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Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen

Wii Fit - die Sega-Variante

Tennis, Fußball, Golf, Kart, Kampfsport und Basketball – ich meine, wow! Mario hat sich in den letzten fünf Jahren zu einer Sportskanone entwickelt, die selbst dem Jahrgangsangeber von damals – Ihr wisst schon, die Sorte, die jeder irgendwann mal in der Parallelklasse hatte – im direkten Zweikampf noch ordentlich lang machen würde.

Seinem Bauchansatz hat das nie etwas ausgemacht. Vielleicht fährt er ja auch deshalb ins offizielle Olypmiastadion nach Beijing, um – außer Konkurrenz natürlich – an den olympischen Spielen teilzunehmen. Im Gepäck eine Menge guter Freunde – und sein ältester Erzrivale.

Und damit meine ich nicht Stacheldrache Bowser, obwohl auch der sich natürlich nicht zwei Mal bitten lässt und ebenfalls schon mal die Laufschuhe schnürt – wenn man ehrlich ist, verbindet diese Zwei ja eher eine Art Hassliebe. Wesentlich verbitterter war da schon der Grabenkampf um die Kinderherzen, in der sich sich Segas Sonic und Nintendos Mario bis Mitte der Neunziger knapp ein halbes Jahrzehnt lang aufgerieben haben. In Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen buhlen beide Galionsfiguren nun erstmals im selben Spiel um die Gunst der Joypad-Athleten

Yoshi hat eindeutig geschummelt.

Prinzipiell ist Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen nichts anderes als eine aktuelle Version des Konami-Klassikers Track & Field - dass sich der Urvater aller Sportspiele derzeit ebenfalls im Trainingslager für seinen kommenden DS-Auftritt steckt, soll uns aber erst später interessieren. Im Fall von Mario & Sonic macht nämlich erstmal die vollkommen auf den Wii-zugeschnittene Steuerung neugierig.

Ganz wie damals wird bei meist mehr, manchmal aber auch weniger olympischen Sportarten nicht nur Geschick am Controller, sondern vor allem Eure Ausdauer getestet. Statt aber wie in den Achtzigern reihenweise Joysticks zu Elektroschrott zu verarbeiten, müssen diesmal Eure Muskeln daran glauben. Ich kann Euch versichern, dass mir die Anspiel-Session unter den Augen von Senior Brand Manager Helen Lawson noch am nächsten Tag ordentlich in den Knochen saß.

Kraftpaket Bowser glänzt beim Hammerwerfen.

In Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen wird gewackelt, geschüttelt, gezielt und geschwungen, was das Zeug hält. Allerdings mit etwas mehr Spieltiefe, als man von vielen klassischen Party-Games gewohnt ist. Das bedeutet natürlich auch, dass einem Teil der neueren Nintendo-Kundschaft – sprich: der älteren Hälfte Eurer Familie – der Versöhnungsauftritt der beiden Streithähne (die jeweils selbst noch einige Freunde und Rivalen im Schlepptau haben) eventuell ein wenig zu knifflig sein könnte, doch das werden wohl erst die ersten Feldstudien stichhaltig belegen können.

Ich jedenfalls fand den 100 Meter Sprint noch ganz annehmbar, wenn auch anstrengend, während mich der 110 Meter Hürdenlauf schon vor ernste Koordinationsprobleme stellte, die ihrerseits saftige Zeitstrafen mit sich brachten. Vielleicht ist es aber auch einfach eine „Mit der einen Hand auf den Kopf klopfen, während die andere den Bauch reibt“- Geschichte.

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Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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