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GCDC: Shelley - Design by Playing

Wie wurde Age of Empire zum Hit?

Der Schöpfer der Hitserie Age of Empire, der gerade an Halo Wars sitzt, plauderte heute auf der GCDC aus dem Nähkästchen und erklärte, wie seine Ensemble Studios den Design-Prozess meistern. Seine Maxime laute "Design by Playing" und beschreibt das intensive Testen jeder Spielidee in einem Prototypen. Dabei sind zwei Schritte von entscheidender Bedeutung: Erst muss ein Prototyp zusammengebaut werden, der so schnell wie möglich die Spielidee veranschaulicht und bei dem wenig auf Grafik und andere Sachen geachtet wird. Im zweiten Schritt gibt es eine umfangreiche Testsession, bei der genau darauf geachtet wird, was funktioniert und was nicht. Danach werden schnell die Änderungen eingebaut und das Spiel von vorne begonnen.

Er vergleicht diese Vorgehensweise mit der eines Künstlers oder Musikers. Genau wie ein Maler ständig das Ergebnis auf der Leinwand kontrolliert und ein Produzent immer wieder seine Stücke anhört und sie auch anderen Interessierten zeigt, muss man auch in der Spieleentwicklung diesen Schritt wagen, weil Design-Dokumente und Programm-Code zu abstrakt sind, um auf den ersten Blick das Ergebnis zu erkennen.

Außerdem muss man je nach Zielgruppe auch entsprechende Tester an das Spiel setzen. So macht es keinen Sinn bei einem Casual Game Hardcore Gamer dran zu setzen und umgekehrt. Doch es ist Bruce Shelly auch bewusst, dass dieser Vorgang sehr Kosten und Zeit intensiv ist. So nennt er selbst nur noch Blizzard und Sid Meier, die diesen steinigen und einmaligen Weg wählen. Doch angesichts der Qualität der Produkte, die bei diesen drei großen Entwicklern heraus kommen, scheint sich diese Vorgehensweise am Ende doch zu lohnen. Zumindest Crytek scheint bei ihrem neuen Meisterwerk Crysis einen ähnlichen Weg zu wählen. (siehe hier) Hoffentlich macht dieses Beispiel weiter Schule.

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