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Final Fantasy 7 Remake Intergrade auf dem Steam Deck - Warum soll ich noch mal von der Couch runter?

Perfekt ist es nicht - es ist eben die PC-Version.

Ihr kennt Final Fantasy 7 Remake. Ihr wisst alles über die Intergrade-Erweiterung. Und ihr habt den Release der PC-Version im Epic Games Store verfolgt, bei dem das große Abenteuer selbst auf leistungsstarken Rechnern Probleme hatte, eine Rate von 60 Bildern pro Sekunde zu halten – wobei Letzteres inzwischen behoben wurde. Auf PC habe ich in den letzten Tagen jedenfalls mit einer Bildrate von (weitgehend) 120 gespielt, während die Auflösung 1440p betrug.

Zum allergrößten Teil habe ich Midgar allerdings gemütlich von der Couch aus erkundet, denn ich wollte vor allen Dingen wissen, wie die frisch veröffentlichte Steam-Version auf dem Steam Deck läuft. Und wenn man mit kleinen Abstrichen leben kann, tut sie das erfreulich gut! Wobei der überschaubar große Bildschirm natürlich dabei hilft, die eine oder andere Schwäche zu kaschieren.

Auf dem kleinen Display des Steam Deck stört es nicht, dass niedrige Details das Bild relativ weich erscheinen lassen.

So kommt es immer noch vor, dass das Spiel für einen winzigen Sekundenbruchteil kurz stottert. Das ist zum einen allerdings längst nicht mehr so stark ausgeprägt wie in den Videos, die ich von der Release-Version des letzten Jahres gesehen habe. Zum anderen macht sich das auf dem kleinen Display des Decks ohnehin weniger bemerkbar. Dort fällt vielmehr auf, dass das Spiel ganz allgemein damit zu tun hat, eine stabile Bildrate zu halten. Technisch bringt das Remake von Final Fantasy 7 den Valve-Handheld offenbar an seine Grenzen.

Mit 60 Bildern pro Sekunde werdet ihr unterwegs deshalb nicht spielen. Selbst wenn ihr die Auflösung auf die niedrigste Stufe von 720p stellt und sowohl Schatten als auch Texturen von Hoch auf Niedrig setzt (andere Optionen gibt es in den PC-Versionen ja gar nicht), stemmt das Deck die 60 nur in wenigen Situationen. Schade ist an dieser Stelle auch, dass die native Auflösung von 1280x800 gar nicht unterstützt wird, weshalb man in jedem Fall mit schmalen schwarzen Balken am oberen und unteren Bildrand leben muss.

Gerade in den schnellen Kämpfen macht es sich bezahlt, dass man nicht auf eine Bildrate von 30 angewiesen ist, sondern größtenteils stabile 40 nutzen kann.

Wie sieht es aber mit 30 Sekundenbildern aus? Nun, auch die schafft Intergrade nicht bei vollen Details. Mit anderen Worten, für störungsfreies Spielen seid ihr in jedem Fall darauf angewiesen, vor allem die Schatten auf niedrig zu stellen. Wobei ich auch die Texturen entsprechend gesenkt habe, um weitere kleine Einbrüche der Bildrate zu verhindern. Man muss ja sagen, dass die Qualität der Darstellung auf dem kleinen Bildschirm und in Anbetracht der ohnehin niedrigen Auflösung kaum darunter leidet. Natürlich hinterlässt das Bild so einen sehr weichen Eindruck! Das liegt zu einem sehr großen Teil aber auch an dem von Square Enix gewählten Artdesign, nicht allein an der Technik.

Das Wichtigste ist aber: Mit diesen „niedrigen“ Einstellungen kann man Final Fantasy 7 Remake sogar mit 40 Bildern pro Sekunde spielen. ‚Das ist doch kein großer Unterschied‘, meint ihr? Ganz im Gegenteil! 40 ist momentan der perfekte Kompromiss und die niedrigste Bildrate, ab der ich interaktives Geschehen als angenehm flüssig empfinde – auf einem so kleinen Bildschirm sowieso.

In Yuffies Episode fallen kleine Einbrüche der Bildrate und auch ein gelegentlich aussetzendes Laden detaillierter Texturen am ehesten auf, insgesamt sind das aber keine nennenswerten Störungen.

Stellt das Deck also entsprechend ein, sowie die Bildrate im Spiel auf mindestens 60 und genießt das Abenteuer praktisch störungsfrei! Gelegentlich lässt es dann immer noch hier und da mal zwei, drei Frames liegen und für mein Empfinden ist auch die Frametime nicht immer konstant. Das wirkt sich aber in keiner Form so störend aus, dass es vom eigentlichen Erleben ablenkt. Zumindest habe ich das Remake einschließlich Yuffies Episode etwa sechs Stunden lang gespielt und konnte es auf diese Art in vollen Zügen genießen.

Der Akku hält mit diesen Einstellungen übrigens etwas mehr als zwei Stunden lang, was für einen technisch modernen Titel sehr in Ordnung ist. Auch wenn die PC-Version alles in allem also mitsamt ihrer zum größten Teil bereits bekannten Schwächen auf Steam veröffentlicht wurde, kann ich nicht nur das Remake an sich nach wie vor nur empfehlen. Es fühlt sich auch verdammt gut an, auf dem Steam Deck die Weiterführung dessen zu genießen, was Square Enix vor 25 Jahren einst ins Rollen gebracht hat.

Über den Autor

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Benjamin Schmädig

Redakteur

Für ihn ist WipEout 2097 der Grund, aus dem es Videospiele gibt – aber auch Indiesachen, Shooter sowie fast alles, das mit Weltraum zu tun hat. Sucht gute Storys, knackige Herausforderungen und freut sich, wenn die grauen Zellen nicht unterfordert werden.

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