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Gregor Thomanek

Freier Redakteur

Trinkt gern Kaffee und liebt Videospiele, im Idealfall beides auf einmal. Ist für alles zu haben, was aus Japan kommt. Hat nie Herr der Ringe gesehen und findet, das sollte auch so bleiben. Gründet irgendwann einen Ryan-Gosling-Fanclub. Hat seine Katze "Yoshi" genannt, bereut nichts. Konsolenkind.

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Sobald jemand dieser Tage den Begriff "Bioware" fallenlässt, scheint ein Gespräch über den bevorstehenden "Es ist kein Destiny aber irgendwie doch"-Shooter Anthem unausweichlich zu sein. Das dürfte auch den kanadischen Entwicklern selbst aufgefallen sein, weshalb sie in einem Blogpost nun vorsichtig daran erinnert haben, dass sie noch eine weitere bedeutungsschwangere Marke im Portfolio haben: Dragon Age.

Dass die Yakuza-Spiele (auch bekannt als "Diese Geheimtipp-Serie, die ihr schon immer mal nachholen wolltet") mit zahlreichen Portierungen auf moderne Systeme endlich einer breiteren Masse zugänglich gemacht werden, war eine der angenehmeren Überraschungen dieses Jahres. Speziell die im Sommer veröffentlichte PC-Version von Yakuza 0 hat der Popularisierung dieser Vollblut-Videospiele einen enormen Auftrieb verschafft. Nach dem Prequel sollte mit Kiwami auch ein Remake des ersten Teils auf Steam folgen, allerdings reagierte Publisher Sega bei bohrenden Fragen nach einem konkreten Datum bislang lediglich mit einem müden Schulterzucken.

Mehr als alles andere ist die Super-Smash-Bros.-Reihe ein in Pixel und Polygone gegossenes "Was wäre, wenn?"-Szenario. Ein spielgewordenes Crossover jener Art, wie sie gern leidenschaftlich auf Schulhöfen diskutiert werden: "Pff, Link hätte mit seinem Zahnstocher nicht den Hauch einer Chance gegen Samus' Power-Beam!" [Anm.: Für das richtige Schulhof-Feeling hier bitte "Powa-Biim" betonen] - "Klar hätte er die! Link ist viel flinker und agiler als Samus in ihrer klobigen Rüstung!"

Die meisten von uns dürften sich bei Switch-Portierungen von technisch überlegenen Systemen längst mit gewissen Kompromissen arrangiert haben. Während wir hier allerdings überwiegend von einer niedrigeren Auflösung oder Bildrate sprechen, hat die Umsetzung von Civilization 6 ein eher ungewöhnliches Problem: Sie kommt ohne Online-Modus auf Nintendos erfolgreichen Hybrid.

Im Februar 2018 veröffentliche die englische Gaming-Website "Trusted Reviews" einen auf vertraulichen Rockstar-Dokumenten basierenden Artikel und sorgte damit für einen der größeren Red-Dead-Redemption-2-Leaks. Nun sah man sich gezwungen, die Meldung vom Netz zu nehmen - und spendete über eine Millionen Euro an von Take-Two ausgewählte karikative Einrichtungen.

Wisst ihr noch, wie Bethesda erst vor wenigen Tagen beschwichtigend erklärte, es könne in Fallout 76 durchaus zu einigen unschönen Bugs kommen? Nun, inzwischen wissen wir, woher dieser vorauseilende Gehorsam rührte: Nachdem wir erst gestern über einen Fehler berichteten, der mal eben sportliche 50 GB an Daten löschte, ist nun ein "eingebauter" Speedhack der PC-Version aufgetaucht.

Sunset Overdrive ist eines jener Spiele, die man zufällig aus der Grabbelkiste beim nächstbesten Elektromarkt fischt und sich nach den ersten Stunden fragt, warum man noch nicht viel früher davon gehört hat. Nun, in diesem Fall dürfte das vor allem daran liegen, dass Insomniacs lebensbejahendes Open-World-Spektakel bislang ein Stück weit auf der Xbox One gefangen war. Nach über vier Jahren könnte sich das demnächst aber endlich ändern, da uns offenbar eine PC-Version ins Haus steht. Darauf deutet jedenfalls eine entsprechende Alterseinstufung der ESRB, mehr oder weniger dem US-Pendant der deutschen USK.

Diese Kollaboration kommt selbst für ein Spiel überraschend, das überhaupt erst durch das Verschmelzen verschiedener Welten bekannt wurde: Das Eröffnungsthema von Kingdom Heart 3 entspringt einer Zusammenarbeit von Dubstep-DJ Skrillex und der amerikanisch-japanischen Sängerin Hikaru Utada. Das kam unerwartet.

Wer glaubt, nach der erst gestern gestarteten Season 6 könnte Fortnite unmöglich noch mehr Aufmerksamkeit generieren, wird nun auf unangenehme Weise eines Besseren belehrt. Es ist jedoch fraglich, ob Entwickler Epic Games unbedingt folgende Schlagzeile durchs Internet schicken wollte: Ein weiblicher Fortnite-Charakter verfügt nun über Brustphysik. Seufz.

Zu den (noch) verrückteren Anblicken auf Tokyos Straßen gehört eine gelegentlich mit plärrender Musik vorbeirauschende Real-Life-Version von Mario Kart. Jepp, echte Leute, die sich in echten Kostümen von Mario, Peach, Bowser und der gesamten Pilzkönigreich-Rasselbande in echten Go-Karts über echte Straßen schlängeln, während überforderte Passanten hektisch ihr Smartphone aus der Tasche kramen, um die Szene später mit der Bemerkung "Das ist ja SO Japan, kawaii!" ihren Freunden zu zeigen.

Martialische Mechs, brachialer Metal, knallige Farben, kurzum: Viel Zeug, um Daemon X Machina aus dem Stand auf einige Most-Wanted-Listen zu katapultieren. Mit weiterreichenden Informationen war seit der E3-Ankündigung allerdings so eine Sache, doch offenbar hat sich Nintendo diese für die 30-minütigen und von Produzent Kenichiro Tsukuda kommentierten Gamescom-Spielszenen aufgespart.

Das zeitlose Grauen der Lovecraft'schen Erzählungen ist unter Entwicklern derzeit offenbar ganz besonders en vogue: Neben dem ebenfalls auf der Gamescom präsentierten The Sinking City veröffentlichte dort auch Publisher Focus Home Interactive neue Eindrücke von Call of Cthulhu. Zwar gab es bereits im Rahmen der E3 einige wenige Spielfetzen zu sehen. In Köln zeigte man nun jedoch weitaus zusammenhängendere, von einem Erzähler erläuterte Szenen des Spiels aus dem Hause Cyanide (Styx: Master of Shadows, Of Orcs and Men).

Shigeru Miyamoto warnt die Spielebranche: "Wir dürfen nicht gierig sein"

"Unsere Spiele müssen einen gewissen Wert haben."

Auf der Computer Entertainment Developers Conference (CEDEC) im japanischen Yokohama hat Shigeru Miyamoto abermals unter Beweis gestellt, warum seinem Namen häufig der Zusatz "Nintendo-Legende" folgt - und warum das keinesfalls nur einer jener leichtfertig verwendeten Superlative ist, um die die Spielebranche für gewöhnlich nicht verlegen ist. In seinem Vortrag warnte der 65-jährige Mario-Schöpfer die Industrie vor kurzfristig gedachten Geschäftsmodellen und sprach zugleich über zukunftsgewandte Alternativen (Übersetzung via Bloomberg).

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