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Elder Scrolls, Fallout und die PS5: Microsoft muss "Bethesda-Spiele nicht auf anderen Plattformen veröffentlichen"

Aber man will "anderen Spieler-Basen nichts wegnehmen".

Nach dem anfänglichen Knall, den der Kauf Bethesdas durch Microsoft für satte 7,5 Milliarden Dollar begleitete, ist es erst einmal ruhig geworden, was die Zukunft von Bethesdas Erfolgsmarken wie Doom, Elder Scrolls und Fallout auf Plattformen wie der PS5 angeht. Vor dem Launch der beiden neuen Next-Gen-Geräte herrscht diesbezüglich vor allem im Sony-Lager Unsicherheit und Microsoft wird den Teufel tun, diese allzu schnell auszuräumen. Im Gegenteil, Xbox-Boss Phil Spencer sagte kürzlich sogar, dass man die Spiele nicht auf anderen Plattformen als den von Microsoft unterstützten verkaufen müsse, damit der Deal sich für den Redmonder Konzern lohnt.

Kotakus Stephen Totilo war es, der die Ehre hatte, einen Versuch zu wagen, Spencer Neuigkeiten zum Thema aus der Nase zu ziehen und hat es mit eben dieser Frage versucht: Lohnt die Investition von 7,5 Milliarden Dollar, wenn man das Verkaufspotenzial einer der beiden großen Konsolenplattformen, namentlich der PS5, nicht nutzt?

Spencer gibt sich zunächst allerdings betont besonnen und wenig konfrontativ, versichert, dass es bei dem Kauf nicht darum gegangen sei, anderen Spielern etwas wegzunehmen:

"Dieser Deal wurde nicht getätigt, um einer anderen Spielerbasis Games wegzunehmen. Nirgends in der Dokumentation, die wir dafür erstellten stand etwas in der Art von: 'Wie halten wir andere Spieler von diesen Games fern?' Wir wollen, dass mehr Leute Spiele spielen können, nicht weniger."

"Aber ich kann schon sagen, in dem Modell - und ich beantworte nur direkt deine Frage - wenn ich darüber nachdenke, wo diese Leute spielen werden und die Menge der Geräte, die wir hatten, und wir haben xCloud und PC und Game Pass und unsere Konsolenbasis, ich muss diese Spiele nicht auf anderen Plattform veröffentlichen, als auf denen, die wir unterstützen, damit der Deal sich für uns lohnt. Was auch immer das heißen mag."

Was also im ersten Satz nach einer Versicherung klingt, dass niemand, der Elder Scrolls 6 haben möchte, darauf verzichten müssen wird (womit sich auch PS5-User angesprochen fühlen dürften), klingt im Nachgang wie Werbung für den Streaming-Dienst xCloud und den Game Pass. Ihr wisst schon, für alle, die nicht auf den Xbox-Zug aufspringen möchten. Denn wenn man die mögliche Userbasis von xCloud auf Android und anderen Mobilgeräten mit Browser ist doch ziemlich gewaltig.

Der Kauf Bethesdas durch Microsoft ist zweifellos einer der größten Moves in der jüngeren Spielegeschichte. In der Vergangenheit hatte Spencer betont, dass man von Fall zu Fall über Bethesda-Spiele auf der PS5 entscheiden werde, Bethesdas Todd Howard bekundete, er wolle Spiele liefern, 'egal, womit man spielt', aber auch das ist etwas, was sich mittlerweile nach einem Versprechen für User von Mobilgeräten mit xCloud anhört. Sagt ihr mir, ob ich da etwas hineininterpretiere.

Auch wenn Spencer also "nur direkt auf die Frage antwortet", ist es doch ein starkes Signal, so kurz vor dem Launch der beiden Konkurrenzgeräte.

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Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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