Wenn du auf einen Link klickst und etwas kaufst, können wir eine kleine Provision erhalten. Zu unseren Richtlinien.

Halo: Reach

Das Ende der Straße

Zehn Jahre Halo sind eine verdammt lange Zeit. Kein Wunder, dass sich Bungie nach fünf Ego-Shooter-Epen endlich die Freiheit wünscht. Die Möglichkeit, neue Universen, neue Charaktere und neue Welten zu erschaffen. Ein Schritt, der im letzten Jahr mit dem Loslösen von Microsoft begann und nun in einem Vertrag mit Activision-Blizzard endete. Ein neuer Anfang für die Entwickler, obwohl uns das Ende von Halo erst noch bevorsteht. Im Herbst erscheint mit Halo: Reach der letzte Teil der Saga von Bungie, der überraschenderweise ein Prequel ist. Die Entstehungsgeschichte des Master Chief und der letzte, verzweifelte Kampf der Welt Reach.

Echte Fans werden ein Teil der Geschichte aus dem passenden Roman kennen. Ein Kapitel aus der dunkelsten Stunde der Menschheit. Ein kompletter Planet samt Millionen von Menschen wird durch die übermächtigen Kräfte der Covenant dem Erdboden gleich gemacht. Mittendrin die neuste Errungenschaft der Wissenschaftler: Die Spartaner. Hochgezüchtete Kampfmaschinen mit dicken Energieschirmen und modernsten Waffen.

Der Schritt zurück zu den Anfängen hat gleich mehrere Gründe. Zuallererst feiert Bungie damit die Rückkehr der bösartigen Covenant. In den letzten Halo-Teilen war die Koalition zerbrochen. Die Elite-Krieger standen Seite an Seite mit der Menschheit und wollten den Wahnsinn der Propheten aufhalten. Doch damit ging auch ein Stück ihrer Identität verloren. In Halo: Reach kennen sie dagegen nur ein Ziel: Die Vernichtung ihrer Gegner. Egal ob Soldaten, Frauen oder Kinder.

Außerdem möchte Bungie mit diesem Titel zu den spielerischen Wurzeln von Halo zurückkehren. Der Leichtigkeit eines Combat Evolved mit seinen gewaltigen Szenarien, seiner wunderschönen, neuen Welt und einer wirklich gigantischen Portion Abwechslung. Offene Level mit ausgiebigem Fahrzeugeinsatz und massiven Schlachten mit über 60 Kämpfern. Ihr schlüpft dabei in die Rolle des Noble-Teams, einer Gruppe von Spartanern, die sich auf der zum Tode verurteilten Welt auf die Invasion vorbereitet. Die Charaktere: Carter, der Anführer, Jorge, der Spezialist für schwere Waffen, Jun, der Scharfschütze, der mysteriöse Emile mit seinem Totenkopfhelm und die junge Kat, die sich als Kundschafter bezahlt macht. Ihr selbst spielt Noble Six, ein Rookie.

Wie im Multiplayer werden sie wahrscheinlich unterschiedliche Loadouts samt Spezialfähigkeiten mit sich führen. Befehle könnt ihr ihnen nicht erteilen, was dank dynamischer KI angeblich auch kein Problem ist. Das Spiel bleibt ein recht klassischer Ego-Shooter und soll nicht auf einmal ins Taktik-Genre wechseln. Im Koop-Modus übernehmen dann menschliche Mitspieler eure Kollegen. Ob es dann zu fünft in den Kampf geht und wie es dabei mit der Auswahl der Loadouts aussieht, wollte Bungie noch nicht verraten.

Halo: Reach - Invasion-Gameplay

Ein weitere, wichtige Rolle soll der Planet selbst spielen. Das komplette Spiel spielt auf der erdähnlichen Staubkugel mit ihren weiten Feldern, dichten Wäldern und kargen Bergen. Keine Ausflüge in den Weltraum, kein anderer Planet und kein Halo-Ring. Nicht sonderlich logisch, aber für eine Fortsetzung unumgänglich: Neue Waffen und Gegner. Neben den bekannten Elite-Soldaten, Grunts und Schakalen feiert der Skirmisher sein Debut. Eine Kreatur, die vor allem im Rudel jagt und dabei besonders brutal zuschlägt.

Einen Eindruck von den Waffen bekommt man dagegen schon in der Beta. Neben Klassikern wie der Assault und einem Battle-Rifle-Ableger, dem Spartan Laser oder dem Needler gibt es einige Neuzugänge. Die Needler Rifle erinnert dabei stark an ihr menschliches Gegenstück, die Battle Rifle. Dank Zielfernrohr, Einzelfeuer und durchschlagender Wirkung ist das Biest vor allem über lange Strecken höchst effektiv. Jagt ihr genug Kristallsplitter in eure Gegner, fliegen diese wie bei der kleinen Variante in die Luft und machen Extraschaden.

Noch brachialer gibt sich der Plasma Launcher. Das Biest schießt bis zu vier Plasmagranaten auf einmal auf sein Ziel, die auch noch an den Feinden hängen bleiben. Dagegen wirkt der Granatwerfer des Spartaners mit seiner aktiven beziehungsweise passiven Explosionsmechanik richtiggehend harmlos.

Kommentare