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Ority GO - Test: Wie mich dieser Gaming-Rucksack am Ende doch noch überzeugte

Bekommt ein "GO".
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Eigentlich in allen Lebenslagen perfekt - nur das etwas zu enge Laptopfach ist mir ein winziger Dorn im Auge. Dennoch überzeugt der Ority GO mit Stabilität und einem bequemen Tragegefühl.

Erst wenige Wochen zuvor hatte ich mir bereits einen teureren Laptop-Rucksack zugelegt und war mit diesem rundum zufrieden. Größe, Volumen und die vielen kleinen Taschen machen ihn zu einem soliden Begleiter für Ausflüge und Reisen. Und dann flatterte der Ority GO in meinen Briefkasten, beziehungsweise davor. Ich war skeptisch, ob der Ority meinem frisch auserwählten Schulterkumpel das Wasser reichen könnte.

Solider Gaming-Rucksack für alle Lebenslagen

Nach dem Auspacken wurde erst einmal die Qualität der Ware inspiziert. Immerhin kostet euch der Ority Go für Gaming-Laptops bis zu 15,6 Zoll 119,90 Euro. Vom Reißverschluss bis zu den Nähten fühlte sich alles hochwertig an. Auch der Innenraum mit dem gepolsterten Laptopfach machte einen guten Eindruck. Besonders angenehm fand und finde ich immer noch die Schwere und Steife der Tasche. Der Ority Go steht von allein und ist von außen eher hart und stabil, was sich in Anbetracht des 1300-Euro-Gerätes, das ich damit herum transportiere, doch beruhigend anfühlt. So stoß- und sturzsicher fühlt sich mein klassischer Laptop-Rucksack nicht an. Punkt für Ority.

Sieht schon von außen stabil aus. Der Ority GO macht optisch was her und hat sich dafür auch schon ein Kompliment eingefangen.

Das System mit den Inlays von Ority finde ich in der Theorie klasse. Der Rucksack kommt zwar von Haus aus ohne diese kleinen Helfer, aber ihr könnt sie für zusätzliches Geld dazukaufen. Es gibt Schützer für Tastatur und Mauspad, Kopfhörer, Controller, Konsolen, Kameraequipment und Büroartikel. Alle wunderbar gepolstert und mit Klettsystem, damit es im offenen Innenraum des Rucksacks nicht verrutscht. Hinter der leicht austauschbaren Front, die per Klett und Magnet am Rucksack befestigt wird, stecken ein paar weitere flache Fächer für Handy, Papiere, Schlüssel und mehr. Für mich gab es aber leider einen Haken.

Mein Gaming-Laptop ist 15,6 Zoll groß und ich verwende ihn ausschließlich mit einer zusätzlichen Hülle. In meinen konventionellen Laptop-Rucksack passt das wunderbar und hat sogar noch Luft. Nicht so beim Ority GO. Hier passte der Laptop nur ohne Schutzhülle hinein und konnte nur über die seitliche Öffnung herausgenommen werden - und nicht durch einen Griff von oben in die Tasche, wie ich es sonst gewohnt bin. Das war etwas unentspannt. Ein wenig mehr Raum für den Ehrengast in diesem Rucksack hätte ich doch erwartet. Wenn mal was schiefgeht oder ihr einfach mal vergesst ihn zu schließen, ist ein seitlicher Reißverschluss außerdem nicht die sicherste Option.

Der Innenraum ist manchmal schneller voll, als einem lieb ist. Klamotten für drei Tage sind kein Problem. Wer neben dem Laptop noch einen Lüfter, Maus, Mauspad, Kopfhörer und ein wenig Kleinkrams mitnehmen will, der muss stopfen.

Aber ich bin ja ein Fan von kreativen Lösungen und so habe ich die Aufteilung meines Ority-Rucksacks einfach umstrukturiert. In das Laptopfach kommt nun mein Laptop-Kühler zusammen mit dem Mauspad, der Laptop selbst - inklusive Schutzhülle - vor das eigentlich dafür gedachte Fach. Die von mir zweckentfremdeten Inlays - statt einer Tastatur stecke ich etwa Maus und Controller hinein - stelle ich davor. Da rutscht nichts, der Laptop ist gut geschützt, ist dem seitlichen Reißverschluss nicht ausgesetzt und ich komme wunderbar heran. Für das Headset in dem tollen Case ist der Platz aber knapp, denn die 25 Liter sind doch recht schnell gefüllt. Für kleine Extras außerhalb des Gaming-Equipments ist nur selten Platz. Vielleicht wäre die 17,3-Zoll-Version mit 35 Liter Volumen für mich besser geeignet?

Auch besitzt die kleinere Version keinen Hüft- oder Schultergurt, die mag ich sonst immer ganz gerne, da sie den Rücken zusätzlich etwas entlasten. Tatsächlich ist selbst der kleine bis zum Rand gefüllte Ority GO aber absolut kein Problem für Schultern oder Rücken. Da leisten die Rückenpolster, das stabile Format und die weichen Schulterriemen wirklich tolle Arbeit. Ich schwitze nicht und leide weder beim noch nach dem Tragen an irgendwelchen Schmerzen. Je länger ich den Ority genutzt habe, desto wohler habe ich mich mit ihm gefühlt. Er hat mich bereits zu Fuß, auf dem Rad sowie im Auto begleitet und hat auch schon als Sporttasche, Reisetasche für einen Kurzausflug und Handgepäck im Flugzeug hergehalten - alles ohne zu jammern und ohne eine einzige Abnutzungsspur aufzuweisen. Mein anderer neuwertiger Rucksack macht jetzt schon sehr lange Urlaub.

Ority GO im Test: Das Fazit

Der Ority GO ist gut gedacht, aber wenn er mal nicht passt, kann er auch passend gemacht werden. Die gute Qualität und das stabile Auftreten haben mich überzeugt und das wasserabweisende Material nicht hilflos im Regen stehen lassen - zumal ihr auch ein Regencape dazu kaufen könnt. Alles war und ist bisher absolut und wunderbar sicher im Bauch des Ority GO. Ergonomisch habe ich nichts auszusetzen, ich bin viel eher überrascht, wie gut der Rucksack die Kilos meines Gaming-Equipments abfängt. Als Gaming-Rucksack sollte das Laptop-Fach aber ausreichend Platz bieten - beim Ority kann es schon mal knapp werden, wenn euer Gerät an der Grenze der Maßgaben ist. Der seitliche Reißverschluss ist mir zusätzlich ein kleiner Dorn im Auge. Das waren aber auch schon alle Kritikpunkte. Und auch, wenn ich mit dieser großen Tasche auf dem Rücken aussehe wie ein Ninja Turtle (das kann auch etwas Gutes sein!) trage ich den Ority GO inzwischen einfach unheimlich gerne.

Ority GO - Pro und Contra

Pro:

  • Stabiler Rucksack mit hochwertiger Verarbeitung
  • Bequem auch nach längerem Tragen
  • Praktisches Klettsystem
  • Optisch ansprechend

Contra:

  • Laptopfach könnte etwas größer sein
  • Inlays müssen zusätzlich erworben werden

In unserer Test-Philosophie findest du mehr darüber, wie wir testen.

Über den Autor
Melanie Weißmann Avatar

Melanie Weißmann

News-Redakteurin

Melanie ist meist online am PC zu finden. Neben Multiplayern und Meer mag sie Alliterationen und dumme Wortspiele. Gelegentliches Lego-Bauen hilft ihr beim Abschalten.

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