Sekiro: Shadows Die Twice Features

Zu den Stärken von From Softwares Sekiro: Shadows Die Twice gehört zweifellos, dass es bei aller Vertrautheit gleichzeitig absolut einzigartig wirkt. Vor vier Jahren gelang den Entwicklern ein vergleichbares Kunststück mit Bloodborne, das sich das Skelett der Dark-Souls-Reihe vornahm und um ein finsteres Gothic-Szenario und ein überarbeitetes Kampfsystem ergänzte. Sekiro hat ähnlich hohe Ambitionen und nach allem, was wir bisher davon sehen durften, verdient dieses Spiel auf seine eigene Art Applaus. From zapft die kräftig pulsierende mythologische Ader seiner Heimat an: Eine wunderschöne, an Japan gemahnende, neue Welt der Shinobi, brennender Tempel und verfehdeter Klane, die durch die hohe Liebe zum Detail auffällt. Diese Qualität der Art Direction haben wir von From Software bisher nicht gesehen.

Inzwischen gibt es so viele Spiele jedes Jahr. Die üblichen, verdächtigen Triple-As natürlich, die großen Indies, aber auch Tonnen an kleineren, aber nicht weniger spannenden Projekten. Wobei, zu sehen, was genau Anthem denn jetzt eigentlich tut, was ein Destiny nicht kann, das wird schon spannend sein. Aber Spaß beiseite, hier sind die Spiele, auf die wir warten.

FeatureSekiro: Shadows Die Twice - Strategisches Sterben

Das ist kein neues Dark Souls. Aber genauso gut.

Ich bin überrascht. Nicht, weil Sekiro: Shadows Die Twice ziemlich gut aussieht und dazu noch flüssig von der Hand geht, nein. Vor allem, weil es sich nicht anfühlt wie ein Dark-Souls-Spiel in neuem Gewand. Genau das hatte ich nämlich irgendwie erwartet. Aber nein, Sekiro ist anders, davon konnte ich mich jetzt selbst auf der Gamescom überzeugen. Das Spiel bietet im Gegensatz zur Souls-Reihe viel mehr Vertikalität. Ihr könnt auf Dächer klettern und nichtsahnende Gegner von oben attackieren, ganz so, wie ihr es aus der Assassin's-Creed-Reihe kennt und liebt. Und ihr könnt euch mit eurem Greifhaken von Dach zu Dach ziehen.