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Das wird 2013: MMOs

Nicht nur die Masse an Titeln erstaunt - gefühlt die Hälfte davon spielt in einer Sandbox.

Die gewaltige Flut angekündigter MMOs für dieses Jahr ist ermutigend und ernüchternd zugleich. Einerseits hat die Branche offensichtlich nicht vor World of Warcraft kapituliert und klaubt weiterhin fleißig zusammen, was das schwarze Loch unter den MMOs an Krümeln fallen lässt - zugegebenermaßen immer noch ein sehr lukratives Geschäft. Andererseits bleiben echte Innovationen aus. Free-to-play ist mittlerweile der Quasi-Standard und tröpfchenweise wechseln die letzten Verfechter des Abo-Modells auf die Cashshop-betriebene Seite. High-Fantasy ist noch immer das Szenario der Wahl, wobei hier ein wenig Auflockerung zu beobachten ist. Und obwohl die Kampfsysteme aktueller Titel durch die Bank weg mehr Dynamik entfalten, also seltener auf Target-Lock und Automatisierung setzen, wird kaum an etablierten Gameplay-Konventionen gerüttelt. Gute Ideen und grafisch opulente Welten gibt es zuhauf, doch auf den bahnbrechenden großen Wurf wartet man bislang vergebens. Trotzdem gibt es irrsinnig viele Spiele, die man dieses Jahr im Auge behalten sollte. In so mancher Schale Einheitsbrei schlummert eine Feature-Perle, die es zu heben lohnt.

Das wird 2011: MMOs

Fremde Welten

2010 war kein MMO-Jahr. Nahezu jeder Titel, der in den letzten zwölf Monaten auf den Markt geworfen wurde, floppte oder musste wie so viele Titel davor nach einem vielversprechenden Start gleich wieder kleinere Brötchen backen beziehungsweise die Flucht in den Free2Play-Bereich antreten. Klar, Aion konnte selbst im Westen Millionen Spieler mobilisieren, doch schon nach ein paar Tagen entpuppte sich das hübsche Asien-Rollenspiel als Grindfest. APB, dem 100 Millionen Dollar Monster aus England, erging es sogar noch schlechter.