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Ghost Recon: Future Soldier

High-Tech-Spielzeug

Bisher hat sich die Ghost-Recon-Reihe nicht allzu weit in die Zukunft getraut. Hier eine Aufklärungsdrohne, dort ein autonomer Waffentransporter oder ein modernes Kommunikationsgerät, das erst in ein paar Jahren bei der amerikanischen Armee eingesetzt wird. Nichts wirklich Aufsehenerregendes, aber dafür alles in greifbarer Nähe. Mit Ghost Recon: Future Soldier wagt sich Ubisoft dagegen deutlich weiter hinaus. In eine Welt der Metamaterialien, computergesteuerter Mini-Projektile und der cybernetischen Unterstützung, die zwar theoretisch umsetzbar sind, sich aber zum Teil noch nicht einmal in der Erprobung befinden.

Einige Elemente sind sogar auf diese Art und Weise gar nicht zu verwirklichen. Ein Beispiel: Im Live-Action-Trailer feuern zwei Kommandosoldaten mit ihrem Rücken-Mörser jeweils drei Mini-Projektile auf einen futuristischen russischen Avalanche-Panzer. Die Geschossgröße entspricht in etwa der einer Maschinengewehrkugel, die Masse beträgt ein paar Hundert Gramm. Selbst mit viel Fantasy- und Zukunftstechnologie lässt sich die Panzerung eines so modernen Panzers nicht mit solchen Mini-Geschossen überwinden. Aus Science wird so Fiction. Ein Schritt, der aber nicht nur negativ ist.

Denn die Ghost-Recon-Serie wagt mit Future Soldier einen Neuanfang, der auf dem Future-Warrior-Programm des amerikanischen Militärs basiert. Die Franzosen wollen die klassischen Action-Konventionen aufbrechen, den Taktik-Charakter ein wenig zurückschrauben und das Spielgeschehen weiter vorantreiben. Der Spieler ist kein kleines Rädchen in einer großen Militärmaschinerie mehr, sondern gemeinsam mit seinen drei Partnern eine „F-16 auf Beinen“.

Der Commando samt Cross-Com-Kommunikation, Rücken-Mörser und adaptivem Sturmgewehr.

Vielseitig, durchschlagskräftig und so ziemlich jeder Gefechtssituation gewachsen. Das fängt damit an, dass jeder Soldat mit einem Exoskelett ausgerüstet ist, das ihm hilft, die mächtige Ausrüstung zu tragen. Ein Feature, das es so schon in der Realität gibt - siehe Video -, bei dem die Energieversorgung auf dem Schlachtfeld aber noch große Probleme bereitet.

Insgesamt wird es vier unterschiedliche Klassen geben. Der Commando ist dabei die Frontsau und setzt auf brachiale Feuerkraft. Zum einen mit seinem modularen Sturmgewehr, das in einer reduzierten Form schon seit ein paar Jahren im Einsatz ist, bei Ghost Recon aber mit intelligenter Munition und ballistischen Granaten nachgerüstet werden kann. Ein System, das sich als OICW in der Entwicklung befand, momentan aber wegen dem hohen Gewicht und dem hohen Preis in seine Bestandteile aufgebrochen wurde – siehe XM25.

Zusätzlich zu dieser recht konventionellen Komponente wird der Commando mit der oben erwähnten Rücken-Artillerie ausgestattet sein, die mehrere Ziele anvisieren und auf Knopfdruck gleichzeitig bekämpfen kann. Intelligente Mini-Munition, die zwar nicht Kampfpanzer vernichten kann, aber im Häuserkampf unschätzbare Dienste leistet. Futuristisch, aber zumindest gegen menschliche Ziele nicht komplett unglaubwürdig.

Der Engineer setzt dagegen auf eine tragbare EMP-Waffe, die auf Knopfdruck feindliche Elektronik stört und zum Teil sogar vernichtet. Auch dieses Gerät gibt es in der Theorie, aber für die Umsetzung braucht man gewaltige Energiemengen, die sich nur schwer in einem Rucksack herumtragen lassen. Außerdem arbeitet er mit der Boden-Drohne DOG zusammen, die sich diesmal auch direkt steuern lässt.

Dank des Exoskeletts, das sich außen an den Beinen befindet, ist der Soldat trotz schwerer Ausrüstung agil.

Ausgerüstet mit Panzerung, einem Sensor-Array und einer Gatling-Gun, bewegt sich das Design der Metall-Spinne im Bereich des Machbaren. Schließlich setzt die amerikanische Armee schon seit einer Weile auf das ähnlich verwendbare, aber deutlich simplere SWORDS-System, das mit einem leichten Maschinengewehr und Bewegungsmeldern ausgestattet ist, in Zukunft aber auch Raketen- und Granatwerfer tragen soll – siehe Video.

Der Recon kommt dagegen mit dem futuristischsten Gadget daher. Ein optisches Camouflage-System, das entweder über spezielle Kameras und Projektionsflächen funktioniert oder eben über Meta-Materialien das Licht um den Träger herumleitet. Die Tarnung funktioniert dabei nicht perfekt. Wenn sich der Träger zu schnell bewegt, kommt die Technologie nicht mir der Projektion hinterher. Außerdem ist man für geübte Augen bei Tageslicht zumindest auf kurze Entfernung zu entdecken. In der Realität wird es allerdings noch Jahrzehnte dauern, bis ein ähnliches Niveau wie im Live-Action-Trailer erreicht wird.

Zum Sniper wollten uns die Entwickler keine weiteren Details verraten, außer dass er natürlich über ein Scharfschützengewehr verfügt. Im Live-Action-Video setzte er zwar auf ein modernes Zielfernrohr, aber ebenso auf eine recht klassische Waffe, die es auch bei Modern Warfare 2 gibt – die CheyTac Intervention.

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