voran.

Judith: Bei uns hat sich der August am Wochenende mal gedacht: Was, wenn ich Oktober wäre? Nichtsdestotrotz konnten wir ein paar schöne Stunden nutzen und mal wieder grillen - Bauchweh hab' ich davon noch immer, also hat es sich wohl gelohnt.

Danach musste ich etwas fasten und passend dazu gab es zum ersten Mal Don't Starve Together mit meinem Mitbewohner und es macht wirklich süchtig! Es ist auch wirklich, wirklich schwer, aber der Suchtfaktor ist trotzdem da! Das Learning by doing in Kombi mit absoluter Unvorhersehbarkeit ist genauso fies wie spannend und die Stunden fliegen nur so dahin. Wo kommen die aggressiven Schweinehunde her, die uns jetzt auf einmal angreifen? Warum versucht eine Schattenhand nachts das Lagerfeuer zu löschen? Und was machen wir mit dem wandelnden Baum, der uns platt machen will, um seine abgeholzten Brüder zu rächen? Fragen über Fragen und es wird nicht langweilig.

DontStarveTogether
Kein Problem: Niedrige Sanity kennen wir doch alle seit der Pandemie

Außerdem habe ich mich am Wochenende nach lange mal wieder komplett unvoreingenommen an ein Abenteuer herangewagt und wurde bisher nicht enttäuscht: The Forgotten City habe ich ohne viele Vorinformationen einfach mal gestartet und es hat mich tatsächlich schon nach den ersten Minuten gepackt. Zu viel will ich aber noch nicht verraten, denn vielleicht folgt dazu nämlich noch ein eigener Text, wer weiß?

Markus: Nachdem ich mich ganz dunkel daran erinnern konnte, dass Alexander vor zwei Jahren von Mothergunship recht angetan war und es in dieser Woche auch noch kostenlos im Epic Games Store erhältlich ist, dachte ich mir, ich geb' dem Ganzen auch mal einen kurzen Versuch. Aus dem "kurz" wurde nun irgendwie der Großteil des Wochenendes, da ich mal wieder im klassischen "nur noch ein Level" oder "das muss noch besser gehen" versumpft bin. Das kommt daher, dass das Spiel oberflächlich denkbar einfach funktioniert, was den Einstieg sehr leicht macht - springen, nicht treffen lassen und auf alles ballern, was sich bewegt.

Mothergunship
"Ballern bis der Arzt kommt" ist in Mothergunship nicht übertrieben.

Ist man aber erst einmal angefixt, kann der Bullet-Hell-Shooter aber auch deutlich komplexer werden - vor allem, wenn man einen Run bestmöglich abschließen will oder sich beim freien Zusammenschrauben des eigenen Waffenarsenals Fragen wie "nehme ich lieber die siebte Kettenkanone oder doch lieber den fünften Granatwerfer" gegenübersieht, wenn gleichzeitig Faktoren à la "wie schaffe ich es, dass die Konstruktion schön symmetrisch aussieht" oder "ein Schuss und der Energievorrat für die Monsterknarre ist alle" hinzukommen. Wer sich diese Fragen auch mal gerne stellen will, Mothergunship gibt's noch bis zum 5. August (17:00 Uhr) kostenlos.

Melanie: Nach Annapurnas Showcase am vergangenen Donnerstag musste ich einfach mal in die Demo von Storyteller reinschauen. Wer hier die wildesten Geschichten erwartet, der hat sich (wie ich) ein wenig zu viel versprochen, denn in diesem Game geht es nicht darum, eigene Geschichten zu erfinden, sondern um das Lösen von Rätseln. Figuren, Themen und Orte sind dabei von Kurzgeschichte zu Kurzgeschichte sehr ähnlich - viel Drama im Stil von Romeo und Julia. Immerhin ermöglicht das Spiel dabei auch homosexuelle Beziehungen. Mir hat das Spielprinzip an sich gut gefallen, leider war ich schnell von der inhaltlichen Oberflächlichkeit gelangweilt.

storyteller
Liebe, Herzschmerz und Mord - und das immer wieder.

Natürlich durften Klassiker wie Destiny 2, League of Legends und Legends of Runeterra nicht fehlen. Auch Splitgate wollte ich nach Alex' lobenden Worten einmal ausprobieren. Leider hatte ich wie schon bei New World immer das Pech, genau dann aufzukreuzen, wenn die Server in der Wartung waren. Zur Not spiele ich den kostenlosen Shooter eben nach dem offiziellen Release.

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Über den Autor:

Markus Hensel

Markus Hensel

Redakteur

Seit 2011 bei Eurogamer.de dabei. Zockt alles aus dem Hause Blizzard, insbesondere D3, Overwatch, Starcraft 2 und WoW-Raids (auch nach 10 Jahren noch). Hört Rock und Metal, hat einen Drachen-Fetisch, kann mit Fußball nichts anfangen, ist stolzer Besitzer eines Monstergrills und mag Kuchen und Kekse (viel zu sehr).

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