Destiny 2 Tests

Destiny 2: Forsaken - Test: Kein Reboot, nur ein frischer Start

Nach den bisherigen Fast-schon-Desaster Inhalten, die Destiny 2 versuchte an den Spieler zu bringen - oder den Käufer eines Season-Passes nicht glücklicher machten - ging ich nicht direkt mit Enthusiasmus an Forsaken heran. Aber scheinbar ist jemand bei Bungie aufgewacht oder das hier war der eigentlich erste DLC und weil er länger dauerte, bekamen wir die ersten Verlegenheitsrunden. Wie auch immer. Diesmal haben sie es für alle fast ideal getroffen, die Destiny mögen.

Bevor das große Geheule losgeht, dass Destiny ein leeres Stück Looting sei, in dem man ja nichts Sinnvolles tut und was auch immer ... Von mir aus, Forsaken wird niemanden konvertieren, der nichts - oder nichts mehr - mit Destiny anfangen kann. Es ist gut, aber nicht der große Game-Changer. Damit kann ich leben, denn ausgehend von den soliden Spielerzahlen bleiben neben mir wohl noch ein paar andere Guardians übrig, die sich daran erfreuen.

Was ihr bekommt, ist wie immer zweiteilig. Das eine ist ein großes Update, dass alle Destiny-2-Spieler betrifft, egal, ob sie nun Forsaken spielen oder nicht. Alle machen das große Um-Leveln mit, arbeiten sich von 30 bis 50 - und relativ locker bis auf Licht-Level 500. Wer dann fleißig ist und dabeibleibt, wird mit genug Raids und Strikes und allem High-Level-Zeugs, was es noch gibt, irgendwann die 600 sehen. Aber das ist kein kurzer Weg für Normale- oder gar Solo-Spieler. Dazu kommt, dass es deutlich schwerer wurde, alte, geliebte Waffen schnell mal eben mit Ramsch, den man findet, auf dem aktuellen Level zu halten. Es gibt eine neue Art von legendären Waffen, Meisterwerke, die entweder selbst schon ganz gut sind oder zerlegt werden können, um die Ressourcen zu bekommen. Diese nutzt ihr dann, um alte Lieblinge im Rennen zu halten oder dafür geeignete Waffen - oder natürlich Rüstungen - in Meisterwerke zu verwandeln. Das gibt ihnen mit jedem Upgrade ein paar Perks oder Punkte mehr und ist wohl auch eine Art der Individualisierung.

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Destiny 2 (PC) - Test

EmpfehlenswertDestiny 2 (PC) - Test

Was lange währt, wird endlich richtig gut.

Hier geht es in erster Linie um die Umsetzung von Destiny 2 auf den PC. Wollt ihr eine vollumfängliche Meinung zum allgemeinen Ablauf und eine Beurteilung des Spiels als Sequel zu einem der erfolgreichsten Titel 2014, lege ich euch Martins ursprünglichen Test zu Destiny 2 ans Herz.

Es deutete sich in der Beta ja schon an, aber jetzt, zur endgültigen Veröffentlichung und mit den fertigen Grafikkartentreibern für Destiny 2, ist es amtlich: Bungie hat eine fantastische Version seines neuen Loot-Shooters auf die Heimcomputer gebracht, die nicht nur technisch, sondern auch spielerisch den Gewohnheiten von PC-Usern sehr entgegenkommt. Natürlich ist weiterhin deutlich zu sehen, dass Destiny auf den Konsolen seinen Anfang nahm. Technisch stößt es dem Medium keine neuen Türen auf. Aber es glänzt durch wundervolle Art-Direction, die sich vor allem in schönen Designs bei Waffen, Gegnern und vor allem Umgebungen niederschlägt - und durch angenehm breit gefächerte Grafikoptionen, mit denen man das Spiel ausgezeichnet an seine Vorlieben und die gegebene Hardware anpassen kann.

Wie ihr vielleicht schon bei Digital Foundry gelesen habt, bekam man bereits zur Beta ohne größere Probleme und mit verschmerzbaren Anpassungen an den Qualitätseinstellungen des Spiels stabile 30 FPS bei echter 4K-Auflösung mit einer schon leicht angestaubten Karte wie der Geforce 970 hin. Ich spielte die fertige PC-Version auf meinem Arbeitsrechner (i7 6700K, Geforce GTX 1080, 16 GB RAM) in knackscharfen 1440p - 78 Prozent mehr Bildpunkte als 1080p - und den höchsten Einstellungen, abzüglich der Schatten, die ich von der höchsten Einstellung eine Stufe auch "hoch" hinunterjustierte, stramm oberhalb der magischen 60 FPS. 1080p-User erzielen auch Bildraten in Richtung von 144 Bilder pro Sekunde, für die sie je nach GPU an ein paar Stellschrauben drehen müssen, oder auch nicht. Das Spiel legt euch jedenfalls keine Steine in den Weg und bringt bei den erwarteten Einstellungen (den Schatten oder Bungies irrsinnig feiner Tiefenschärfe) massive Performance-Gewinne.

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Destiny 2 - Test

EmpfehlenswertDestiny 2 - Test

Meine liebste Arbeit.

Hm, ein präziser Treffer im dramatischsten Moment und Bäm! Genau ins Graue. Nämlich das, das man sieht, wenn man mitten im Abspann, den finalen Momenten der Kampagne, auf den grauen "Server-down"-Screen gekickt wird. Fortsetzung folgt. In einer Stunde oder so.

Um fair zu sein, Destiny 2 lief seit dem Tag seines Launches hier extrem stabil und nur einmal hatte ich abgesehen von diesem "Epic Fail" einen Moment, wo es mich nicht spielen lassen wollte. Der ging so schnell, wie er kam. Ansonsten gab es keine Online- oder Server-Probleme, Kudos dafür. Aber dieser Koitus Interruptus zeigt auch sehr schön, in welche Richtung sich Destiny 2 entwickelt hat: Die Server-Verbindung, der MMO-Aspekt, die täglichen Quests, Aufgaben, das Loot - all das, womit ein MMO die Leute lange am Laufen hält, ist klar in den Vordergrund gerückt. Auf eine meist gute Art.

Aber um noch einmal fair zu sein, auch an der Kampagne und ihrer Inszenierung wurde viel geschraubt, man guckte sich möglicherweise ein wenig im eigenen Hause um und sah, was Call of Duty so treibt und wo seine Stärken in diesem Feld liegen. Das Ergebnis ist eine weit kohärentere Erfahrung für den Spieler, wenn es um die Dramaturgie geht. Mehr oder weniger. Also ihr spielt den einzigen Guardian, der sein Licht und die Powers hat, aber da sind um euch herum all die anderen Guardians, die das auch können, aber nur die drei Story-NPCs, die irgendwie die Anführer sind, haben das nicht, nur eben alle anderen, die man ja in der freien Wildbahn sehen kann... Was auch immer, man darf es nicht zu lange durchdenken, sollte einfach machen und Mission für Mission genießen. Da sind ein paar richtig schicke dabei, sie lassen es ordentlich krachen, die Orte sind beeindruckend genug und den eigentlichen Zweck, nämlich euch ohne Langeweile euren Helden ausbauen zulassen und auf Level 20 zu bringen, erfüllen sie mit Bravour.

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