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Battlefield 2042 Season 1: Zero Hour fährt die richtig großen Geschütze auf

Stunde Null ist die Stunde der Wahrheit.

Wie habt ihr euren Pfingstmontag so verbracht? Ich habe mir für euch die erste Saison von Battlefield 2042 angeschaut. Nach einer kleinen Einführung durfte ich in die beiden Modi Durchbruch und Eroberung hopsen und mir ein kurzes Bild von den kommenden Inhalten machen, die noch in dieser Woche erscheinen.

Bevor ich mein frisch gewonnenes Wissen mit euch teile, gibt es noch schnell die Fakten zur ersten Saison. Unter dem Namen "Zero Hour" startet diese am 9. Juni für alle Plattformen und bringt Helikopter, eine neue Karte, die Spezialistin Liz, einen Battle Pass und weitere Inhalte mit.

Alle neuen Inhalte konnte ich mir in der zweistündigen Spiel-Session leider nicht anschauen. Das Event war auf zeitlich auf zwei Stunden und inhaltlich auf zwei Modi begrenzt.


Exposure: Die neue Map bietet Höhen und Tiefen

Im kanadischen Gebirge kämpfen die beiden Parteien in Durchbruch und Eroberung in der bergigen Landschaft von Exposure. Völlig freie Fläche gibt es hier zwar auch, die Karte wird aber von unebenen, steinigen Untergründen und großen Höhenunterschieden dominiert.

Exposure exposed - So ist die Zero-Hour-Map aufgeteilt.

Das ist ziemlich cool, denn so gibt es neben einem unfassbar schönen Ausblick auch viele neue taktische Möglichkeiten und den wohl höchsten High Ground des Spiels. Ihr könnt oben am Hang stehen und weit in der Ferne - natürlich nur mit passender Waffe - eure ahnungslosen Gegner abschießen. Das macht so lange Spaß, bis man selbst die kleine Ameise am Boden des Berges ist, die sich wild umherdreht, um herauszufinden, von wo die Schüsse stammen.

Ein paar Stützpunkte, einen Tunnel und ein paar Tannen gibt es auf der Karte ebenfalls. Diese Orte besitzen weniger offene Flächen und weite Sichtfelder und sorgen so für Kämpfe auf kleineren Distanzen.

Einfach nur schön. Wäre es auf Exposure etwas ruhiger, könnte man hier einen tollen Erholungsurlaub machen.

Insgesamt habe ich die Größe der Map als sehr angenehm empfunden. Ab und zu lauft ihr eine kurze Strecke, ohne, dass etwas passiert. In den meisten Fällen könnt ihr vielleicht bis fünf zählen und seid schon mitten im Gefecht. Orientieren konnte ich mich auf der Karte unerwartet gut. Die Punkte lassen sich recht einfach wiedererkennen, die Wege sind klar, obwohl man durch die Landschaft schon fast das Gefühl einer Open-World vermittelt bekommt und die Strecken sind überschaubar.

Durchbruch habe ich auf dieser Karte bereits mit nur noch 64 Spielern gezockt. Auf diese Größe war die Karte perfekt angepasst. Von dem Chaos, das ich noch in der Preview zum Spiel selbst erlebt habe, gab es hier keine Spur mehr. Zu viel ist manchmal halt wirklich zu viel des Guten. Die 128-Spieler-Erfahrung soll in Durchbruch auch in zukünftigen Maps kein Thema mehr sein. Hier will man sich ab Season 2 nur noch auf die beste 64-Mann-Erfahrung konzentrieren. Auf den originalen Launch-Maps soll es aber noch möglich sein, das chaotische Durcheinander mit der doppelten Spieleranzahl zu erleben.

Liz: Neue Spezialistin macht Panzern das Leben schwer

Ewelina Liz heißt die neue Operatorin, die sich den No-Pats anschließt. Statt einer Killermaschine haben wir es bei der Polin mit einer Maschinen-Killerin zu tun. Mit ihrem Raketenwerfer macht sie ordentlich Schaden an Panzern, Helikoptern und anderen Vehikeln und erhält Informationen über beschädigte Fahrzeuge. Auch ein Trüppchen Soldaten pustet sie locker weg.

Zwei Schüsse stehen ihr zur Verfügung. Nach dem Zielen und Abfeuern wird es aber erst richtig lustig, denn ihr könnt die Rakete mit eurer Mausbewegung lenken - in First-Person-Sicht. Das fühlt sich an als wärt ihr das Projektil. Blitzschnell rast ihr in die anvisierte Richtung. Wollt ihr lenken, müsst ihr schnell reagieren und bedenken, dass ihr nicht mal eben eine flinke 180-Grad-Drehung hinbekommt.

Schießt ihr auf einen Panzer, ist es ziemlich einfach, diesen zu treffen. Das Ziel ist groß und bewegt sich recht träge und vorhersehbar. Menschen zu treffen ist etwas schwerer, da diese einfach deutlich kleiner sind. Helikoptern sind hier die Königsdisziplin. Haben die Piloten Wind von eurem Raketen-Angriff bekommen, können diese recht einfach mit einem Manöver ausweichen.

Beim lauten Aufprall seht ihr kurz ein graues Rauschen und kehrt wieder in Liz Körper zurück. Während ihr das Projektil steuert, steht ihr also einfach nur regungslos herum und seid ein leichtes Ziel für die Gegner. Eine gute Position ist hier auf jeden Fall vorteilhaft, sonst war die Raketen-Cam das Letzte, was ihr in eurem Leben seht.

Helikopter, Waffen und ein Battle Pass

Liz kommt genau zur rechten Zeit, denn die beiden neuen Stealth-Helikopter RAH-68 Huron und YG-99 Hannibal bieten euch und euren Feinden weitere Möglichkeiten für Angriffe aus der Luft. Die Operatorin ist hier ein gutes Counterplay gegen Fahrzeuge aller Art.

Ein cooles Manöver gefällig? Battlefield 2042 bietet zwei neue Hubschrauber, mit denen ihr euch bekriegen könnt.

Für die Bodentruppen gibt es eine Armbrust (!) und ein neues Schützengewehr. Die Ghostmaker R10 fühlt sich in einem Kriegsszenario der Zukunft etwas primitiv an, hält aber natürlich mit dem Rest der Waffen mit und überzeugt auditiv mit dem wunderbar pfeifenden Geräusch der Pfeile, die aus dem Lauf zischen.

Wer es lieber moderner mag, bekommt mit BSV-M ein solides Schützengewehr. Es deckt eine recht lange Reichweite ab und hat bei mir besonders durch das schöne Fadenkreuz des Zielfernrohrs punkten können. Ich mag es hier lieber minimalistisch.

Das BSV-M habe ich in der Demo von Zero Hour wirklich gerne benutzt.

Auch mit Rauchgranaten wird in Season 1 um sich geworfen. Mit dem neuen Granatwerfer könnt ihr nutzen, um euer Team in dichten Rauch zu hüllen, um euch zu sicher zurückzuziehen. Auch offensive Einsatzmöglichkeiten sind denkbar. Besonders im Tunnel ist das Potenzial der Rauchgranaten gewaltig, da ihr hier weniger Möglichkeiten habt, aus dem Rauch hinauszulaufen. Nach einer Weile verzicht der dichte graue Nebel wieder.

Auch in den Battle Pass konnte ich schon mal die Nase stecken und kann zumindest Entwarnung geben: Alle spielrelevanten Inhalte, wie Waffen und Fahrzeuge könnt ihr euch im kostenlosen Teil des Passes erspielen. Ein paar kosmetische Items gibt aufs Haus. Bezahlt ihr, schaltet ihr Skins, In-game-Währung und weitere Goodies frei. Die insgesamt 100 Ebenen des Passes erreicht ihr durch wöchentliche Missionen und XP. Sehr cool: Bis zum Ende der Season bleiben die Missionen erhalten, damit ihr die Chance habt, die vielen Belohnungen nachzuholen.

Portal und was die Zukunft für Battlefield 2042 bereithält

Das waren auch schon alle Inhalte, die ich mir in Aktion angeschaut habe. In die neuen Features vom Portal-Modus - hier gibt es etwa ein neues Builder-Toolset und zusätzliche Inhalte für Battlefield 1942, Battlefield Bad Company 2 und Battlefield 3 - konnte ich nicht reinschnuppern.

In Zukunft möchte DICE die Launch-Maps von Battlefield 2042 überarbeiten. Den Anfang macht Kaleidoskop im August. Auf dieser Karte soll es dann mehr zerstörbaren Sichtschutz geben und neue Areale, wie etwa eine Basis im Park und einen zweiten Kommandoposten am Turm. In Season 2 knöpft sich das Team dann die Map mit dem passenden Namen "Neuanfang" vor. Hier werden die Sektoren "A" und "E" entfernt, um den Kampf in die Mitte der Karte zu holen. Mehr Deckung soll es auch hier geben.

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Melanie Weißmann

News-Redakteurin

Melanie ist meist online am PC zu finden. Neben Multiplayern und Meer mag sie Alliterationen und dumme Wortspiele. Gelegentliches Lego-Bauen hilft ihr beim Abschalten.

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