Virtua Tennis 4

Spotlight

Virtua Tennis 4 - Test

"Handheld-Umsetzung"? Das war mal ein Schimpfwort, oder?

Virtua Tennis 4

SEGAs Return

Schlüsselereignisse

Zu viele Fortsetzungen? Deshalb Kreativitätskrise? Wirklich?

Sind Sequels wirklich der Innovation großer Untergang? Mit dem einmaligen Cage-Faktor finden wir es heraus!

Fortsetzungen. Verfeinerungen eines bekannten Konzeptes, kreativer Umbruch und billiger Ausverkauf überholter Ideen. Alles ist möglich, wenn der Zähler auf zwei oder mehr springt. Neue Franchises scheinen im großen Stile immer seltener, Aufbau auf bestehenden Werbeerfolgen zur Rentabilität unerlässlich. Ist das immer schlecht? Absolut, sagt David Cage, der Schöpfer von Heavy Rain. In einem recht billigen Querschuss gegen Shooter und Fortsetzungen straft er alles mit einer Zwei oder mehr im Namen ab, keine Innovation, keine Kreativität.

Virtua Tennis 4 - Test

Virtua Tennis 4 - Test

"Handheld-Umsetzung"? Das war mal ein Schimpfwort, oder?

Ich gebe gerne zu: Ein bisschen haben wir uns für die anfängliche Berichterstattung über das Start-Portfolio der PlayStation Vita ja schon die Perlen rausgepickt. Daher an dieser Stelle: Keine Sorge, die Gurken bekommen auch noch ihr Fett weg. Weil uns und hoffentlich auch euch aber die guten Spiele weit mehr interessieren als die, auf die man getrost verzichten kann, und weil jetzt, wo ich diese Zeilen tippe, gerade so schönes Wetter ist, müssen wir einfach über Virtua Tennis 4 sprechen.

Im Grunde geht es nicht anders, denn mit diesem Spiel hat SEGA nicht weniger als die beste Umsetzung eines Heimkonsolen-Titels auf einen Handheld abgeliefert, die ich je gesehen habe. Keine Spur von der üblichen portablen Schonkost, wie sie sonst so häufig auf dem Kamm der Werbewelle von PS3- oder Xbox-360-Gossenhauern surft. Hier steht Virtua Tennis 4 drauf und das ist genau das, was die Spieler bekommen. Wer das actionreiche Tennisspiel auf die Speicherkarte seiner der Vita einlädt, erhält exakt das Spiel, das uns vor neuneinhalb Monaten schon so gut gefallen hat, wenngleich das etwas ausgewogenere Top Spin 4 damals noch knapp die Nase vorn hatte.

Jetzt wäre es natürlich ein Leichtes, euch auf den Virtua Tennis 4 Test vom letzten Mai zu verweisen, was ich in gewisser Weise auch ein bisschen tue, weil ich mich ungern wiederhole. Dennoch sind wir hier noch lange nicht fertig. Sprechen wir über den Erstkontakt mit VT 4, denn der war eines der großen Aha-Erlebnisse meines ganz persönlichen, vorgezogenen Vita-Launches. Wenn man über die Jahre so viel billige Schaufelware erlebt hat, die - teils notgedrungen, weil für eine schwächere Zielplattform entwickelt - weder in Sachen Technik noch Inhalt noch viel mit dem Ausgangsprodukt zu tun hat, dann möchte man sich beinahe die Augen reiben, wenn das Hauptmenü einen auf einmal anstrahlt, als hätte man per Remote Play das Bild der PlayStation 3 auf die Vita gestreamt.

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Virtua Tennis 4

Virtua Tennis 4

SEGAs Return

Kaum zu glauben, dass es schon mehr als zehn Jahre her ist, dass man als SEGA-Fan seine Freunde auf ungezählte Flaschen Koffein-Brause einlud, um sich die Nacht mit Virtua Tennis auf der Dreamcast um die Ohren zu schlagen. Wenn man bedenkt, wie viele Konkurrenten SEGAs Vorzeige-Tennis im Laufe der Zeit überlebt hat, könnte man meinen, dass die Marke nach wie vor das Nonplusultra ist, wenn es darum geht, in möglichst rasanter Manier ein gelbes Stück Filz hin und her zu prügeln, bis einer daneben schlägt.

Doch im Grunde ist das schon lange nicht mehr wahr. Schon seit 2003 schickt 2K mit Top Spin einen mehr als würdigen Konkurrenten um die Krone der halbwegs authentischen Tennisspiele ins Rennen, der dafür sorgt, dass sich SEGA richtig anstrengen muss, seine Gefolgschaft bei Laune zu halten. Diese "Qualitätssicherung von außen" bewirkt, dass Virtua Tennis in diesem Jahr sogar mehr tut als in den Ausgaben zuvor. Der Vergleich mit dem unter 2K Czech stark aufspielenden Top Spin 4, das bereits seit Mitte März zu haben ist, fällt aber trotzdem nicht in allen Kategorien positiv für die Japaner aus.

Der Fairness halber muss man sagen, dass die Spiele ihren Sport im Grunde recht unterschiedlich interpretieren. Wo Top Spin 4 Laufarbeit, Schlagtechnik und Stellungsspiel gleichermaßen fordert, mag SEGA sein Tennis schnell und actionreich und gibt damit Reaktionen und flinke Beine als wichtigste Devisen aus.

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Virtua Tennis 4

Back in Japan

Für Virtua Tennis schließt sich in diesem Jahr ein Kreis: Die vierte Ausgabe des Arcade-Filzball-Klassikers markiert nicht nur den zehnten Geburtstag der Serie, sondern auch die Rückkehr nach Nippon. Virtua Tennis 2009 entstand nämlich – lediglich von SEGA überwacht – bei den Briten von Sumo Digital. Nun ist mit AM3 wieder die ursprüngliche Spieleschmiede an der Reihe, Federer und Co. die Flugrolle beizubringen.