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Die PlayStation 3 und der Traum von 1080p: Teil 2 mit WipEout HD, Pixel Junk und mehr

2008 bis 2009, die Reise geht weiter.

Willkommen zum zweiten Teil von "Die PlayStation 3 und der Traum von 1080p". Das hier ist das bisher umfangreichste Projekt von DF Retro, das sich über eine ganze Konsolengeneration erstreckt. John Linneman versucht, die volle HD-Unterstützung für Sonys Gerät der achten Generation nachzuvollziehen, einschließlich einiger der besten - und schlechtesten - Titel für das System. In der ersten Folge haben wir die Anfänge der PS3 verfolgt, warum Sony bei der Vermarktung auf 1080p setzte und wie die letzten Spiele in den ersten Jahren des Lebenszyklus der Konsole aussahen. In diesem zweiten Teil geht es um die "schwierige" Zeit der PS3, in der große First-Party-Triple-A-Giganten dünn gesät waren und die PS3 immer noch damit zu kämpfen hatte, in der Multiplattform-Arena gegen die Xbox 360 zu bestehen. Was die 1080p-Spiele anbelangt, so wurden wir Zeuge eines uneingeschränkten Triumphs, aber an anderer Stelle war das Full-HD-Bild nicht ganz so kristallklar, wie wir es gehofft hatten.

Hier geht’s zu den anderen Teilen:

Auf dem Weg in das Jahr 2008 hat Sony jedoch eine Menge erfreulicher Schritte für seine Konsole unternommen. Große Exklusivtitel wie Metal Gear Solid 4 und Motorstorm: Pacific Rift waren Publikumslieblinge, die Konsole erhielt eine willkommene Preissenkung und Fehler der Vergangenheit wurden korrigiert, zum Beispiel kehrte die Vibrationsfunktion in die PlayStation-Controller zurück. Und mit ein paar Jahren Entwicklungszeit auf dem Buckel gab es zumindest bei den Multiplattform-Titeln einen Schritt in die richtige Richtung. Bei der Entwicklung von Spielen wurde mehr Wert auf Features und Wiedergabetreue als auf die Auflösung gelegt, was bedeutet, dass der Zeitraum, auf den sich der zweite Teil unseres Videos bezieht, für die Zwecke unserer Geschichte ziemlich mager aussieht, auch wenn sich die Lage der Konsole insgesamt verbesserte.

Teil zwei unseres Blicks auf die Full-HD-Bibliothek der PlayStation 3 umfasst neben WipEout HD noch viele andere Titel.

Es gab jedoch die Rückkehr einer der größten Sony-Franchises in Form des wunderbaren WipEout HD, ein Spiel, das auch heute noch wunderschön aussieht und sich hervorragend spielt. Das liegt daran, dass Studio Liverpool PSP-Assets als Basis verwendete und das Spiel mit Blick auf eine 1080p-Ausgabeauflösung entwickelte, wobei eine frühe Form der dynamischen Auflösungsskalierung eingesetzt wurde, um die Performance zu stabilisieren. Es ist schön zu sehen, dass der Titel immer noch mithalten kann.

Andernorts waren die Full-HD-Angebote im Jahr 2008 eher enttäuschend, trotz einiger Highlights wie Pixel Junk Eden und Echochrome, die zwar einfach, aber sehr effektiv sind und in 1080p großartig aussehen. FIFA Street 3 und MLB The Show lieferten zwar Vollbildpixel, aber man musste sich zwischen Auflösung und Bildrate entscheiden: 1080p30 oder 720p60, je nachdem, welche Option man im PS3-Frontend wählte. Capcoms Retro-Remakes 1942 Joint Strike und Wolf of the Battlefield: Commando liefen im 720p-Modus ebenfalls besser. Aber es sollte noch einige Jahre dauern, bis Entwickler und Publisher akzeptierten, dass 2D-Grafik manchmal besser für die Überarbeitung älterer Spiele geeignet ist (Bionic Commando von Grin ist allerdings einen Blick wert).

Im Jahr 2009 wurde die PlayStation 3 mit der exzellenten Slim-Revision aufgefrischt, während die Software mit dem brillanten Uncharted 2 und Killzone 2 endlich zu konstanter Form fand. MLB 09 verbesserte die Grafik im Full-HD-Modus und stellte die Post-Processing-Effekte wieder her, die im Vorgänger fehlten. Allerdings war 720p60 die bessere Wahl, denn selbst wenn man seine PS3 auf 1080p konfiguriert hatte, bekam man immer noch ein 720p-Bild. Nur wenn man die 720p-Option im Frontend deaktivierte, bekam man die volle HD-Ausgabe.

Teil eins von John Linnemans bisher größtem DF-Retro-Projekt deckt die ersten beiden Jahre der Full-HD-Bibliothek der PS3 ab.

Andere Titel aus dem Jahr 2009, die auf Full HD abzielten, waren Katamari Forever, Fat Princess (1080p30 in der Unreal Engine 3!) und eine Reihe von Titeln, die von Gravitar und Thrust inspiriert waren. Das Debüt von Just Add Water - Gravity Crash - erinnert insofern an Geometry Wars, als dass die Vektorgrafik-Ästhetik perfekt zum Konzept und zu den Fähigkeiten der Hardware passte und eine Auflösung von 1080p60 ermöglichte. Auch heute noch hat dieses Spiel seine Berechtigung. Pixel Junk Shooter von Q-Games ist sogar noch besser und ergänzt das Konzept mit einer atemberaubenden Flüssigkeitssimulation, die mit 32.768 Partikeln bei 60 Hz arbeiten kann, indem die Arbeit parallel auf fünf der sechs verfügbaren SPUs des Cell-Prozessors verteilt wird. Full HD mag im Triple-A-Bereich seinerzeit keine allzu große Rolle gespielt haben, aber wenn es geschickt eingesetzt wird, kann es in Spielen wie diesen immer noch einen großen Unterschied ausmachen.

Das ist nur ein kleiner Überblick über den Inhalt, der in diesem zweiten Teil behandelt wird. Natürlich empfehle ich euch, das ganze Video oben anzusehen. Retro-Stufe-Unterstützer des DF-Supporter-Programms können sich die ganze Folge ungekürzt ansehen und sich dabei warm und wohlig fühlen, weil sie wissen, dass es eure Unterstützung ist, die große Projekte wie dieses möglich macht. Ansonsten könnt ihr euch nächste Woche den dritten Teil dieses Epos ansehen, der unter anderem die Jahre 2010 bis 2012 und die Ankunft von Gran Turismo 5 behandelt.


Im englischen Original von Richard Leadbetter, Technology Editor, Digital Foundry

Über den Autor

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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur und seit 2006 bei Eurogamer.de. Er schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps. Benjamin spielt Videospiele hauptsächlich auf Konsolen. Seine Expertengebiete sind breit gefächert, von Shootern und Action-Adventures über RPGs bis hin zu Sportspielen und Rennspielen. Zu seinen Hobbys gehören Lego, Science Fiction, Bücher, Filme und Serien sowie Star Wars und Star Trek.

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