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Assassin's Creed Valhalla: Die Zeichen Ragnaröks - Test: Der bisher beste DLC

Mit Odin begebt ihr euch im neuen DLC für Assassin's Creed Valhalla auf eine Reise nach Svartalfheim.
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Eivor macht größtenteils Platz für Odin, der sich mit göttlichen Kräften im bisher besten Valhalla-DLC durch Svartalfheim kämpft.

Eine wichtige Frage, die ihr euch beim neuen DLC Die Zeichen Ragnaröks für Assassin's Creed Valhalla stellen solltet, ist folgende: Wie gut haben euch die Traumsequenzen in Asgard und Co. im Hauptspiel gefallen? Die neueste Story-Erweiterung für Valhalla geht hier nämlich all in und schickt euch in das Zwergenkönigreich Svartalfheim, das im Chaos versinkt. Wenn euch diese Abschnitte also nicht gefallen haben, könnte das hier zum Problem werden.

Wobei dieser Aspekt nichts über die Qualität des DLCs an sich aussagt. Aber ob sich durch ihn an eurer Einstellung zu den Traumsequenzen was ändert, ist eine ganz andere Sache. Jedenfalls seid ihr hier als Odin unterwegs und versucht die Zwerge zu unterstützen. Eigentlich geht es ihm aber eher darum, seinen Sohn Baldr zurückzuholen. Der wurde von einem unbesiegbaren Feuerriesen namens Surt entführt. Irgendein Problem gibt es als Gott ja immer zu lösen...

Mit Odin in die Traumwelt von Die Zeichen Ragnaröks

Im Vergleich zu Asgard und Jötunheim, die mehr eine Art kleine Abwechslung waren, hat der neue DLC auch deutlich mehr zu bieten. Zugleich fühlt ihr euch hier spürbar göttlicher, denn Odin bringt frische Kräfte und Fähigkeiten mit sich. Nicht nur das, ihr erfahrt mehr über Odins Leben und seine Absichten. Zeitlich spielt das Ganze nach den beiden Sequenzen im Hauptspiel und vor dem Ragnarök.

Feuer erweist sich - völlig überraschend - als recht effektiv gegen Eis.

Was nicht heißen soll, dass ihr hier gar nichts von Eivor habt. Wie bei den anderen Traumsequenzen habt ihr jederzeit die Chance, diesen Traum zu verlassen und nach England zurückzukehren. In kleinen Sequenzen am Lagerfeuer versucht Eivor das zu verarbeiten und zu verstehen, was in der Traumwelt passiert, auch alte Bekannte kehren dafür zurück. Der primäre Fokus von Die Zeichen Ragnaröks liegt aber eindeutig auf Svartalfheim.

Die Rückkehr nach England verdeutlicht zugleich die mächtigen neuen Fähigkeiten von Odin in der Traumwelt. Ihr könnt verschiedene Kräfte beherrschen und damit neben anderen Dingen etwa immun gegen Lava werden, gefallene Feinde aus dem Jenseits zurückholen und an eurer Seite kämpfen lassen und euch als Rabe durch die Gegend fliegen. Dadurch ergeben sich zugleich neue Attentatsmöglichkeiten, indem ihr etwa als Rabe auf einem Gegner landet und ihn auf die Art ausschaltet. Zugleich setzt ihr eure neuen Kräfte natürlich auch für Rätsel und dergleichen ein. Es ist ein deutlicher Unterschied zu den Fähigkeiten, die Eivor in früheren Erweiterungen dazugewonnen hat, und sie lassen die Erweiterung gegenüber den anderen hervorstechen. Boten euch die beiden vorherigen Story-DLCs zu sehr mehr vom Gleichen, wird euch hier spielerisch und optisch definitiv mehr Abwechslung geboten.

Sich als Rabe zu nähern und in Die Zeichen Ragnaröks Attentate auszuführen, ist eine der cooleren Neuerungen.

Auch Die Zeichen Ragnaröks bleibt letztlich Assassin's Creed

Grundsätzlich ist die Erweiterung als Endgame-Inhalt konzipiert, ihr könnt aber auch direkt in sie einsteigen und im Zuge dessen automatisch den erforderlichen Level für euren Charakter erhalten, wenn ihr das möchtet. Stellt euch auf jeden Fall darauf ein, viel Zeit mit Zwergen zu verbringen, schließlich haltet ihr euch ja in einem Zwergenkönigreich auf. Wobei die für Odin eigentlich nur Mittel zum Zweck sind, primär geht es ihm um die Rettung von Baldr und darum, Ragnarök zu verhindern. Wenn man dabei noch den Zwergen hilft, ist das halt nebenbei eine ganz nette Sache.

Damit ihr mit euren göttlichen Kräften nicht zu übermächtig werdet und alles mit einem Fingerschnippen in Schutt und Asche verwandelt, gibt es die neue Hugr-Magie. Die füllt ihr über Kämpfe, Jagden oder blühende Blumen wieder auf, zusätzlich lassen sich nur zwei Kräfte gleichzeitig mit eurem entsprechenden Gadget verwenden. Dadurch seid ihr zwar immer noch mächtig und ihr könnt die Kräfte auch weiter verbessern, aber das hält alles noch ein wenig im Zaum.

Teleportieren in Die Zeichen Ragnaröks? Kein Problem!

Primär kommt das alles im Kampf zum Einsatz, zumal eure Feuer-Fähigkeit euch vor Lava schützt, was hier ganz nützlich ist. Alternativ lassen sich die Kräfte aber ebenso einsetzen, um Feinde zu umgehen oder sie, wie erwähnt, mit neuen Methoden heimlich auszuschalten. Die Geschichte ist dabei gut erzählt und inszeniert, wenngleich das Ende einen Tick zu abrupt kommt, und konzentriert sich vor allem auf die Zwerge und eure Widersacher. Die Beziehung zwischen Odin und seinem Sohn Baldr kommt hingegen ein wenig zu kurz. Mit der Hauptstory habt ihr letztlich eine Beschäftigung für rund 15 Stunden. Assassin's-Creed-typisch kommen noch einmal einige Stunden mehr hinzu, wenn ihr alles sammeln, alle Aktivitäten und Rätsel erledigen möchtet und so weiter.

Ubisofts neue Kampfarena hilft auch wenig dabei, für das besondere Etwas zu sorgen. Letztlich absolviert ihr hier Kampf um Kampf mit verschiedenen Modifikatoren, um neue Ausrüstung freizuschalten. Im Großen und Ganzen fühlt sich das doch wieder nach Grind an, dem man nach einer Weile überdrüssig wird. Gibt es denn keine frischen Ideen mehr?

Assassin's Creed Valhalla: Die Zeichen Ragnaröks Test - Fazit

Die Zeichen Ragnaröks bietet euch eine Menge Inhalt fürs Geld und unterscheidet sich vom Ansatz der bisherigen Erweiterungen, in denen ihr mit Eivor in anderen Gebieten der realen Welt unterwegs wart. Odins Reise setzt stärker auf die fantastischen Elemente, bringt tolle neue Kräfte mit sich und ist besonders für alle einen Blick wert, die bereits im Hauptspiel mit den Traumsequenzen ihre Freude hatten. Das bringt ein wenig mehr Abwechslung ins Spiel, wenngleich es im Kern weiterhin Assassin's Creed ist, hier halt mit göttlichen Kräften. Habt ihr Valhalla bereits abgehakt, wird euch das hier wohl eher nicht hinterm Ofen hervorlocken kann. Könnt ihr aber nicht genug vom Spiel kriegen, lohnt es sich, die Zeichen Ragnaröks näher zu untersuchen, es ist bisher der beste DLC für das Spiel.

In unserer Test-Philosophie findest du mehr darüber, wie wir testen.

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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur, seit 2006 bei Eurogamer.de und schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps.

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