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Clive Barker's Jericho

Knietief in der Hölle

Das wirkliche Grauen lauert nicht in einer dunklen Grabkammer, einer verlassenen Weltraumbasis oder einem verfallenem Spuk-Schloss. Es besitzt auch nicht zwanzig Augenpaare, lange Fühler oder brutale Reißzähne. Nein, die schlimmste Bestie von allen schaut uns jeden morgen im Spiegel entgegen. Zumindest wenn man ganz genau hinschaut, entdeckt man ein vernunftbegabtes Lebewesen, das sich so schreckliche Gewaltpornos wie „Hostel“ oder aber das reale Grauen von Abu Gharaib ausdenkt.

In diesem Licht betrachtet wirkt die verdrehte Geisteswelt von Cliver Barker wie ein lauschiges Plätzchen, in dem man sich entspannt für ein paar Stunden gruseln kann, bis man wieder den Fernseher einschaltet und den wahren Horror erblickt. Also habt keine Angst und folgt uns in die sechs Level umfassende Vorabversion von Jericho, die mit ihren schrecklich-schönen Kreaturen und ihrer Endzeitstory für ein wohliges Schauern sorgt.

Wie bei Barker üblich, geht es in der Story um nichts geringeres als die Apokalypse, das Ende der Welt und der Menschheit. Die Verdammnis für alle die braven Seelen, die tagtäglich ihrer Arbeit nachgehen. Ein Schicksal, das nur von den Spezialisten vom Team Jericho abgewendet werden kann. Dieser kleine Trupp Spezialisten, der sich im Auftrag der US-Regierung dem okkulten Unheil entgegen stellt, bekommt es mit einem wirklich abscheulichen Wesen zu tun: Dem Erstgeborenen. Der erste Versuch Gottes, ein Wesen nach seinem Bild zu schaffen, ist furchtbar schief gegangen. Es ist erfüllt von Hass und neidet den Menschen den Platz auf der Erde.

Das kommt davon, wenn man nicht brav seine Spange trägt.

Doch erneut sind es Menschen, die dieses verstörte Wesen für ihre eigenen Zwecke missbrauchen. Über Jahrhunderte hinweg nutzten besonders scheußliche Schlächter und Perverse die verdrehten Kräfte des Erstgeborenen, um ihre widerwärtigen Wünsche wahr werden zu lassen. Selbst das erste Jericho Team, das noch vor Christi Geburt das Wesen einsperrte, wurden von der Aura des Bösens kompromittiert und auf schreckliche Weise entstellt. Tausend Jahre war die Kreatur und seine düstere Gefolgschaft eingeschlossen, doch ein abtrünniges Jericho-Mitglied hat es geschafft, das Siegel zu knacken - und nun droht die Macht des Erstgeborenen abermals die ganze Welt zu überschwemmen.

Die erste Mission beginnt am Ursprung des Übel in der Wüste von al-Khali. Hier in einer alten sumerischen Anlage liegt das Grab des Erstgeborenen und der Quell der dunklen Sekte, die sich um seine Religion gescharrt hat. So sind die ersten Gegner, die den Spezialisten begegnen, keine Menschen, sondern verdrehte Wesen mit Äxten statt Händen, Bandagen am ganzen Körper und ausgebrannten Augen. Doch der Wahnsinn hinter dieser dunklen Macht ist nur der Anfang und in Jericho übertrifft eine Kreatur die nächste mit ihrem Einfallsreichtum und ihrer Abartigkeit.

Das Tor zur Hölle

Akne kann nicht nur Jugendliche entstellen.

Zunächst übernimmt man die Rolle von Devin Ross, dem Teamführer der Gruppe. Seine Kollegen folgen ihm voll automatisch, lassen sich rudimentär durch die Gegend schicken und stellen sich in den Kämpfen recht geschickt an. Für jede Aufgabe gibt es einen Spezialisten, der mit seinen Spezialfähigkeiten das Überleben der Gruppe sichert. Als Brecher fungiert Delgado, der mit seinem verfluchten Feuerdämonen und seiner Gatling-Gun bei großen Gegnermassen von Nutzen ist. Black dagegen sorgt mit ihrem Scharfschützengewehr für die Feuerunterstützung und kann mit Telekinese Barrikaden aus dem Weg räumen.

Besonders abgefahren sind die Fähigkeiten von Jones: Das eigentlich autistische Mädchen schuf einen Computer, mit dem sie die Realität hacken kann und so das Geschehen verlangsamt – Bullettime lässt grüßen. Auch der Priester Rawlings mit seinen Heilfähigkeiten, die Nahkampfspezialistin Church und der klassische Soldat Jones brillieren mit abwechslungsreichen Eigenschaften und einer einzigartigen Identität.

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