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Gearbox erklärt: So fühlt es sich an, in die Fußstapfen von Tales from the Borderlands zu treten

New Tales from the Borderlands schreibt Geschichte.

Gearbox hat sich mit der Fortsetzung zu Tales from the Borderlands keiner leichten Aufgabe gewidmet - immerhin war das Vorgängerspiel zu New Tales from the Borderlands sehr beliebt. Ein Grund dafür waren sicher das Storytelling und der Humor, die die Welt von Borderlands eingefangen und aus der Perspektive gewöhnlicher Bewohner von Pandora wiedergegeben haben.

Lin Joyce, Head of Writing bei Gearbox Software, hat sich die Zeit genommen, uns ein paar Fragen rund um New Tales from the Borderlands zu beantworten. Eine reine Fortsetzung ist das Adventure nicht, immerhin gibt es neue Charaktere, die auf einem anderen Planeten ein neues Abenteuer erleben. Im Gegensatz zu Tales from the Boderlands sollen diesmal auch alle Episoden zur selben Zeit veröffentlicht werden. Am 21. Oktober 2022 ist es schon so weit. Dann erscheint das Sequel im Geiste für PC, Xbox, PlayStation und die Nintendo Switch.

Wieso habt ihr euch bei New Tales from the Borderlands dazu entschieden, alle Episoden auf einmal zu veröffentlichen?

Lin Joyce: Die Veröffentlichung aller Episoden auf einmal ist eine weitere Möglichkeit, den Spielern die Wahl zu lassen. Sie können sich entscheiden, ob sie die Episoden schnell durchspielen oder sich Zeit lassen wollen. Man kann sie sogar in umgekehrter Reihenfolge spielen, wenn man das möchte.

Wie schwierig war es für euch, mit neuen Charakteren in die Fußstapfen der beliebten Figuren aus Teil eins zu treten?

Lin Joyce: Die Besetzung der Charaktere in Tales from the Borderlands ist phänomenal. Ich bin ein großer Fan des Spiels, aber wir haben schon früh entschieden, dass New Tales from the Borderlands das Universum erweitern sollte, und das brachte neue Charaktere mit sich, die neue Einblicke und Perspektiven bieten würden.

Fran, Octavio und Anu ersetzen Fiona und Rhys. Können die drei das Erbe von Tales from the Borderlands würdig fortführen?

Fühlt ihr euch durch die vielen Vergleiche mit Tales from the Borderlands unter Druck gesetzt oder habt Sorge, dass der Titel nicht für sich allein stehen kann?

Lin Joyce: Wir haben natürlich mit den Vergleichen gerechnet, aber sie haben uns nicht abgeschreckt. Das Entwicklerteam, das an New Tales from the Borderlands arbeitet, besteht aus unglaublichen Talenten mit jahrelanger Erfahrung. Wenn es Druck gab, dann nicht durch äußere Faktoren oder Sorgen über das, was war. Als Team wollten wir die Gelegenheit nutzen, um innovativ zu sein und das Franchise weiter voranzutreiben.

Insgesamt soll es fünf Enden geben. Wie habt ihr dafür gesorgt, dass Spieler Lust haben, New Tales from the Borderlands ein zweites, drittes, viertes, fünftes Mal in die Hand zu nehmen, um ein neues Ende zu erleben? Und lohnt sich jedes Ende gleichermaßen?

Lin Joyce: Wir haben das Spiel auf verschiedene Weise so gestaltet, dass man es wiederholen kann. Ihr könnt die Episoden in beliebiger Reihenfolge spielen. Ein richtiges oder falsches Ende gibt es nicht. Wenn du sie nicht in der richtigen Reihenfolge spielst, wird das System die Entscheidungen aus den vorherigen Episoden zufällig auswählen. Das ist eine großartige Möglichkeit, mit bereits ausgeteilten Karten einzusteigen und zu sehen, wie sich die Geschichte durch andere Entscheidungen verändert. Die Geschichte selbst sollte jedoch zum erneuten Spielen anregen. Mit drei spielbaren Protagonisten gibt es Tiefe nicht nur in der Art und Weise, wie die Spieler die einzelnen Rollen spielen können, sondern auch in der Art und Weise, wie die drei zusammen als Team funktionieren.

Eure Entscheidungen beeinflussen, was im Spiel passiert und sogar wie es ausgeht. Nicht jede Entscheidung wiegt dabei gleich schwer.

Wie geht ihr an eine Geschichte heran, die nicht ein festes Ende hat, sondern mehrere?

Lin Joyce: Vorsichtig. Ehrlich gesagt, indem man schon früh im Prozess festlegt, was die Geschichte ist und wo sie endet. Jede Episode braucht einen Bogen, aber auch die Serie braucht einen Bogen. Also fangen wir dort an. Sobald man diese Grundlinie hat, beginnt man, sie zu abstrahieren und zu verkomplizieren. Das ist der Punkt, an dem die Vielfalt und die Verzweigungen ins Spiel kommen. Darüber hinaus müssen wir uns, wie bei jedem anderen Spiel auch, der Zeit und des Umfangs bewusst sein. Und das ist es, was uns alle gesund hält. Sonst würden wir uns immer noch alternative Wege in die unendliche Vielfalt ausdenken.

Welche Geschichten und Erzählstile haben euch bei der Entwicklung von New Tales from the Borderlands inspiriert?

Lin Joyce: Die Liste der Geschichten, die uns inspiriert haben, ist vielleicht zu lang, um sie alle aufzuzählen. Was die Stile angeht, so gibt es verschiedene Arten von Comedy. Octavio zum Beispiel neigt zu anekdotischer Komik, während Fran mehr Zoten, also anzügliche Witze, bietet. Aber das Spiel greift auch auf Sci-Fi, Cyberpunk, Spannungsthriller und mehr zurück - Star Wars wäre ein Beispiel. Tatsächlich gibt es im gesamten Spiel einige nennenswerte Hommagen, die ich hier aber nicht verraten möchte.

Ich bin ein riesiger Fan der Borderlands-Shooter. Gibt es Hoffnung, dass ich ein paar der bekannten Gesichter aus den Hauptteilen oder dem kürzlichen Tiny Tinas Wonderlands zu Gesicht bekomme?

Lin Joye: Ja! New Tales erweitert das Borderlands-Universum zwar, aber nicht so sehr, dass wir unterwegs nicht auf einige bekannte Gesichter treffen werden.

Über den Autor
Melanie Weißmann Avatar

Melanie Weißmann

News-Redakteurin

Melanie ist meist online am PC zu finden. Neben Multiplayern und Meer mag sie Alliterationen und dumme Wortspiele. Gelegentliches Lego-Bauen hilft ihr beim Abschalten.

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