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Energie wird teurer, Gaming auch: So viel Strom verbrauchen eure Konsolen und Gaming-PCs

Stromrechnung von Casual bis High-End.

Bei den aktuellen Strompreisen, die wohl nur den Weg nach oben kennen, bekommen Gamer langsam Schweißperlen auf der Stirn. Konsolen, Bildschirme, Fernseher, PCs und Laptops sorgen für einen teuren Winter - oder verbrauchen einige Geräte doch weniger als man denken könnte? Wir haben nachgeforscht und zeigen euch, wie sehr die geliebten Geräte den Stromzähler in die Höhe treiben.

Ein teures Hobby?

Bis auf wenige Ausnahmen fällt das Spielen an Konsole und PC deutlich ins Gewicht. Einige Konsolen verbrauchen allerdings um Längen weniger als andere. Bei welchen Geräten ihr besonders aufpassen müsst, könnt ihr unserer Tabelle entnehmen. Hier listen wir aktuelle Konsolen zusammen mit Laptop und PC auf und zeigen euch den durchschnittlichen Stromverbrauch beim Spielen, im Standby-Modus, im Menü und beim Abspielen von Medieninhalten:

Gerät Spielbetrieb Medien Menü Standby / off
PS4 140-150 Watt 100 Watt 80-90 Watt 0,5 - 15 Watt
PS4 Slim 75-80 Watt 55 Watt 50 Watt 0,5 - 15 Watt
PS4 Pro 165 Watt 85-90 Watt 75 Watt 0,5 - 15 Watt
PS5 160 - 220 Watt 70 - 75 Watt 47 Watt 0,3 - 3 Watt
Xbox One 120 - 125 Watt 78 Watt 69 Watt 0,5 - 15 Watt
Xbox One S 64 - 120 Watt 33 - 65 Watt 55 - 60 Watt 0,5 - 11 Watt
Xbox One X 125-185 Watt 80 Watt 79 Watt 0,5 - 15 Watt
Xbox Series S 74 - 160 Watt 30 - 40 Watt 30 Watt 0,4 - 10 Watt
Xbox Series X 153 - 210 Watt 48 - 70 Watt 30 - 48 Watt 0,5 - 13 Watt
Nintendo Switch 7 Watt 6 Watt 3 Watt 0,3 - 0,5 Watt
Nintendo Switch OLED 6 Watt 5 Watt 3 Watt 0,3 - 0,5 Watt
Steam Deck 15 - 45 Watt - - -
Gaming-Laptop 180 - 280 Watt - - -
Gaming-PC 350 - 800 Watt - - -
Monitor 16 - 200 Watt - - -
Smart-TV (40 Zoll) 30 - 100 Watt - - -
Smart-TV (70 Zoll) 90 - 200 Watt - - -

Wie ihr seht, fehlen die genauen Watt-Zahlen für bestimmte Anwendungen des Steam Decks sowie für PC, Laptop und Monitore. Diese ließen sich nicht so sauber im Detail herausfinden. Generell lässt sich sagen, dass ein Gaming PC im Standby-Modus gerne mal bis zu 30 Watt verbrauchen kann - und das ohne Peripheriegeräte. Das ist so viel wie ein Steam Deck im Vollbetrieb, lasst euch das mal auf der Zunge zergehen. Bei einem Laptop fällt diese Zahl um einiges kleiner aus. Doch selbst die süßen Handheld-Konsolen verbrauchen durch ihre Anzeigelämpchen noch ein wenig Strom, selbst wenn diese ausgeschaltet sind. Eine Steckerleiste mit Kippschalter ist hier eine gute Lösung, um etwas Strom zu sparen.

Der richtige Smart-TV kann Wunder bewirken

Der tatsächliche Stromverbrauch hängt bei allen Geräten von vielen Faktoren ab und ist daher nur ein grober Richtwert. Es kommt dabei auf das Gerät selbst und seine verbaute Hardware, Auflösung und Grafik der Spiele sowie den Bildschirm an, der in den meisten Fällen zum Stromfresserpaket dazugehört. In den Einstellungen der Games und der GPU lassen sich aber immer etwas Leistung und somit auch Strom sparen. Auch ein kleinerer, weniger starker oder besonders energieeffizienter Monitor oder Fernseher kann die Stromrechnung deutlich senken.

In der Tabelle seht ihr bereits, was für einen Unterschied die Wahl der Bildschirmgröße ausmachen kann. Ein kleineres Gerät sorgt für weniger Energieverbrauch. Logisch, oder? Einen gewaltigen Unterschied macht zudem der Einsatz von der HDR-Funktion. Wie ich aus verschiedenen Produktdatenblättern entnehmen konnte, kann der Einsatz dieses Features den Verbrauch um 40 bis 100 Watt steigern. Ein Fernseher mit 70 Watt im SDR-Modus könnte dann 120 Watt oder mehr im HDR-Modus verbrauchen. Nicht außer acht lassen solltet ihr auch Bildwiederholungsraten sowie die Auflösung. Generell gilt die Faustregel: Je komplexer die Aufgabe, desto höher der Stromverbrauch. Auch die Grafikeinheit muss für ein 4K-Video mit 144 Hz stärker schuften als für 60-Hz-Bilder in FHD.

So viel Strom kosten die einzelnen Geräte im Jahr

Wo wir gerade beim Themas Geld sind, möchte ich einmal ausrechnen, wie viel ihr im Jahr für jedes dieser Geräte zahlt, wenn ihr täglich drei Stunden spielt. Beim Preis pro kWh habe ich mich am Durchschnittspreis von August 2022 orientiert, der zu diesem Zeitpunkt bei 42 Cent lag. Bedenkt beim Vergleichen daran, dass beim PC und den stationären Konsolen noch ein Bildschirm dazukommt. Bei allen Geräten habe ich einen Mittelwert der angegebenen Spielleistung genutzt, den ich in die Tabelle eingetragen habe:

Gerät Verbrauch (Gaming) kWh (3 Std./Tag) Kosten pro Jahr
PS4 145 Watt 158,8 kWh 66,7 Euro
PS4 Slim 78 Watt 85,4 kWh 35,9 Euro
PS4 Pro 165 Watt 180,7 kWh 75,9 Euro
PS5 200 Watt 219 kWh 92 Euro
Xbox One 123 Watt 134,7 kWh 56,6 Euro
Xbox One S 80 Watt 87,6 kWh 36,8 Euro
Xbox One X 155 Watt 169,7 kWh 71,3 Euro
Xbox Series S 85 Watt 93 kWh 39,1 Euro
Xbox Series X 180 Watt 197,1 kWh 82,8 Euro
Switch 7 Watt 7,7 kWh 3,2 Euro
Switch OLED 6 Watt 6,6 kWh 2,3 Euro
Steam Deck 30 Watt 32,9 kWh 13,8
Gaming-Laptop 230 Watt 251,9 kWh 105,8 Euro
Gaming-PC 500 Watt 547,5 kWh 230 Euro
Monitor 100 Watt 109,5 kWh 46 Euro
Smart-TV (40 Zoll) 65 Watt 71,2 kWh 29,9 Euro
Smart-TV (70 Zoll) 120 Watt 131,4 kWh 55,2 Euro

Wie erwartet ist das Zocken auf Handheld-Konsolen mit Abstand am günstigsten. Gamer mit extrem leistungsfähigen Grafikkarten müssen dafür sehr tief in die Tasche greifen. Eine RTX 3080 alleine kann schon bis zu 467 Watt ziehen, wenn ihr Leistung komplett ausgereizt wird. Mit einem effektiven Netzteil könnt ihr aber schon einiges ausgleichen.

Besonders günstig ist es für eure Stromrechnung, wenn ihr eure Spiele über ein weniger leistungsstarkes Gerät streamt. Für die meisten dieser Cloud-Dienste kommt aber ein monatlicher Preis obendrauf. Das lohnt sich besonders dann, wenn ihr statt an einem High-End-PC über euren Smart-TV spielt.

Alles eine Frage der individuellen Nutzung

Wenn ihr Lust habt selbst die groben jährlichen Stromkosten auszurechnen, ist das nicht besonders schwer. Wie viel Watt euer Gerät verbraucht, findet ihr oft im Produktdatenblatt. Diesen Wert multipliziert ihr mit der Anzahl an Stunden, die euch interessieren. Danach teilt ihr das Ergebnis durch 1.000, um auf die kWh zu kommen. Diese multipliziert ihr dann noch einmal mit dem Preis. Oder in mathematischer Kürze ausgedrückt:

  • (Watt x Stunden Laufzeit) / 1.000 = kWh
  • kWh x Preis (Euro) = Stromkosten im Jahr
Je kleiner das Gerät, desto weniger Strom verbraucht ihr. Das stimmt zumindest in vielen Fällen und so auch beim Smartphone.

Gut zu wissen: Wer am Smartphone zockt, spart am meisten. Eine Ladung verbraucht etwa 3 bis 12 Watt. Allerdings seid ihr bis auf ein paar Streaming-Angebote an die Auswahl im App-Store gebunden und müsst mit der Leistung der Hardware leben, die eben in ein kleines 6-Zoll-Gerät passt.

Nur um es noch einmal zu betonen: Diese Werte und Zahlen sind Richtwerte, es gibt eine Menge Variablen. Welches Spiel läuft? Wie sehen eure Einstellungen am PC aus? Welchen TV habt ihr? Das und vieles mehr beeinflusst Verbrauch und damit auch den Preis. Diese Zahlen sollen euch eine bessere Vorstellung von den Durchschnittswerten geben, aber bitte lest nicht exakt aus diesen Beispielen die Kosten für eure individuelle Nutzung ab.

Über den Autor

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Melanie Weißmann

News-Redakteurin

Melanie ist meist online am PC zu finden. Neben Multiplayern und Meer mag sie Alliterationen und dumme Wortspiele. Gelegentliches Lego-Bauen hilft ihr beim Abschalten.

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