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Crysis - Multiplayer

Gesalzenes Komplexitätsmonster

Crysis ist ein Spiel, das so gut aussieht, dass man sofort loslegen möchte. Man will fröhlich von einem Bunker zum nächsten ziehen, sich von zarten Lagunen mit strahlend blauem Wasser berauschen lassen und zwischen sanften Hügeln mit markanten Felsformationen und einer üppigen Vegetation verweilen. Kurzum: Man will es in seiner ganzen Pracht erleben, ohne auf das kleinste Detail verzichten zu müssen. Das alles hat natürlich einen Preis. Unsere Version hat gezeigt wie schön, aber auch wie leistungshungrig Crysis ist. Da die Beta zum aktuellen Zeitpunkt aber noch nicht optimiert ist, macht es wenig Sinn, sich über Hardwareanforderungen oder Frameraten auszulassen.

Doch es gibt abseits des Hardwarehungers noch einen weiteren Faktor, der mir den Einstieg erschwert. Der einzige Spiel-Modus, das nagelneue Power Struggle, strotzt nur so vor Komplexität. Als eine wilde Mischung aus Battlefield, Quake Wars und Command & Conquer: Renegade gilt es, auf der wunderschönen Karibik-Karte 'Shore' die gegnerische Zentrale zu vernichten.

Dazu muss man Bunker, Fabriken und Kraftwerke einnehmen, um letztendlich an taktische Atomwaffen und Singularitätspanzer zu gelangen. Das angebotene Tutorial hilft nur bei den gröbsten Problemen. Zu Beginn wird man nur mit einer Pistole bewaffnet in die Schlacht geworfen und somit viele tausend Tode sterben.

Die beiden Kriegsparteien sind wie schon in der Kampagne die Nord-Koreaner auf der einen Seite und die Amerikaner auf der anderen. Beide besitzen eine Basis mit Verteidigungsanlagen – die USA ein Atom-U-Boot, der Nord-Koreaner eine Dschungelbasis –, die vor der Zerstörung bewahrt werden muss.

Unser Kollegen rechts hat gerade mit einem preiswerten Raketenwerfer einen Panzer erledigt.

Anfangs erledigen das die automatischen Geschütze, im Laufe der Zeit können die Kriegsparteien jedoch immer stärkere Fahrzeuge und Waffen bauen. Die einzelnen Stationen sind dabei voneinander abhängig. Ohne Fabrik lassen sich keine schweren Fahrzeuge bauen, ohne Generatoren keine Superwaffen und ohne eine Alien-Absturzstelle noch nicht mal ein lausiges Gauss-Gewehr. Ähnlich wie bei Battlefield können die Stationen jederzeit angegriffen werden. Eine Konzentration auf noralgisch wichtige Punkte, wie etwa bei Team Fortress oder Quake Wars, findet nicht statt. Ständig hetzt man über das Schlachtfeld, um eigene Anlagen zu schützen oder gegnerische anzugreifen.

Neben der Nano-Suit, die, wie schon in unserer Vorschau beschrieben, vier verschiedene Einstellungen besitzt – Panzerung, Geschwindigkeit, Kraft und Tarnung –, stehen auch rund ein Dutzend unterschiedlicher Fahrzeuge zur Verfügung, um die recht langen Laufwege abzukürzen.

Nur selten kommt es zu solch massiven Panzergefechten, weil es auf Shore nur eine Fabrik gibt.

Angefangen von den kostenlosen Booten, Jeeps und Zivilfahrzeugen, bis hin zu schweren Panzern und Experimental-Waffen greift Crytek in die Vollen. Leider habe ich eine ganze Weile gebraucht, um festzustellen, wie man denn an die netten Spielzeuge herankommt.

Erst einmal muss man Prestige-Punkte sammeln, was durch das Einnehmen von Gebäuden und durch Abschüsse geschieht. Langsam aber sicher erklimmt man so die militärische Karriereleiter und bekommt nach jedem unfreiwilligem Tod mehr Grundbudget zur Verfügung gestellt. Leider hilft es nichts zu sparen. Nur die Punkte, die man sich in einer Runde verdient hat, bleiben erhalten. Wer brav drei Runden hintereinander nur mit einer Pistole loszieht und ständig stirbt, besitzt am Ende immer noch schäbige 100 Punkte. Gerade für Anfänger eine harte Zeit.

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