WoW: The Burning Crusade

Die Blutelfen

Willkommen zum ersten Teil unserer Vorschau-Reihe zu World of Warcraft: The Burning Crusade. In diesem Artikel widmen wir uns den sexy Blutelfen und entführen Euch in die neuen Gebiete von Azeroth.

Endlich kann ich als hässliche Untoten-Lady mit herunter hängenden sekundären Geschlechtsorganen zu guter Letzt doch mal etwas Schönem auf den Hintern schauen. Denn wenn wir mal ehrlich sind, ist der Spruch „ein schöner Rücken kann auch entzücken“ bei Undercitys Glöcknerinnen etwas unangebracht.

Als Blutelf darf man die folgenden Klassen wählen:

  • Jäger
  • Magier
  • Paladin
  • Priester
  • Schurke
  • Hexenmeister

Zickige Ex-Paladine

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Endlich etwas hübsches für die armen Horden-Spieler.

Wieso sich die Blutelfen der Horde anschließen, erklärt sich in der traurigen Vorgeschichte: Während des „Dritten Krieges“ marschiert Todesritter Arthas mitsamt der Geißel in Quel'Thalas ein – dem mächtigen, aber friedlichen Königreich der Hochelfen an der Küste Lordaerons. Durch seine zahlenmäßig überlegene und erbarmungslose Untoten-Armee löscht der ehemalige Paladin die Elfensippe fast gänzlich aus, verwüstet die Region und entweiht zudem ihre Quelle der Macht, den Sonnenbrunnen. Die wenigen Überlebenden des Übergriffes retten sich in die nahen Wälder und entfliehen somit den todbringenden Klauen der Geißel. In Erinnerung an die gefallenen Brüder und Schwestern ihres Volkes bezeichnen sie sich fortan als Blutelfen und ziehen unter der Führung Kael'thas Sunstrider, dem letzten Prinzen von Quel'Thalas, in die Scherbenwelt.

Das Ganze geschah vor rund fünf Jahren. Die verbliebenen Blutelfen, die sich seinerzeit nicht Kaels Tross anschließen konnten, fristen nun in Silbermond und Umgebung ihr Dasein. Ohne die Unterstützung ihrer damaligen Allianz-Verbündeten, die sich aufgrund der neu erlernten dämonischen Fähigkeiten der Blutelfen von ihnen los sagten, ist die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit den Geschwistern in der Scherbenwelt gering. In ihrer Verzweiflung bitten sie die Horde um Hilfe...

Besoffene Elfen und echte Schweine

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Da hat unser Gegenüber ja wirklich noch mal Schwein gehabt, dass er so billig davon gekommen ist.

Kaum beendet das Intro die erschütternde Vorführung, befindet man sich auch schon im gewohnten Geschehen. Der erste NPC mit einem Ausrufezeichen über dem Kopf wartet auf willige Arbeitnehmer. Vermutlich hat er irgend etwas verloren bei seinem „taktischen“ Rückzug aus dem feindlichem Gebiet oder etwaige Viecher stören seinen Tagesablauf. Und wie zu Erwarten, trifft sogar beides zu: Rings herum soll man zurück gelassene Habseligkeiten aufsammeln und nebenbei auch gleich die armen Tiere um die Ecke bringen. Wie man also sieht, gibt es Quest-mäßig nicht gerade irgendwelche besonderen Neuheiten: Suche dies, suche jenes, töte zehn davon, reiß den armen Viechern dabei auch noch die Ohren ab und bring diese gleich zum mächtigen Magier von nebenan.

Trotz der bekannten Aufgaben-Mechanik sind einige Aufträge allerdings abwechslungsreich verpackt. So muss man beispielsweise die Ausstatter eines Festes hilfreich unter die Arme greifen und Alkohol und Essen von diversen Händlern aus der Hauptstadt und des näheren Umkreises heran schaffen. Ist der Job getan, erhält man vollen Zugang zu den Festlichkeiten und kann erstaunlicher Weise besoffene und lallende Blutelfen bewundern. Oder alternativ selbst zur Flasche greifen und sich die Taschen und den Magen mit den angebotenen Leckereien voll stopfen.

Ein weiteres Beispiel: Zwei Zauberlehrlinge haben dummerweise das Buch ihres Chefs, einem mächtigen Magier, verloren – in einem See! Da die jungen Adepten aber nicht ihre kostbaren Roben ruinieren wollen, soll man für sie ins Wasser hüpfen. Nachdem das gute, aber nun völlig durchnässte Stück gefunden ist, verlangen die eingebildeten Kerle, dass man die Schuld auf sich nimmt. Natürlich, kein Problem. Beim Gespräch mit dem Magier darf man die Burschen allerdings richtig rein reiten und bleibt bei der Wahrheit. Der Magier ist begeistert, gibt einem einen magischen Stock und den Rat, damit in der Nähe der beiden herum zu fuchteln. Also wieder den Weg zurück zu den beiden Schülern, Stab gefuchelt und schwups, einer verwandelt sich in ein stattliches, grunzendes Schwein.

Chocobo-Klau und roter Bau

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Die Elfenmounts erinnern stark an die Reittiere von Final Fantasy.

Wo wir noch beim Thema „rennen“ sind: Natürlich bekommen auch die Blutelfen ein eigenes Mount spendiert. Zwischen zwei Quests begegnet einem der Händler für Reittiere. Allerdings kam ich mir beim ersten Blick auf die Mounts wie einem falschen Spiel vor. Hab ich vielleicht doch Final Fantasy XI anstatt World of Warcraft gestartet? Die knallbunten, gefederten Reittiere sehen den Chocobos aus Final Fantasy aber wirklich täuschend ähnlich.

Übrigens geht es auch recht bunt in der Gestaltung der Umgebung zu: Alles ist voller grüner Wiesen und blühender Natur, obwohl die rote Farbe bei Bäumen, Sträuchern und Gebäuden eindeutig überwiegt. Fliegende magische Besen kümmern sich um anfallenden Dreck und auch ansonsten fliegt eine ganze Menge durch die Gegend. Neben schwebenden Tischen und Gebäuden, kreuzt da auch die ein oder andere Flasche die Sicht. Kurz: Eine wahrlich zauberhafte Elfen-Stadt, wie man sie sich vorstellt. Wobei die Pestilenznarbe, die durch das gesamte Land verläuft, deutlich das schön gezeichnete Bild stört.

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Über den Autor:

Christian Witte

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