Hyper Light Drifter

Mysteriöses, flottes und mit tollen Bosskämpfen gesegnetes Action-Zelda. Andersweltlich schön, könnte hier allein die Bildrate besser sein.

"Der Kampf eines Menschen kann überwältigend und ein großer Motivator sein - und ihn gleichzeitig ins Verderben führen", sagt Alex Preston, Schöpfer des Indie-Titels Hyper Light Drifter. Damit meint er nicht allein die Entwicklung des Spiels. Seit langer Zeit arbeitete er als Illustrator und Designer, die Entwicklung von Spielen zählt seit seiner Jugend zu seinen Leidenschaften. Vor Hyper Light Drifter hatte er nie den Mut und die Unterstützung, ein Spiel zu veröffentlichen.

Danke. Dafür, dass ihr hier auch in diesem Jahr unterwegs seid, lest und fleißig kommentiert. Und das nicht nur unter regulären Artikeln, sondern ebenso bei den Top 50. Und selbst wenn es letzten Endes nicht jeder abgegebene Kommentar in die jeweiligen Artikel schafft: Ein ganz großes Dankeschön an alle Teilnehmer!

Hyper Light Drifter - Test

EmpfehlenswertHyper Light Drifter - Test

Ein Zelda für die Generation Fez und Binding of Isaac.

Manche Spiele haut es einem fast ohne Vorwarnung um die Ohren. Klar, Hyper Light Drifter war im Herbst 2013 eines der größeren Kickstarter-Projekte. 27.000 Dollar wollten die Leute von Heart Machine haben, über 645.000 bekamen sie. Aber das ist eine Weile her und viele große und kleine Indie-Sensationen und -Enttäuschungen kamen und gingen. Lange hatte ich schon nicht mehr an dieses klassisch ausgelegte Abenteuer aus der Draufsicht gedacht, obwohl die ersten Bilder mich doch sehr betörtet hatten. Jetzt ist es da und die Überraschung umso größer: Es ist wirklich erfrischend, wie ausgereift und erwachsen das Design doch geworden ist.

Als eines der wenigen Spiele dieser Machart kommt Hyper Light Drifter komplett ohne Sprache aus, zumindest ohne eine Sprache, die man ohne Weiteres verstünde. NPCs kommunizieren in Sprechblasen, mysteriöse Hieroglyphen an Monolithen erzählen eine Geschichte, die niemand versteht, der in dieser im Verfall begriffenen Welt nicht aufgewachsen ist. Euch zieht es nach der wundervollen Titelanimation, die ihre Verzweiflung in unheimlichen Fantasy-Untergangsbildern geradezu herausschreit, zunächst einfach Mal in Richtung des ersten rotglühenden Totenschädels auf der Karte. Es geht kaum zielstrebiger als das - zumindest nicht in dieser Sorte Spiel.

Und das zieht sich eben durch das komplette Design: Im Grunde ist es eben durchaus Zelda-artig: In den thematisch unterschiedlichen Kartenbereichen nördlich, südlich, östlich und westlich des zentralen Dorfes sucht ihr nach jeweils vier violetten Scherben - magisch zweifelsohne -, erledigt den Boss und lasst schließlich eine gigantische Säule in dem Gebiet aus dem Boden sprießen um... nun, das findet ihr besser selbst heraus. Belassen wir es dabei, dass auf dem zentralen Platz des Dorfes parallel dazu etwas ganz Ähnliches passiert und so euren Fortschritt visualisiert.

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