Everybody's Golf 2

Everybody's Golf 2

Everybody's Golf 2

Sauber eingelocht

Die drei langweiligsten Sportarten (aus Zuschauersicht): 1. Schach 2. Curling 3. Golf. Es ist einfach nicht sonderlich spannend, mondän gekleideten Menschen zuzusehen, wie sie eine Figur nach der anderen bewegen, etwas über das Eis schliddern lassen oder einen kleinen Ball über einen akkurat rasierten Rasen dreschen, nur um das runde Kügelchen am Schluss in ein kleines Bodenloch kullern zu lassen. Aus Spielerperspektive sieht das natürlich anders aus: Denn Golf, das ist Balsam für die Seele, ein ruhiges Abwägen zwischen Natur und Mensch – nur wer den Wind, die Unebenheiten des Bodens, das Wirken der Elemente richtig einschätzt und daran seinen Schlag anpasst, wird am Ende einen Birdie rausholen.

Die Zusammenarbeit mit der Umwelt ist für jeden Golfer also Pflicht. Dafür darf man dann auch so merkwürdige Sachen wie Boogey, Neuner-Eisen oder Hole-in-One sagen und sich vollen Stolzes mit einem fragwürdigen Modegeschmack durch die Botanik bewegen. Bereits zum zweiten Mal lädt Sony zum Golfen ein, Everybody’s Golf 2 unterscheidet sich jedoch nur marginal vom Vorgänger. Warum sollte man auch ein bewährtes System ändern? Zumindest in Sachen Spielmechanik gibt sich das Spiel ebenso traditionell wie altbacken.

Der Balken ist mal wieder der Mittelpunkt, zum richtigen Zeitpunkt muss X gedrückt werden, um einen Schlag auszulösen. Mittels dem richtigen Timing bestimmt man die Schlagweite und ob der Schlag eine Glanzleistung oder ein Reinfall wird – patzt man, landet der Ball im hohen Gras, im Bunker oder schlimmer noch, er platscht ins Wasser. Für Anfänger gibt es eine etwas vereinfachte Variante, die für fast immer perfekte Schläge sorgt. Der Pro nimmt allerdings sein Schicksal selbst in die Hand und setzt auf manuelles Handling.

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Everybody's Golf 2

Spielt auf Par

Ich kenne Tiger Woods nicht. Ich kenne nicht mal den Berliner Golfmeister, wie auch immer er heißen mag. Eigentlich kenne ich nur Golfer, die genauso spielen wie ich. Wir gehen meist auf die Driving Range oder auf einen No-Name-Platz, der nett genug ist, jeden mit der Grundqualifizierung raufzulassen und keine lästigen Fragen bezüglich des Handicaps stellt.