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Overwatch 2: Ersteindruck - Blizzards Helden-Shooter ist endlich im Jahr 2022 angekommen

Ohne PvE weiterhin nur ein großes Update.

Trotz der Serverprobleme zum Start habe ich es geschafft, kurz die frische Luft von Overwatch 2 zu schnuppern. Viel Neues kann ich trotzdem nicht zu Blizzards Helden-Shooter berichten, denn im Vergleich zur Beta-Version, die ich vor ein paar Monaten getestet habe, hat sich nicht mehr allzu viel verändert. Schlecht ist das nicht unbedingt, denn schon im Sommer hatte ich nicht viel auszusetzen. An den damals beschriebenen Problemen hat sich aber auch nicht mehr viel geändert.

Klar, auch diesmal fehlt vom PvE-Modus jede Spur, denn dieser erscheint erst 2023. Bis dahin bleibt uns ein großer Overwatch-Patch, der Helden, Karten, Gameplay und andere Features hinzufügt oder verändert, in sich jedoch nicht wie ein völlig neues Spiel daherkommt.

Overwatch ist im Jahr 2022 angekommen

Was mir direkt ins Auge fällt, ist Blizzards gute Arbeit beim Aufpolieren des Shooters. Helden und Maps sehen besser aus denn je und Overwatch 2 glänzt mit einem angenehm flüssigen Gameplay. Ich habe sogar das Gefühl, dass ich mich in Overwatch 2 besser orientieren kann als noch im ersten Teil. Das könnte aber auch der geschrumpften Teamgröße liegen.

Seht ihr, wie schön glatt und sauber das alles aussieht? Mit Junker Queen macht mir sogar die Tank-Rolle Spaß. Vielleicht liegt es auch daran, dass man allein die Aufmerksamkeit zweier Unterstützer genießt?

Statt sechs Helden, tritt jedes Team nun mit fünf Helden an - üblicherweise zwei Schadens-Helden, zwei Unterstützer und ein Tank. Mir hat das sehr geholfen, den Überblick zu behalten. Weniger Feinde und weniger Teammates, die man auf den Karten ohne Minimap verorten muss.

Die Karten selbst finde ich hübsch gestaltet und sinnvoll aufgeteilt. Es gibt überall Wege, die Möglichkeiten eröffnen sowie den heiligen Highground, der Angreifern und Verteidigern vielfältige Vorteile bietet. Hier und dort ist eine ungünstige freie Schusslinie direkt vor der Tür des Spawns platziert und ihr werdet direkt in den ersten Sekunden des Spiels angeschossen. Dieses Problem habe ich auch schon im Beta-Test angesprochen - hier hat Blizzard offenbar nichts geändert.

Neue Helden mit mehr Möglichkeiten

Immerhin gibt es neben Sojourn und Junker Queen jetzt auch eine Unterstützerin mehr. Kiriko hat mir richtig viel Spaß bereitet, da sie sowohl Teamkameraden heilen und buffen als auch ordentlich austeilen kann - wenn man gut darin ist, Headshots zu treffen. Mit ihren normalen Angriffen, die sie mit Kunai ausführt, erhält sie nämlich erhöhten kritischen Schaden. So könnt ihr auch mal im Zweikampf gegen einen Schadens-Helden bestehen. Bei Tanks ist es dann doch noch etwas schwerer. Im Teamkampf solltet ihr sowieso lieber auf eure Heilung setzen.

Der kleine Fuchs zaubert mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht. Kiriko ist sehr vielseitig und macht mir als jemand, der gerne supportet, aber auch das Gefühl liebt mal ein paar Kills abzustauben, brutal viel Spaß.

Insgesamt passen die neuen Helden gut in den Pool. Junker Queen ist für Tank-Anfänger wie mich eine tolle Wahl und Sojourn ist eine komplexe Heldin, die für Neulinge durch ihre hohe Mobilität und geforderte Präzision eher weniger gut geeignet ist. Insgesamt ist die Auswahl an Tanks und Unterstützern dennoch etwas flach, zum Glück hat Blizzard in seiner Roadmap bereits als nächstes Helden für ebendiese Rollen angekündigt.

Die Änderungen der Helden sorgen vor allem dafür, dass es insgesamt weniger und weniger starke Fähigkeiten gibt, die eure Bewegung beeinträchtigen. So fühlt Overwatch 2 an als hättet ihr mehr Einfluss auf das Geschehen. Auch die passiven Fähigkeiten der einzelnen Rollen gefallen mir gut, denn sie geben Tanks, Unterstützern und Schadens-Helden Werkzeuge an die Hand, die ihnen mit ihrer speziellen Aufgabe unter die Arme greifen.

Der Erfolg von Overwatch 2 ist Zukunftsmusik

Da hören die schönen Ideen von Blizzard aber noch nicht auf, denn auch das Menü wurde aufgeräumt und die vielen Systeme auf einen modernen Stand gebracht. Der Battle Pass bringt für Gratis- und Premium-Nutzer coole Belohnungen, ihr könnt tägliche und wöchentliche Quests abschließen und auch sonst wirkt Overwatch 2 viel lebendiger.

Mir gefällt besonders der neue Mercy-Skin im Battle Pass von Overwatch 2 sehr.

Trotzdem muss ich an den großen optischen Rework von League of Legends im Jahr 2014 denken, das dem Spiel einen viel moderneren Anstrich gegeben hat. Davor und danach kamen laufend weitere Champions, Modi, Änderungen und sogar TFT wurde in den Client integriert - und trotzdem heißt das MOBA heute nicht League of Legends 2. Ich bin sehr begeistert von Overwatch 2 und freue mich, den Shooter in der bisher besten Verfassung seines Lebens spielen zu dürfen, aber erwartet bitte kein völlig neues Spiel.

Interessant könnte es noch mit dem PvE-Modus werden. Klar, PvP soll bitte weiterhin die größte Priorität bleiben, Destiny 2 macht es ja genau andersherum, aber als größte Änderung im Vergleich zum Vorgänger muss der Story-Modus schon auch abliefern und nicht einfach lieblos in den Client geklatscht und nur alle paar Seasons upgedatet werden. Ob Overwatch 2 auch langfristig erfolgreich sein wird, hängt aber vor allem davon ab, wie ernst es Blizzard mit dem Support meint - auch wenn der Hype irgendwann verflogen ist.

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Melanie Weißmann

News-Redakteurin

Melanie ist meist online am PC zu finden. Neben Multiplayern und Meer mag sie Alliterationen und dumme Wortspiele. Gelegentliches Lego-Bauen hilft ihr beim Abschalten.

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