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Majin and the Forsaken Kingdom

Mein großer Freund

Teotl hat ein Problem. Der niedlich anmutende Riese, einst ein Majin, ein uralter Wächter, kann sich nicht an seine Vergangenheit und insbesondere nicht an die Kräfte erinnern, über die er verfügt. Ein Glück für ihn, dass eines Tages der Dieb Tebeu auf der Suche nach wertvollen Schätzen auf Teotls Gefängnis stößt und ihn von seinen Ketten befreit.

Ein ungleiches Duo, bei dem ihr als Tebeu nicht in die Beschützerrolle schlüpft und eurem KI-Kollegen über die Runden helft. Ganz im Gegenteil: Teotl ist hier der Mächtige, Tebeu eher anfällig und ohne die Hilfe des Majins würde er im Kampf nicht allzu viel reißen. Dann wiederum ist der Riese auch auf euch angewiesen, kann er doch beispielsweise bestimmte Engstellen nicht passieren oder muss erst verschlossene Türen von Tebeu öffnen lassen.

Das Zusammenspiel und die Freundschaft der beiden sind die zentralen Elemente von Majin and the Forsaken Kingdom, das wir vor kurzem bei Namco Bandai ausführlich anspielen konnten. Das Spiel setzt nebenbei auf seinen Märchen-Charme, denn laut Produzent Daisuke Uchiyama hat man genau diese Elemente aus den Geschichten, die ihr als Kind gelesen habt, übernommen und sie ins Spiel gesteckt – die zuweilen zauberhafte Hintergrundmusik tut ihr Übriges und verstärkt dieses Feeling nur noch mehr.

Im Allgemeinen präsentiert sich Majin and the Forsaken Kingdom dabei sehr rätsellastig und streut zwischendurch immer wieder Gefechte mit den Mächten des Bösen ein. Rein optisch und auch in anderen Punkten weckt das Spiel übrigens Erinnerungen an Ubisofts fabelhaftes Prince of Persia aus dem Jahr 2008, in den Kämpfen selbst geht es ebenso effektvoll zur Sache. Der Clou an der ganzen Sache: Nur der Majin kann Feinde endgültig besiegen. Schlägt Tebeu sie nieder, setzen sie sich nach kurzer Zeit wieder zusammen.

Ist man mal in einem Abschnitt alleine unterwegs, sollte man also eher vorsichtig, unauffällig und leise agieren, denn wie anfangs erwähnt kann Tebeu nicht allzu viele Schläge einstecken. Nutzt daher auch die Umgebung, um euch euren Weg zu bahnen. Ihr schiebt Kisten aus dem Weg, um unbemerkt an einer Gruppe Feinde vorbeizugelangen, oder nutzt explosive Fässer, um Widersacher beziehungsweise Hindernisse in die Luft zu jagen.

Das Ziel der Entwickler ist nach Angaben Uchiyama-san, dass die Spieler stets darüber nachdenken sollen, wie es denn nun weitergeht. Als nützliche Hilfen entpuppen sich dabei die Tiere, denen ihr immer wieder begegnet. Da Tebeu über die Fähigkeit verfügt, mit den tierischen Bewohnern des Forsaken Kingdom zu kommunizieren, erhält er von ihnen manch nützlichen Tipp für bevorstehende Aufgaben.

Je nach Situation bieten sich auch verschiedene Optionen für das weitere Vorgehen an. Grundsätzlich könnt ihr dem Majin etwa vier Kommandos erteilen, mit denen er euch folgt, handelt (etwa ein Tor öffnet), sich heilt oder wartet. Befehlt ihr ihm, an einer Stelle zu warten, könnt ihr ihn obendrein in die Hocke gehen lassen, auf ihn springen und von dort aus höher gelegene Positionen erreichen.

Aber auch im Kampf ist das Zusammenspiel durchaus wichtig. Schickt Teotl zu einer Steinsäule, während ihr selbst hinunter zu einer Gegnergruppe springt und den Lockvogel spielt. Auf Knopfdruck stößt Teotl die Steinsäule um und begräbt damit die Kontrahenten unter ihr, also müsst ihr sie erst in eine gute Position dafür bringen, bevor ihr ihm den Befehl erteilt. Geht es in den Nahkampf, solltet ihr den Majin den Tank spielen lassen. Nach mehreren Schlägen habt ihr wiederum die Möglichkeit eines Kombo-Angriffs, je nachdem, wo ihr gerade steht, macht ihr das dann alleine oder gemeinsam mit Teotl.

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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur, seit 2006 bei Eurogamer.de und schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps.

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