Splinter Cell: Conviction Features

Splinter Cell: Conviction

Sam auf Abwegen

Moral und Zurückhaltung sind nicht unbedingt Luxusgegenstände in der zivilisierten Welt. Was aber, wenn einer kein Interesse mehr daran hat? Wir erinnern uns kurz zurück, so in etwa Mitte der letzten Dekade. Ein Höhepunkt, als aus French Fries über Nacht Freedom Fries wurden und die Rechtsordnung der ganz westlichen Welt schwer strapaziert wurde, nachdem plötzlich kreative Verhörmaßnahmen in den Katalog zulässiger Strafpräventionen eingeführt wurden. McCarthys Geist schien von den Toten auferstanden, um auf der ganzen Welt den neuesten Bedrohungen hinterherzujagen. Einige real, andere Gespenster. Alles zum Schutz vor dem Armageddon durch Terroristen, Massenvernichtungswaffen und Liberalen. Je nach Sendezeit auf FOX in variabler Reihenfolge.

Splinter Cell: Conviction

KoOp-Überraschung

Der KoOp-Modus ist ja inzwischen so etwas, wie das Heilsversprechen der Videospielindustrie geworden. Ohne wird das Geschrei der Fachpresse groß und die Fans steigen auf die Barrikaden. Im Umkehrschluss kann das gemeinsame Ausrotten der Feinde selbst spröden Titeln so etwas wie Klasse verleihen. Ich für meinen Teil wurde aber erst mit Epics Kettensägenmassaker bekehrt. Natürlich begeisterte ich mich schon vorher für Mehrspieler-Modi, doch erst in dem 2006er Actionspiel wurde mir bewusst, wie viel Spaß das gemeinsame Kämpfen, Bluten und Leiden gegen den Computer mit einem Headset machen kann.

Splinter Cell: Conviction

Ein Mann sieht rot

Der 11. September hat unsere Gesellschaft in ihren Grundfesten erschüttert. Seit jenem schicksalhaften Tag im Jahr 2001 müht sich die Welt, meist vergeblich, mit diesem denkwürdigen Einschnitt zurechtzukommen. Während die Politik vor allem auf Aktionismus setzt, die Bürger nach terroristischen Tendenzen durchleuchtet und die Staaten in Hochsicherheitstrakte verwandelt, versucht die Unterhaltungsbranche, die Ereignisse auf ihrer Art und Weise zu verarbeiten.

Splinter Cell Conviction

Zurück von den Toten

Wenn man für zwei Jahre abtaucht und im Untergrund arbeitet, dann kann man danach was erzählen. Vieles hat sich verändert, als wir Sam Fisher das letzte Mal sahen. Er war langhaarig, ungekämmt, unrasiert und fern der Sicherheit eines legitimen Auftraggebers. In 2007 hieß es noch, dass er verraten wurde und jetzt die Regierung Jagd auf ihn macht. Sam machte das einzig Richtige und Ubisoft half ihm gerne dabei. Splinter Cell: Conviction verschwand lange Zeit von der Bildfläche.

Xbox 360 - Das wird 2009

Spione, Herrscher und Autoren

Schon wieder sind zwölf Monate ins Land gezogen. Zwölf Monate voller Toptitel, Enttäuschungen und Überraschungen. Und auch 2008 stand ganz im Zeichen von Halo, obwohl kein neues Spiel erschien. Halo Wars verspätet sich. Halo 3 bekommt eine Erweiterung. Microsoft bildet ein eigenes Halo-Team, dem unter anderem Ryan Payton (zuvor Kojima Productions) angehört. Zahlreiche Gerüchte machen die Runde. Ein Halo-MMO war in Arbeit, wurde aber eingestellt.

Ich muss zugeben, ich war mehr als überrascht, als der neue Sam Fisher auf den Ubidays die Bühne betrat. Oder besser die übergroßen Leinwände. Lange Haare, ungepflegter Bart. Irgendetwas stimmte nicht.