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Sebastian Thor

Redakteur - Eurogamer.de

Steht auf Bier und Bloodsport. Mag weiche Sofas und verliert sich gern in Gedanken an dies und das. Seit 2014 bei Eurogamer dabei. Nervt seine Kollegen mit Satzzeichen und solchen Dingen. Kümmert sich um das wundervolle Rock, Paper, Shotgun, und das solltet ihr ebenfalls.

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FeatureNa endlich: Kingdom Come - Deliverance ist ein Spiel geworden

Jedenfalls, wenn man nach der ersten Stunde geht.

Gut, gut. Jetzt muss Kingdom Come: Deliverance über die angepeilten 50 Stunden, die es im Schnitt dauern soll, bloß noch so rund laufen wie in der gamescom-Demo. Die Bedenken sind nicht so weit hergeholt. Wir hatten vier Jahre Zeit, die Entwicklung von der toll klingenden Idee eines Fantasy-befreiten Mittelalter-RPGs mit verzahnten Systemen zum tatsächlich spielbaren Keine-Fantasy-RPG zu erleben. Ob inhaltlich alles so tief ineinandergreift, wie man es sich ausmalt (hier ein früherer Einblick mit mehr Details), werden wir zum Release im Februar sehen. Nett jedenfalls, dass die schlimmen Löcher der seit etwa zwei Jahren spielbaren Version gestopft scheinen. Einige waren verflucht erheiternd. Fragt mich nicht, welche Versionsnummer im Early-Access-Verlauf es war, die hierfür den Stoff liefert. Die Kurzform: Ich schlug aus Lust und Laune auf eine Bauersfrau ein, bis sie schreiend die Flucht ergriff. Vom Tumult alarmierte Wachen stürmten klingenklappernd herbei und... prügelten noch fester auf sie ein. Für einen Moment hatte ich den Spaß meines Lebens, nur vielleicht aus den falschen Gründen.

Mindestens so aufregend, wie Dishonored zu spielen, ist für mich das Anschauen von Videos, was andere Leute mit den Fertigkeiten eines übernatürlichen Attentäters anstellen. Wie sie die tief in den Spielverlauf eingreifenden Systeme über mehrere gedankliche Ecken kombinieren, Items miteinbeziehen und sich die Offenheit der Level zu eigen machen. Dishonored: Tod des Outsiders hat nur drei solcher Kräfte und trotzdem gab es diesen Aha-Moment nach kurzer Zeit. Möglich ist das unter anderem, weil euch Entwickler Arkane sehr früh Zugriff auf das komplette Repertoire gibt. Statt eines an seinen Mechaniken wachsenden Spielablaufs ist hier jeder Abschnitt in der Annahme gestaltet, dass der Spieler jederzeit Zugriff auf alle Kräfte hat.

FeatureThe Evil Within 2 ist vertrauter als gedacht

Wer will es diesem blutigen Knochenbrecher verübeln?

Im The-Consequence-DLC zum ersten Teil von The Evil Within hoffte ich auf einen etwas fokussierteren Nachfolger. Fokussierter im Sinne eines Spiels, das nicht kopflos allen Horrorschulen folgt und ihren Lehrplan in einem Riesendurcheinander zerkocht zu etwas... ebenso Faszinierendem wie Sonderbarem. Sonderbar wiederum auf die gute Art. Ich weiß das, denn ich habe den Vorgänger vor Kurzem erneut durchgespielt und bereue rückblickend höchstens zwei der zwölf Stunden und 24 Minuten, die dieser zu lang, zu zerfasert ausfällt.

A Knight's Quest ist eine offenherzige Zelda-Hommage mit einem Grafikstil irgendwo zwischen Breath of the Wilds urwüchsigen Grasflächen voller Lichtstaub und Wind Wakers greller Leuchtkraft. Umso beachtlicher, da die beiden Vorspieler auf der Gamescom die einzigen an der Entwicklung beteiligten Leute sind. Ihr Studio, wenn man das so nennen möchte, heißt Sky 9 Games. Jupp, freigeistige und unglaubliche Zeiten sind das. In denen zwei Männer ein Spiel entwickeln, das Zelda die Ehre auf allen möglichen Wegen erweist.

FeatureDas Leben nach Dark Souls und die Rückkehr zu King's Field

Habe ich das gerade wirklich durchgespielt?

King's Field gilt als früheste Spielproduktion From Softwares und als geistiger Vorläufer ihrer Souls-Reihe. Gleich komme ich zur seltsamen Laune, die mich kürzlich zum Durchspielen des vierten und seither letzten Hauptteils (2001, PS2) veranlasste. Vorher haben wir kurz Zeit für ein bisschen Verwunderung, dass die Reihe heutzutage nicht wenigstens ein paar Unterhaltungen streift. Sei es, weil From nicht erst seit gestern als renommiertes Entwicklerstudio Oberwasser genießt, oder beim Austausch über dieses komische Damals, von dem immer alle schwärmen. Wenn man zum Beispiel über die erste Playstation redet, der 3D-Spiele einen wichtigen Abschnitt ihrer Pubertät verdanken, als Findungsphase voller Flausen und jugendlichem Überschwang.

FeatureWarum warten alle auf Beyond Good and Evil 2?

Ist ja nicht so, als hätte man eine andere Wahl.

Beyond Good and Evil. Warum warten alle auf die Fortsetzung eines Spiels, das als kostenlose Käsebeilage vermutlich die größte Aufmerksamkeit bekam? "Weil man die Fortsetzung noch nicht kaufen kann" dürfte als Antwort wenig gewinnbringend ausfallen. Tasten wir uns langsam vor: weil der erste Teil toll war und die Welt unbedingt mehr tolle Spiele braucht. Es ist wie bei Shenmue, Okami oder jedem anderen Liebling, der sich bis heute vor Fanpost wegducken muss. Sie trafen den Nerv ihrer Zeit und ragten aus dem Umfeld heraus. Hat man sie nicht selbst gespielt, hört man von woanders nur den Rat, besser seine Prioritäten der Lebensgestaltung zu überdenken.

FeatureE3 2017: Die Top-5-Shooter der Messe

Bewährtes, Neues, Wiederaufgetauchtes.

Die E3 2017 ist vorbei, Shooter sind es nicht. Um die fünf besten davon geht es heute. Macht es euch etwas aus, zu diesem Anlass eine eigene Einleitung zu formulieren? Zur Verfügung stehen unter anderem "dicke Wummen", "blaue Bohnen", "ordentlich krachen lassen", "Gastgeberwettbewerb", "auf die Nuss" und "Bulletstorm 2". Ansonsten hier die fünf Schießspiele, die zumindest ganz cool und im besten Fall sogar großartig werden.

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