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Enemy Territory: Quake Wars

...lässt es beben!

Es ist eine Ironie des Schicksals, dass gleich der erste Ego-Shooter, der das Licht der Videospielewelt erblickte, in Deutschland ohne Umschweife auf dem Index landete. Dabei wurde der Titel noch nicht einmal wegen exzessiver Gewalt, die damals eher einem Pixelbrei ähnelte, sondern wegen der Nazi-Symbolik weggeschlossen. Dem gleichen Schicksal erlag 2001 auch die amerikanische Version des Nachfolgers. Denn während die deutsche Version, Return to Castle Wolfenstein (dt.), gekürzt weder Nazis noch Blut enthielt, ließ id Software in der amerikanischen Variante so richtig die Sau raus.

Der Single-Player mit seinen vielen geschichtlichen Ungereimtheiten war jedoch nicht das eigentliche Highlight des Spiels. Vielmehr brillierte es mit einem innovativem Mehrspielermodus, der von Nerve Software entworfen wurde. Zudem feierte das kleine englische Entwicklerstudio Splash Damage mit ein paar außergewöhnlichen Karten seinen kommerziellen Einstand. Ihre Arbeit gefiel id Software so gut, dass sie ihnen den Auftrag gaben, einen verbesserten Mehrspielermodus für das Wolfenstein-Add-On Enemy Territory zu entwickeln.

Doch die Erweiterung kam nie auf den Markt. Der Einzelspielermodus war eine solche Katastrophe, dass id Software ihn kurzerhand in die Tonne trat und den Multiplayer-Modus kostenlos zum Download anbot. Diese Distribution, die enorme taktische Vielfalt und das hohe Maß an Teamwork bescherten dem Titel einen unbeschreiblichen Siegeszug. Trotz veralteter Grafik konnte Enemy Territory eine Zeit lang sogar mit Schwergewichten wie Counter-Strike konkurrieren. Selbst heute noch, fünf Jahre danach, gibt es eine aktive Community, die das ungewöhnliche Spiel vergöttert.

Das lauschige Tal verwandelt sich gleich in eine Feuerhölle.

Der Erfolg von Enemy Territory ist natürlich auch id Software nicht verborgen geblieben und so gaben sie dem jungen Team aus England die Chance, sich bei Enemy Territory: Quake Wars an einer waschechten Vollversion zu probieren. Ausgestattet mit der neusten Megatextures-Technologie von id Software, soll der Titel noch einmal alles aus der guten alten Doom 3-Engine heraus holen und Konkurrenz wie Battlefield aus dem Feld schlagen. Um diesen Anspruch zu überprüfen, stürzten wir uns für Euch in die Public Beta, die schon einen ganz guten Ausblick vermittelt, wo die Reise hingehen wird.

Die Hintergrundgeschichte zu Quake Wars ist schnell erzählt. Es spielt vor den Ereignissen von Quake 4, wo die Erde mit einer gewaltigen Offensive versucht, die Heimatwelt der außerirdischen Strogg zu vernichten. Ihr werdet Zeuge, wie die bioorganischen Wesen eine Invasion der Erde starten und die Global Defense Force versucht, die Aliens wieder in den Weltraum zu pusten. Ohne klassischen Singleplayer wird die Geschichte in einer ausgefuchsten Multiplayer-Kampagne erzählt.

Nur auf den grünen Flächen können die Spezialisten ihre Anlagen aufbauen.

Wie beim Original werden nämlich verschiedene Karten aneinander gehängt und erst am Ende steht der endgültige Sieger fest. Denn bei Enemy Territory: Quake Wars geht es nicht um die meisten Abschüsse und die Leistung des Einzelnen, sondern um perfektes Teamwork und die Erfüllung des eigenen Aufgabenspektrums.

Beiden Seiten stehen fünf unterschiedliche Einheitentypen zur Wahl, die sich zum Teil drastisch voneinander unterscheiden – Soldat, Sanitäter, Field Ops, Ingenieur und Spion. Während bei der Konkurrenz meist nur ein anderes Waffenarsenal und damit unterschiedliche Ziele im Vordergrund stehen, erfüllt bei Enemy Territory: Quake Wars jedes Teammitglied eine spezifische Aufgabe, die für den Sieg unerlässlich ist. Dies liegt an dem ungewöhnlichen Spielmodus, der bei dem Mehrspieler-Modus von Return to Castle Wolfenstein (dt.) eingeführt wurde. Während die Angreifer nacheinander verschiedene Ziele erreichen müssen, setzen die Verteidiger alles daran, dies mit allen Mitteln zu verhindern.

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