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Motorsport Manager Guide und Tipps: Einstieg, Entwicklung, Rennen, Konfiguration und Fahrer

Was ihr als Manager eures eigenen Teams wissen solltet.

Ihr habt also den Motorsport Manager gekauft und steht nun am Anfang eurer Karriere als Leiter eines eigenen Teams. Auf den ersten Blick wirkt es so, als könnten euch die zahlreichen Optionen erschlagen, erst recht, wenn ihr nicht ganz so vertraut mit dem Motorsport seid. Damit ihr einen guten Start habt und auch in Zukunft gut zurecht kommt, geben wir euch in diesem Guide ein paar nützliche Tipps zu verschiedenen wichtigen Bereichen des Spiels.

Weiterentwicklung des Wagens

Neue Teile

Eine eurer wichtigsten Aufgaben ist die Entwicklung neuer Teile für eure Fahrzeuge. Gerade zu Beginn solltet ihr euch hier auf die günstigsten und schwächsten Bereiche konzentrieren, also Bremsen und Aufhängungen, anschließend könnt ihr euch dem Getriebe und dem Motor widmen.

Beachtet, dass ihr bestimmte Teile unter Umständen nicht selbst herstellen könnt, wenn alle Teams dort Einheitsteile verwenden müssen. Manchmal wird darüber abgestimmt.

Teile verbessern

Ihr könnt eure Mitarbeiter anweisen, bereits hergestellte Teile weiter zu verbessern. Das funktioniert so: Je nachdem, in welche Kategorie ihr die Teile steckt, verbessert sich pro Tag ein Stück weit die Zuverlässigkeit oder die Leistung. Mit einem Schieberegler teilt ihr eure Crew einem der beiden Bereiche zu.

Besonders zu Beginn einer Saison kommt es auf die Zuverlässigkeit an, also solltet ihr euch erst mal darauf konzentrieren, um während der Rennen nicht wertvolle Zeit mit Reparaturen verschwenden zu müssen. Widmet euch zuerst den Teilen mit der niedrigsten Zuverlässigkeit und verbessert diese.

Allen voran solltet ihr schauen, dass der rote Bereich der Teile möglichst gering ausfällt. Ansonsten könnt ihr euch darauf konzentrieren, in etwa 65 Prozent Zuverlässigkeit zu erzielen, bevor ihr euch der Leistung widmet. Mit der Zeit wird die Zuverlässigkeit so kein Problem. Stellt aber sicher, dass eure Mechaniker immer beschäftigt sind, denn ihr könnt immer etwas verbessern.

Riskante Teile

Ein schwieriges Thema. Bei der Entwicklung neuer Teile könnt ihr Komponenten einsetzen, die das Risikolevel erhöhen. Das heißt, dass sich somit das Risiko erhöht, dass euer Fahrzeug nach dem Rennen bei der Abnahme auffliegt. Dadurch riskiert ihr einen Verlust von Positionen, eine Strafe und einen Verbot des entsprechenden Teils, was euch Geld und wertvolle Meisterschaftspunkte kosten kann.

Mitunter könnt ihr aber auch Komponenten verbauen, die den Risikolevel wieder senken, aber dazu braucht ihr zum Beispiel Ingenieure, die entsprechende Baupläne können. Wenn ihr unentdeckt bleibt, können euch solche Teile wirklich weiterhelfen, aber das Risiko ist groß und ihr müsst abwägen, ob es sich für euch lohnt. Wenn ihr entsprechende Mitarbeiter habt, könnt ihr mehr risikoreiche Teile verwenden und das wieder ausgleichen.

Stopp der Entwicklung

Ungefähr zur Mitte der Saison solltet ihr die Entwicklung neuer Teile einstellen und euer Geld für die nächste Saison sparen, denn ihr müsst stets einen neuen Wagen konstruieren, was keine günstige Angelegenheit ist. Spart also ab etwa der Mitte der Saison, damit ihr in der Pause zwischen den Saisons mehr Geld zur Investition habt.

Die Rennen

Training

In der European Racing Series gibt es kein Qualifying, nur das Training, also müsst ihr euch dort auch nicht auf die bestmögliche Rundenzeit konzentrieren. Da das Training kurz ist, solltet ihr eure Fahrer rausschicken und direkt danach wieder an die Box beordern. So erhaltet ihr auch Feedback zur Fahrzeugkonfiguration, ohne die Fahrer einen kompletten Stint absolvieren zu lassen.

An der Fahrzeugkonfiguration arbeiten und was die einzelnen Teile bewirken

Während des Trainings könnt ihr daran arbeiten, die Fahrzeugkonfiguration zu perfektionieren und an die jeweilige Strecke anzupassen. Vor jedem Rennen könnt ihr sehen, worauf es dort besonders ankommt, zum Beispiel auf die Höchstgeschwindigkeit oder ob es viele Kurven gibt.

Orientiert euch am grünen Bereich, in diesem Bereich findet ihr das Optimum. Stimmt den Wagen entsprechend der Streckeneigenschaften ab, bis eure Fahrer damit zufrieden sind. Wenn ihr könnt, solltet ihr eure Fahrer mit unterschiedlichen Konfigurationen ins Training schicken, ihr könnt dann von beiden lernen.

Was die einzelnen Teile und Bereiche bewirken und welche Auswirkungen sie haben, lest ihr nachfolgend:

Abtrieb

Frontflügel: Je höher der Winkel des Frontflügels ist, desto schneller bewegt sich euer Wagen durch langsame Kurven.

Heckflügel: Je höher der Winkel des Heckflügels ist, desto schneller bewegt sich euer Wagen durch schnelle Kurven.

Der Heckflügel sollte möglichst immer einen höheren Winkel haben als der Frontflügel.

Fahrverhalten

Untersteuern: Macht euer Fahrzeug langsamer, weil die Vorderräder Grip verlieren und ihr um die Kurven rutscht. Ihr erhaltet aber mehr Geschwindigkeit, daher eignet es sich eher für schnelle Kurven.

Übersteuern: Hier verlieren die Hinterräder Grip. Mit mehr Übersteuern erhaltet ihr eine bessere Beschleunigung, was sich gut für langsame Kurven eignet.

Geschwindigkeitsbalance

Höchstgeschwindigkeit: Ihr solltet das Auto mehr auf die Höchstgeschwindigkeit ausrichten, wenn es viele lange geraden sowie schnelle Kurven gibt.

Beschleunigung: Erwarten euch auf der Strecke viele langsame Kurven, solltet ihr mehr Wert auf die Beschleunigung legen.

Qualifying

Startet ihr in der European Racing Series, gibt es kein Qualifying, sondern nur das Training und das Rennen. Dementsprechend müsst ihr euch auch keine Gedanken darüber machen. Das kommt erst zum Tragen, wenn ihr in eine höhere Rennliga aufsteigt oder das Team wechselt. In dem Fall müsst ihr euren Wagen dann möglichst gut auf die Strecke abstimmen und die schnellsten Reifen auswählen, damit eure Fahrer möglichst gute Resultate erzielen. Achtet aber darauf, dass ihr nicht zu viele Reifen verschwendet.

Die Reifenwahl

Wenn ihr euch in der Mitte des Starterfelds befindet, solltet ihr eher auf die langsameren Reifen mit mehr Durchhaltevermögen setzen, denn den Effekt der weicheren Reifen könnt ihr mitten im Verkehr nicht wirklich ausnutzen. Verwendet diese eher, wenn ihr in der Nähe der Spitze startet.

Der Rennstart

Zum Start des Rennens solltet ihr euch aggressiv verhalten. Das führt natürlich zu einer stärkeren Abnutzung der Reifen, also könnt ihr auch die Benzinmenge entsprechend anpassen (und so etwas Geschwindigkeit rauskitzeln), denn durch aggressives Fahren erzielt ihr vielleicht die halbe Lebensdauer eines Reifens. Achtet auch auf die Konkurrenz. Wenn diese einen Gang zurückschaltet, solltet ihr das ebenfalls tun.

Das Wetter im Auge behalten

Das Wetter spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Der Schauplatz des Rennens spiegelt sich auch in den Wetterbedingungen wider. In Spanien ist es trocken, in Belgien oder England regnet es gerne mal und bei manchen Strecken ist beides denkbar. Am oberen Bildschirmrand seht ihr die Wettervorhersage und könnt so abschätzen, ob es eventuell anfängt zu regnen. Werft immer mal wieder einen Blick darauf, um nicht überrascht zu werden.

Beim Wechsel auf Intermediates solltet ihr nicht unbedingt auf eure Fahrer hören, diese verlangen viel zu schnell danach. Wenn die Strecke nur „feucht" ist, könnt ihr weiter die normalen Reifen verwenden, erst bei „nasser" Strecke oder wenn die Konkurrenz anfängt zu wechseln, solltet ihr das ebenfalls tun.

Um auf reine Regenreifen zu wechseln, muss es schon sehr viel regnen. Wenn ihr Zweifel habt, bleibt lieber auf den Intermediates und richtet euch auch hier nach der Konkurrenz.

Boxenstopps

Ihr könnt beim Boxenstopp wählen, ob ihr dabei mehr Risiko eingehen wollt oder nicht, was aber auch die Fehlerwahrscheinlichkeit erhöht. Im besten Fall spart ihr zwei Sekunden beim Boxenstopp, im schlechtesten Fall verliert ihr etwas Zeit. Ob es euch das im Endeffekt wert ist, müsst ihr selbst wissen.

Kommt das Safety Car auf die Strecke, solltet ihr einen Boxenstopp einlegen, sofern ihr nicht genau davor erst an der Box wart.

Benzin und Reifentemperatur

Im finalen Stint sollte euch angezeigt werden, dass ihr mehr als genug Benzin im Wagen habt. Passt nur auf, dass ihr nicht in den roten Bereich rutscht, sonst geht eurem Fahrer der Sprit aus und er kriecht ins Ziel, verliert dadurch womöglich noch wertvolle Plätze. Ist das der Fall, müsst ihr spritsparender fahren. Wenn ihr im letzten Stint noch mal ordentlich Gas geben wollt, solltet ihr mehr Benzin in den Tank füllen als nötig (falls es machbar ist).

Auch die Reifentemperatur spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Sie sollte in etwa in der Mitte liegen, also seht zu, dass eure Reifen weder zu kalt noch zu heiß werden. Ist die Temperatur zu niedrig, habt ihr Graining und seid langsamer unterwegs. Sind die Reifen zu heiß, steigt der Verschleiß.

Um die Temperatur entsprechend zu regulieren, passt ihr die Strategie an und weist euren Fahrer an, reifenschonender oder aggressiver zu fahren.

Reparaturen im Rennen

Vor allem zu Beginn einer Saison ist die Zuverlässigkeit eurer Teile noch niedrig und es ist wahrscheinlich, dass ihr während eines Rennens zur Reparatur an die Box müsst.

Die Performance eures Wagens wird nur dann beeinflusst, wenn der Zustand eines Teils in den roten Bereich fällt. Hier solltet ihr anhand der aktuellen Rennsituation und des Zustands abwägen, was ihr tun wollt.

Wenn nur noch wenige Runden zu fahren sind, könnte euer Wagen es noch über die Ziellinie schaffen. Wenn das Teil jedoch komplett versagt, werdet ihr bedeutend langsamer oder fallt komplett aus dem Rennen.

Die Reparatur von Teilen dauert zum Teil recht lange, also solltet ihr euch wirklich gut überlegen, ob ihr einen Fahrer in die Box schickt und er dadurch weit zurückfällt.

Im späteren Saisonverlauf ist die Zuverlässigkeit weniger ein Problem, hier müsst ihr euch dann eigentlich nur Gedanken über Kollisionen machen, die zum Beispiel die Flügel beschädigen können.

Die Fahrer

Gute Fahrer zu haben, kann auf jeden Fall einen spürbaren Unterschied machen. Die Chancen sind hoch, dass ihr zu Beginn keine wirklich guten Fahrer habt. Nutzt dafür das Scouting und schaut euch am besten die Fahrer an, die 20 Jahre oder jünger sind. Dort könnt ihr einige wirklich gute Talente finden, die besser sind als eure Startfahrer.

In der European Racing Series solltet ihr auf Fahrer setzen, die mindestens drei Sterne und noch keinen Arbeitgeber haben, da ihr so keine Abfindung zahlen müsst. Wenn möglich, solltet ihr den Fahrern den gleichen Status geben, bei der Verteilung der Fahrzeugteile solltet ihr aber eine gute Balance finden, damit keiner unzufrieden wird.

Allgemeine Tipps

Bei Vertragsverhandlungen solltet ihr mit mehreren Fahrern oder Mitarbeitern gleichzeitig verhandeln, dann könnt ihr euch das beste Angebot rauspicken. Wenn jemand zum Beispiel eine Bonuszahlung oder Handgeld nicht für nötig hält, solltet ihr auch keines anbieten.

Fabriklevel 2 ist beim Ausbau eures Hauptquartiers auf jeden Fall ein Muss, es hilft euch bei der Entwicklung neuer Teile. Außerdem schaltet das Scoutingbüro weitere Fahrer frei, die ihr scouten könnt. Beachtet aber, dass manche Gebäude und Verbesserungen eine ganze Stange Geld kosten. Überlegt also gut, was ihr wirklich braucht und was euch weiterhelfen könnte.

Bei den Sponsoren solltet ihr nicht das erstbeste Angebot annehmen. Manchmal zahlt es sich aus, ein bisschen zu warten, weil vielleicht ein besseres Angebot bekommt. Durch den Bau eines Hubschrauberlandeplatzes in eurem HQ erhaltet ihr Zugriff auf weitere und bessere Sponsoren.

Bessere Mechaniker verschaffen euch unterdessen einen Boost der Performance und bringen mitunter spezielle Eigenschaften oder Komponenten mit sich. Es kann sich auf jeden Fall lohnen, bessere einzustellen.

Bei Abstimmungen im Motorsportverband sollten natürlich eure eigenen Interessen im Vordergrund stehen. Ihr seht zum Teil, ob eine Regeländerung euch schaden oder nützen könnte, also stimmt entsprechend ab. Bei allen anderen Entscheidungen wählt ihr einfach das, was euch am ehesten zusagt.

Erfolg ist wichtig und ihr müsst euren Vorsitzenden zufriedenstellen, ansonsten könnt ihr euch womöglich bald einen neuen Job suchen. Um den Vorsitzenden glücklich zu machen, reichen schon ein, zwei gute Resultate und ihr werdet auch nicht automatisch gefeuert, nur weil ihr euer Saisonziel verpasst. Hauptsache ihr erzielt ein paar gute Resultate.

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Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Benjamin Jakobs ist Leitender Redakteur und seit 2006 bei Eurogamer.de. Er schreibt News, Reviews, Meinungen, Artikel und Tipps. Benjamin spielt Videospiele hauptsächlich auf Konsolen. Seine Expertengebiete sind breit gefächert, von Shootern und Action-Adventures über RPGs bis hin zu Sportspielen und Rennspielen. Zu seinen Hobbys gehören Lego, Science Fiction, Bücher, Filme und Serien sowie Star Wars und Star Trek.

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