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Der deutsche Games-Markt legt 2021 um 17 Prozent zu und setzt 9,8 Milliarden Euro um

Spielekonsolen sind gefragt.

Der deutsche Games-Markt ist im Jahr 2021 erneut gewachsen. Um 17 Prozent hat er zugelegt, insgesamt wurden 9,8 Milliarden Euro umgesetzt.

Das zeigen neue Zahlen, die der Bundesverband game veröffentlicht hat, als Basis dienen Erhebungen der Marktforschungsunternehmen GfK und data.ai.

In-App-Käufe legen zu

Computer- und Videospiele trugen dazu mit rund 5,4 Milliarden Euro (+ 19 Prozent gegenüber 2020) den stärksten Anteil dazu bei.

Nach oben getrieben wurde der Umsatz besonders durch In-App-Käufe, die legten um 30 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro zu. Im Vergleich dazu ging der Umsatz durch den einmaligen Kauf von Spielen um 9 Prozent auf rund 1,1 Milliarden zurück. Auch monatliche Abonnement-Gebühren, etwa für MMOs, verzeichneten einen Rückgang um 11 Prozent auf 145 Millionen Euro.

Ebenfalls gestiegen ist der Umsatz mit Gaming-Hardware. Dieser legte um 18 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro zu. Verkäufe von Spielekonsolen machten davon 808 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von 23 Prozent – und das trotz häufig vergriffener neuer Konsolen. Auch PCs (Desktops und Laptops) konnten um 10 Prozent auf rund 1 Milliarde Eurio zulegen.

Der Umsatz mit Gaming-PC-Zubehör ging um 22 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro nach oben, gefragt sind vor allem Grafikkarten, Tastaturen, Mäuse, Monitore und VR-Headsets. Im Vergleich dazu betrug der Umsatz mit Konsolen-Zubehör 306 Millionen Euro (+ 11 Prozent)

Auch Online-Dienste wachsen

2020 verzeichneten Gaming-Online-Dienste mit einem Plus von 50 Prozent einen gewaltigen Wachstumssprung. 2021 war das deutlich weniger, dennoch gab es eine Steigerung um 4 Prozent auf 720 Millionen Euro Umsatz.

Dazu zählen etwa Abo-Dienste wie der Xbox Game Pass, EA Play und Ubisoft+, deren Umsatz stieg um 22 Prozent auf 220 Millionen Euro. Bei Cloud-Gaming-Diensten gab es indes einen Rückgang um 13 Prozent auf 63 Millionen Euro. Auch der Umsatz mit Online-Gaming-Diensten (Xbox Live, PS Plus) ist mit 437 Millionen Euro leicht rückläufig (- 2 Millionen Euro).

"Nach dem historischen Wachstumssprung 2020 konnte der deutsche Games-Markt auch 2021 weiter stark zulegen", kommentiert game-Geschäftsführer Felix Falk. "Das zeigt auch: Diejenigen, die Games während der Lockdowns erstmals für sich entdeckt haben, finden auch langfristig Gefallen daran. Besonders erfreulich ist das starke Wachstum bei Gaming-Hardware. Ob Spielekonsolen oder Gaming-PCs: Zum wiederholten Male haben die Spielerinnen und Spieler in Deutschland stark in ihr Equipment investiert, um auch künftig Games in der bestmöglichen Qualität genießen zu können. Dabei konnte die Nachfrage nicht immer bedient werden, es wäre also sogar noch ein größerer Umsatzanstieg möglich gewesen."

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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur, seit 2006 bei Eurogamer.de und schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps.

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