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Martin Woger

Chief Editor - Eurogamer.de

Defender, Ringe, 1W6+4, NCC-1701, 8086, Ultima, Cid, SEGA, like tears in rain, B. Guardian, nicht Silmarillion, F. Mercury, PC-Player, Arena, id, Mage, LiveLink, Eurogamer, Chefredakteur...

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So langsam kann einem die Wii U ein wenig leid tun: Sollte das Tempo und die Zahl der Re-Releases so weitergehen, dann hat sie bald keine Exklusivspiele mehr übrig. Und das wäre schlimm, weil... Nein, es wäre überhaupt nicht schlimm, im Gegenteil. Die Wii U war eine seltsame Konsole mit ein paar wirklich guten Titeln, die von nicht genug Leuten gespielt wurden. Und das ändert sin nun nach und nach. Ich bin mal durch die Liste gegangen und scheinbar fehlen von den guten Dingen nur noch Mario 3D World, Mario Maker, Pikmin 3, Wonderful 101 und das süßeste aller Spiele ever: Yoshis Woolly World. Und zumindest das Letzte dürfte ziemlich sicher auch kommen, denn wenn man jetzt Mario und Luigis initiale Abenteuer umsetzt, dann darf das Reittier doch nicht vergessen werden.

HerausragendNubert nuVero 30 Test - Bitte hereinspaziert in den Sound!

Eine ungewöhnliche Dipol-Box für ein etwas anderes Stereo-Erlebnis.

Man gönnt sich ja sonst nichts... Gleich vorweg, das sind passive Lautsprecher, bei denen ein Paar ungefähr 1.100 Euro kostet. Das ist ungefähr das Fünffache, was das übliche Elektromarkt-Soundbar-Set kostet, das Dreifache dessen, was eine gute Bose-Bluetooth-Rolle einem abfordert und das setzt auch noch einen entsprechenden Verstärker voraus. Wobei das jetzt nicht so das Problem ist, vor allem, wenn es keine Neuware sein muss, aber ja, wir reden hier von Stereo für echt viel Geld. Aber die nuVero 30 haben eine Eigenschaft, die ich unbedingt einmal intensiver testen wollte, auch in anderen Zusammenhängen als ihrer eigentlichen Bestimmung - und dieses Feature heißt Dipol.

FeatureTurrican: Rise of the Machine: "Man kann sich nicht hinter aufwendiger Produktion verstecken"

Chris Hülsbeck über Turrican 4, Chiptunes in 2018 und die Wiederentdeckung des Amiga

Auf Turrican 4 müssen wir immer noch warten und ich denke, es kann auch noch ein wenig dauern. Aber es fällt aktuell leichter, sich dabei zu trösten, dass sogar Bubsy fortgesetzt wird. Denn zum einen beschert uns Bubsy: Return of the Woolies zwar kein gutes Spiel, aber ein paar gute Tracks von Chris Hülsbeck, und vor allem hat er schon mal den Soundtrack für ein neues Turrican vorweggenommen. Turrican: Rise of the Machine ist der Soundtrack zu einem Spiel, das nur in seiner Vorstellung existiert, aber von der Kickstarter-Backer-Community und ihren Ideen zusammengebaut wurde. Und sollte dieser Soundtrack ein Hinweis auf die Qualität eines neuen Spiels sein, dann steht uns eines Tages Großes bevor. Aber bis dahin: Hört Rise of the Machine, träumt ein wenig von verschachtelten Welten, Metroid-Herumrollen und einem Laserkanonen-Arm. Das und lest ein kleines Interview mit Chris Hülsbeck.

Inzwischen gibt es so viele Spiele jedes Jahr. Die üblichen, verdächtigen Triple-As natürlich, die großen Indies, aber auch Tonnen an kleineren, aber nicht weniger spannenden Projekten. Wobei, zu sehen, was genau Anthem denn jetzt eigentlich tut, was ein Destiny nicht kann, das wird schon spannend sein. Aber Spaß beiseite, hier sind die Spiele, auf die wir warten.

FeatureWeg mit dem Plastik! - Bringt die Pappe zurück zu den Spielen!

Auch Spielehüllen sind am Ende nur Einwegartikel.

Eigentlich hatte ich gestern noch geschrieben, dass die Shopping-Erlebnisse von früher mein letzter Artikel in diesem Jahr wären, aber ich habe ja nichts versprochen und hier kreuzen sich Vergangenheit und Gegenwart: Pappe und Plastik. Dort schrieb ich, dass der Anblick von zig Pappschachteln aller Größen, gefüllt mit dem Feinsten, was die Spieleindustrie zu bieten hatte, lose sortiert in einem riesigen Regal, schon ausgesprochen Nerd-sexy war. Ganz im Gegensatz zu den Plastikboxen der Gegenwart, die etwa seit 2000 fest das Ruder in der Hand hatten.

FeatureZwischen Abenteuer und Eckkneipe - Das Games-Shopping der 80er und 90er

Damals gab es noch was zu erleben - oder: Alter Mann erzählt von vor dem Krieg.

Was ich in der Weihnachtszeit vermisse ... Shopping! Sicher, einkaufen ist kein Problem, Shoppen sowieso nicht, es gibt alles überall und meist frei nach Haus. Bei Spielen muss ich nicht mal das die Tür aufmachen, Download liefert immer. Nein, was ich meine, ist die Erfahrung des Nerd-Shopping-Abenteuers - welches grenzwertige Coverartwork wird heute meinen Blick fangen und versuchen, mir die Geldbörse zu öffnen? - bis hin zu etwas, das sein Äquivalent in dem Schwerstalkoholiker-Stammgast an der Bar sucht: Man sollte wohl nicht hier sein, aber man kennt deinen Namen, deine Probleme und man versteht dich - oder zumindest wird man toleriert.

Ride 3 - Test: Hauptsache, es macht Spaß

Wenn das Fahrgefühl stimmt, ist schon viel gewonnen.

Milestone ist fast schon eine Legende, wenn es um gehobenes Mittelmaß geht. 150+ Leute in bester Lage im Herzen von Mailand, keiner preiswerten Stadt, das ist kein kleines Team. Aber seit zig Jahren jagen sie entweder dem einen Hit hinterher oder sie begnügen sich einfach damit, dass die Motorradsport-verrückten Landsleute genug Titel mit Ducatis drin kaufen, um fröhlich für immer weiterzumachen. Nun, irgendwann musste es ja mal einen Ausrutscher geben. Ride 3 ist genau dieser Ausrutscher und es freut mich, sagen zu können, dass es mit diesem etwas zugänglicheren Zweirad-Racer einen Schwung die Qualitätsskala hinaufgeht. Richtig gelesen: Milestone hat mal ein gutes Spiel hingestellt, das auch Leute zu schätzen wissen, die nichts, aber auch gar nichts mit den Lizenzen und Team-Namen des Sportes was am Hut haben.

Die Red Dead Online Beta - hätte es jemals was anderes sein können als all die anderen Spiele, in denen wir möglichst schnell versuchen, das Zentrum des Screens auf einen anderen Spieler zu fokussieren und den Trigger zu drücken? Wahrscheinlich nicht, aber dafür kann das Spiel nicht viel. Gib einem Spieler eine Waffe und er wird sie sofort benutzen. Das ist eine der ältesten ungeschriebenen Regeln in der Welt geschriebener Regeln, die Spiele nun mal sind. Es dürfte mehr mit der Natur des Menschen in einem Spiel zu tun haben. Wer Cowboy spielte, der tat das als Kind selten mit dem Wunsch, ein friedliches Neben- und Miteinander zu etablieren, sondern um mit Plastikpistolen durch den Garten zu rennen. Und ziemlich genau das ist das, was Red Dead Online gerade in seinem Free Roam Modus bietet.

Folgt man mal wieder dem allgemeinen Aufschrei, dann müsste die PlayStation Classic mit ihren 20 Spielen für 100 Euro ganz schöner Ramsch sein. Erstmal sind "meine" Lieblingsspiele nicht dabei und auch wenn das immer ein Punkt sein muss, wir sind ja alle völlig verschieden - ich nicht! ... sorry, alter Reflex -, die Auswahl erscheint teilweise etwas schräg. Gerade frühe Shooter wie Rainbow Six und Syphon Filter alterten ausgesucht schlecht, der übrigens ausgezeichnete Puzzler Intelligent Cube war nur in Japan ein echter Hit und statt Battle Arena Toshinden hätte ruhig ein WipeOut dabei sein dürfen - was am Ende wohl mal wieder an Musik-Lizenzen gescheitert sein dürfte. Aber wie gesagt, sehr subjektiv, das alles.

Das war schon anders, damals ... Selbst als jemand, der mit solchen Spielen aufwuchs, vergisst man leicht, wie wenig poliert sie oft waren, wie kryptisch und unvergebend. Wie schnell man nach einer halben Stunde frustriert sein und ein Spiel als Schrott abschreiben kann. Der Grund, warum wir das damals nicht taten, war natürlich der Preis. Man hatte nicht viel Geld für Spiele, man setzte sich gezwungenermaßen mit dem auseinander, was man hatte ... außer natürlich, man hatte Gods auf dem Amiga, dem Rechner, der mehr als jeder andere für eine florierende Raubkopiererszene berühmt war. Da legten dann sicher viele Gods schnell zur Seite.

Weihnachten steht vor der Tür, der Stollenanteil in der Ernährung nimmt dramatisch zu und irgendwann stehen auch die Feiertage an. Aber wie überlebt man den Nahkampf im sozialen Minenfeld nur einmal im Jahr anzutreffender entfernter Verwandtschaft am besten? Ganz einfach, man schwenkt die weiße Fahne, zieht sich zurück, sucht sich eine Steckdose. Den Rest richtet die Switch.

Asterix & Obelix XXL 2 HD - Test: Wilde Zeiten waren es (auf der PS2)

Zwischen Genie und Wahnsinn liegt Las Vegum.

Es ist ein Spiel, das es heute wohl nicht mehr so geben würde. Ein super-super-super-bekanntes Franchise, denn in Deutschland oder Frankreich konkurriert die Brand Recognition von Asterix nur noch mit den großen Automarken in Sachen Bekanntheit. Die Handlung ein Misch-Masch, der auf der einen Seite als Huldigung an die drogeninduzierten Visionen eines "Asterix erobert Rom" verstanden werden kann, auf der anderen eine Referenz-Sammlung aller frühen 2000er-Anekdoten ist. Darunter die Matrix, Splinter Cell (!), Mario Sunshine (!!), aber auch Pac-Man, Mortal Kombat (!!!) und so viele mehr.

EmpfehlenswertJust Cause 4 - Test: Explosionen sind sein Geschäft

Jetzt muss Rico nur noch lernen, es dabei zu belassen.

Ich habe selten ein Spiel erlebt, das so sehr darauf bedacht war, mir die Dinge zu zeigen, die es nicht gut macht, und es mir dann selbst überließ herauszufinden, warum es eben doch ein richtig gutes Spiel sein kann. Zugegeben, es ist Teil vier, inzwischen weiß man, was Just Cause gut kann, insoweit war das keine Überraschung. Die kurze und effektive Formel lässt sich in dem Schlachtruf an den Spieler "Blow shit up!!!" zusammenfassen und wenn man sich daran hält, dann ist dieser neue Teil der Rico-Saga ohne Frage der vielseitigste Kandidat bei der Umsetzung dessen.

Mobile Gaming, it's a thing. Und es ist keine kleine Sache, praktisch täglich werden mit zigtausenden Spielen Millionen umgesetzt. Darunter Perlen der Indie-Szene, kleine bis große Zeitverschwender mit mal mehr, mal weniger gierigen Free-to-play-Konzepten sowie auch Varianten von bekannten Triple-A-Franchises. Alle diese Spiele haben eines gemeinsam: Ihr braucht ein Gerät, um sie zu spielen und dieses ist nicht unbedingt billiger als eine der großen Spielkonsolen. Dabei muss man natürlich bedenken, dass im Gegensatz zu einer solchen der Screen gleich mit verbaut ist und vor allem, dass so ein Smartphone für die meisten nicht nur ein Spielgerät, sondern oft das wichtigste Stück Technik im Leben ist, das nicht direkt dazu dient, dieses zu erhalten - vor die Wahl gestellt, ob sie lieber das Smartphone oder den Kühlschrank behalten möchten, dürfte sich zumindest die Mehrheit für letzteren entscheiden.

Motorola Moto Z3 Play - Ohne Mod nur wenig Play, aber mit umso mehr

Nächstes Mal bitte noch mit dem großen Prozessor...

Erst einmal: Ja, die gibt es noch: Motorola war eine der Modemarken der späten 90er und frühen 2000er, um dann wie Nokia auch den Wechsel zum Smartphone weitestgehend zu verpassen. 2011 kaufte Google den dann schon aufgesplitteten Teil Motorola Mobility, um ihn 2014, um eine Reihe von Patenten ärmer, an Lenovo weiterzuverkaufen. Seitdem gibt es einen konstanten Strom an neuen Modellen, die praktisch alle "Moto" heißen, plus eine Kennung natürlich. Hier geht es um das Z3 Play, nicht zu verwechseln mit dem Z3 (ohne Play). Im Grunde ist es auf den ersten Blick das gleiche Gerät, nur aus einem Grund, der sich mir in keiner Weise erschließen mag, scheint das "nur Z3" einen deutlich kräftigeren Prozessor zu beherbergen als die Spiel-Variante, obwohl diese ja eigentlich immer die Rechenpower brauchen. Aber na gut, Motorola Moto Z3 Play, auf geht es.

Razer scheint das mit seinen Luxus-Telefonen ernst zu meinen. Sie sind jetzt kein klassischer Smartphone-Produzent, insoweit war beim ersten die Frage berechtigt, ob man denn genug Hingabe dafür aufbringt, diese Produktschiene zu verfolgen, aber zumindest für einen Nachfolger hat es gereicht, der auch groß von O2 vermarktet wird. Razer macht jetzt also wohl auch in Phones. Und natürlich ist Gaming der Hauptfokus.

Die Moto Mods sind die beste Idee seit Apps und das will was heißen. Denke ich, dass das hier das Ding ist, das Apple endlich wieder aus seinem kreativen Winterschlaf holen kann? Ja, vielleicht. Ich glaube sogar, dass es die mobile Welt wie wir sie kennen, aufmischen könnte, wenn es nicht nur bei einer vergleichsweise unbekannten Modellreihe einer öffentlich nicht so präsenten Marke existieren würde, wenn man sich auf einen gemeinsamen Standard einigt und noch ein paar andere Dinge passieren, die nicht passieren werden.

Project Highrise ist ein in vieler Hinsicht aus der Zeit gefallenes Spiel. Zum einen ist es das Spiel, das Sim Tower hätte sein sollen, wenn es denn nicht eine einzige Bug-Wüste gewesen wäre, die auf meinem damaligen PC kaum zum Laufen zu bringen war - ein Problem, das die Switch-Version von Project Highrise sicher nicht hat -, zum anderen passt es nicht zu den Dingen, die mittlerweile jeder über den Bau von großen Häusern wissen sollte.

Als SNK auch eine Retro-Jubiläums-Sammlung ankündigte, guckte ich gar nicht auf die Liste der Spiele. Wird wohl das Übliche sein. Fatal Fury, King of Fighters, Metal Slug, die üblichen Verdächtigen halt. Nie hätte ich gedacht, dass SNK weit zurück in seiner Arcade-Historie kramst und Dinge an Land zieht... Nun, ich habe auch noch ein paar Spiele in den letzten Tagen gesehen, die ich nie kannte. Ob ich das je wollte, da bin ich mir noch unsicher.

Ich gebe zu, hätte ich bei den ersten Ankündigungen eine Wette abschließen müssen, auf welcher Plattform außer PC Civilization 6 erscheint, dann wäre Nintendos Switch das Letzte gewesen, auf das ich getippt hätte. Mobile? Sicher, es gab ja auch schon vorher Tablet- und Smartphone-Versionen von Civ. PS4? Erfolgreichste Konsolenplattform aktuell, klar. Aber die Switch, die in Sachen Rechenpower kleinste Konsole im Kreise? Aber ja, verloren, hier ist Civilization 6 für die Switch und es ist glorreich!

EmpfehlenswertBattlefield V - Test: Einzelgänger nicht erwünscht

Einsame Wölfe bleiben lieber in der kleinen aber feinen Kampagne

Nachdem jetzt Battlefield V für eine ganze Menge Spieler erhältlich ist - für endgültig alle dann morgen - und so genug Kanonenfutter auf dem Feld steht, um Balance und Stabilität einsortieren zu können, ist es Zeit zu schauen, ob denn alles, was auf dem Pre-Release-Event so vielversprechend begann, auch in der Realität funktioniert. Da sich inhaltlich nicht so wahnsinnig viel geändert hat, hier noch einmal der ursprüngliche Text für alle, die ihn noch nicht kennen. Wer ihn schon gelesen hat, der springt bitte gleich weiter:

Wow, ich verbrachte eben eine halbe Stunde damit zu lesen, was (hoffentlich) informierte - sprich: Leute, dies es gespielt haben - Käufer von Fallout 76 zu dem Titel zu sagen haben. Eigentlich ist es eine ganz einfache Grundaussage: Es ist nicht Fallout 5, das dann so ist wie Fallout 3, NV, 4. Auch wenn ich natürlich generell beklagen muss, dass zu wenige Spiele wie New Vegas sind, das damals direkt nach dem Release von wahrscheinlich den gleichen Leuten zu Recht für seine Myriade an Bugs und Grenz-Unspielbarkeit in den Boden gestampft wurde, ist Fallout 76 sicher nicht der Tod der Serie.

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